Für Hamborn 07-Coach Frank Golomb und seine Mannschaft gibt es auch im Kampf um den

Kreis DU/MH/Dinslaken: ARAG-Pokal auf Kreisebene: Ortstermin

"Löwen" gegen Speldorf ohne jede Chance

Moritz Rieckhoff
16. Mai 2007, 21:40 Uhr

Für Hamborn 07-Coach Frank Golomb und seine Mannschaft gibt es auch im Kampf um den "Pott" nichts zu holen. Nachdem die Kicker der Nord-Duisburger zum hundertjährigen Geburtstag des Traditionsvereins eine rabenschwarze Saison hingelegt hatten, folgte am heutigen Abend auch das Aus im ARAG-Pokal auf Kreisebene. Im Finale setzte sich der favorisierte VfB Speldorf souverän mit 4:1 gegen den Verbandsliga-Absteiger durch und steht nun automatisch in der ersten Runde des Pokals auf Verbandsebene.

Dabei hatte Interims-Trainer Golomb im Vorfeld des Spiels die Devise "Wiedergutmachung" ausgegeben: "Für uns geht es vor allem darum uns ordentlich von den Fans zu verabschieden", appellierte der nach der Saison wieder als sportlicher Leiter tätige "Noch-Linienchef" an die Ehre seiner Spieler. Kampf, Leidenschaft und vielleicht das eine oder andere Erfolgserlebnis sollten das arg gebeutelte Hamborner Publikum versöhnen.

Kampf und Leidenschaft zeigten die 07er eine Halbzeit lang. Erfolgserlebnisse blieben für die, ohne vier Stammspieler (Sogolji, Zander,Brosowski, Scheider) angetretenen, Platzherren aber fast gänzlich aus. Vor 150 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz am Holtkamp, übernahmen die Gäste von der "Blötte" von Beginn an die Regie und setzten sich ein ums andere Mal gut in Szene. Bereits in der dritten Minute ging der abstiegsgefährdete Oberligist in Führung. Ein Zuspiel von Benedyk Krzystof versenkte Birkan Yilmaz sicher zur 1:0-Führung der Gäste. Doch die Gelb-Schwarzen schlugen umgehend zurück. Im Gegenzug brachte Christian Küsters sein Team wieder auf Kurs. Einen Freistoß von Alexander Scheelen versenkte Küsters gezielt im Netz des Gegners (4.). Doch wer gedacht hatte, der Treffer würde nun ungeahnte Kräfte bei den Platzherren freisetzen, musste spätestens nach Michael Krakalas Treffer für den VfB in der 29. Spielminute feststellen: Der Klassenunterschied ist einfach zu groß, das Spiel nicht zu gewinnen.[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/100-102_preview.jpeg Speldorfs Fans sahen einen nie gefährdeten Sieg ihrer Lieblinge[/imgbox]

In den zweiten 45.Minuten wurde dies zunehmend deutlicher. Nachdem Speldorfs Yilmaz mit seinem zweiten Treffer die Entscheidung gelungen war (52.), kam von den Sportfreunden kaum noch konstruktives im Offensivspiel. VfB-Torsteher Gregor Nijhuis verbrachte so einen beinahe gänzlich beschäftigungslosen Abend und konnte in der 74. Minute den 4:1- Endstand, erzielt durch den eingewechselten Sergij Tytarchuk, bejubeln. Vom Sieg seiner Mannschaft wenig beeindruckt zeigte sich nach dem Abpfiff Speldorf-Trainer Stephan Jansen: "Das war ein Pokalspiel von der Sorte hinfahren, gewinnen und nach Hause fahren", bemerkte Jansen und erkannte: "Der Klassenunterschied war heute sehr deutlich spürbar. Unser Sieg geht absolut in Ordnung."

Zuspruch gab es von seinem Gegenüber: "Speldorf hat das Spiel beherrscht und ist verdient in die nächste Runde eingezogen", bemerkte ein sichtlich erleichterter Golomb und lieferte den Grund seiner gelösten Stimmung gleich mit: "Ich bin einfach froh, dass diese Horror-Saison nun bald vorbei ist und mein Intermezzo als Coach nicht mehr lange dauert." In der Tat. Nach dem letzten Saisonspiel am Sonntag beim Cronenberger SC, kehrt der jetzige "Löwendompteur" zurück ins zweite Glied. Chefcoach wird dann Siegfried Sonntag. Für Golomb ein Segen. "Den sonst", so bemerkt das Hamborner Urgestein: "bekomme ich noch ganz graue Haare."

Autor: Moritz Rieckhoff

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