Wer 15 Treffer markiert, der steht natürlich im Mittelpunkt. Insbesondere, wenn er sein Konto mit zwei herrlichen Freistoßtoren aufstockte. Während Alexander Frei in der Vorwoche noch wutentbrannt in den Mannschaftsbus stieg, war er nach dem Erfolg über die Eintracht schon lockerer:

Zorc: "Demonstriert, wo er zukünftig agieren will"

Erst Wut, dann "freie" Präzision

RS
30. April 2007, 14:10 Uhr

Wer 15 Treffer markiert, der steht natürlich im Mittelpunkt. Insbesondere, wenn er sein Konto mit zwei herrlichen Freistoßtoren aufstockte. Während Alexander Frei in der Vorwoche noch wutentbrannt in den Mannschaftsbus stieg, war er nach dem Erfolg über die Eintracht schon lockerer: "Es gab in dieser Saison schon mehrere Situationen, in denen ich den einen oder anderen Treffer nach einem ruhgenden Ball hätte erzielen können. Entweder zischte das Leder knapp vorbei oder der Keeper reagierte super."

Diebisch freute er sich über seinen Doppelpack. "Unter der Woche hatte ich eine Reihe davon probiert. Bei zehn bis 15 war schon eine Qualität dabei. Auch wenn Glück dazu gehört: Ich meine, die Treffer waren unhaltbar."

Auch weil sich der 27-Jährige als "listiger Fuchs" erwies: "Ich habe mir schon gedacht, das Oka Nikolov auf die andere Ecke spekuliert." Trotzdem wollte er nicht allzu sehr alles auf seine eigene Person lenken. "Wichtiger ist doch, dass der Club Erfolg hat. In den letzten Wochen haben wir spielerische Fortschritte gemacht. Dieser muss weiter voran gehen, insbesondere auch in der neuen Saison."[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/806-812_preview.jpeg Freistoßschütze Alexander Frei. (Foto: firo)[/imgbox]

Denn da soll der Mann, der in der vergangenen Spielzeit sein Geld noch in Frankreich, weiter das schwarz-gelbe Trikot überstreifen. Michael Zorc zum Stellenwert des Schweizer Nationalspielers: "Er hat eindeutig demonstriert, bei welchem Club er nach dem Sommer agieren will." Eindeutigkeit durch den Sportdirektor. Darauf angesprochen entschärfte Frei seine zuletzt etwas härteren Verbal-Attacken: "Ich habe lediglich gesagt, dass, wenn ich mich hier nicht mehr wohl fühle, ich beim Club vorstellig werde. Das wird nicht heute oder morgen sein. Vielleicht in zwei oder in vier Jahren."

Trotzdem gab er zu bedenken: "Es ist vollkommen natürlich, wenn ich anmerke, dass ich mich nicht toll fühle. Wir sind in der Tabelle immer weiter durchgereicht worden. Damit kann doch wohl überhaupt niemand einverstanden sein." Das war aber Hans-Joachim Watzke, dessen zähes Ringen im vergangenen Sommer um den Torjäger sich absolut auszahlte: "Auch wegen seiner Freistoßqualitäten haben wir ihn doch geholt. Die waren vorab bekannt, da er sowohl in Frankreich als auch in der Schweizer Auswahl dafür genug Beispiele abgeliefert hatte."

Autor: RS

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