Waldemar Wrobel hält Wort. Trotz des Siegs über Schalke ist die Krise nicht überwunden und entsprechend groß der Respekt vor der Reise zum schwächsten Heimteam.

BVB II - RWE

Wrobels Ziel: 19 Punkte unterm Christbaum

Aaron Knopp
02. Dezember 2011, 13:43 Uhr

Waldemar Wrobel hält Wort. Trotz des Siegs über Schalke ist die Krise nicht überwunden und entsprechend groß der Respekt vor der Reise zum schwächsten Heimteam.

Daher sprach der Coach vor dem Spiel gegen Borussia Dortmunds Zweitvertretung am kommenden Samstag (14 Uhr) auch zunächst an, was ihm beim 1:0-Erfolg gegen die Schalker missfiel. „Es war nicht alles richtig gut, deshalb sollten wir nicht übertreiben“, findet Wrobel. Ebenso wie er die Leistung in den Spielen zuvor jedoch auch nicht verdammen wolle. Gegen die spielstarken Borussen sei jedoch eine erneute Steigerung nötig.

[gallery]2178,0[/gallery]
„Vom Kaliber her ist die Mannschaft mit den Blauen zu vergleichen. Dazu kommt, dass sie sehr früh pressen und ungemein laufstark sind.“ Vor allem in der Defensivarbeit gelte daher höchst Konzentration, um dem Sturmlauf der Dortmunder Paroli bieten zu können. „Gerade im Zentrum bin ich gespannt, wie wir dem standhalten können. Denn in der Offensive hat Dortmund große Qualität. Gegen Gelsenkirchen war das noch ein Manko.“ Die Favoritenrolle gibt der Essener Trainer trotz des psychologisch so wertvollen Erfolgserlebnisses gegen die Schalker Zweitvertretung bereitwillig weiter. „Wir sind nicht in der Favoritenrolle. Aber mit Sicherheit auch nicht chancenlos.“

Möglich, dass Wrobel sich scheute, es selbst anzusprechen, doch die Statistik redet dem Polizeibeamten das Wort. In der Heimtabelle sind die Dortmunder Letzter! Erst ein Sieg auf heimischem Platz steht für die Zweitvertretung des Deutschen Meisters zu Buche, was jedoch immer noch mehr ist, als die Essener auf fremdem Platz vorzuweisen haben (zwei Punkte).
In der Adventszeit ist es ja aber allemal erlaubt, ein paar Wünsche zu äußern. „Vier Punkte“ stehen bei Wrobel für die letzten Partien auf dem Zettel. „Wir wussten, dass das ein sehr interessantes Restprogramm wird.“ Sollte bei den Partien gegen Dortmund II, Düsseldorf II und Fortuna Köln tatsächlich das Wunschresultat herausspringen, gibt der Coach die Lorbeeren umgehend an sein Team weiter. „Ich würde mir einfach wünschen, dass in Dortmund etwas passiert und wir mit dem Schwung dann die letzten Partien angehen können.“ Verdient habe sich die Mannschaft dies allemal. „Die Jungs haben einen Riesencharakter. Eigentlich war für die Woche ein trainingsfreier Tag angesetzt. Auf den haben sie freiwillig verzichtet.“

Wo der Wille noch stark ist, wird das Fleisch aber zunehmend schwächer. „Viele sind einfach im Grenzbereich angekommen. Einem Spieler wie Timo Brauer müsste man eigentlich mal eine Pause gönnen, aber das können wir uns in unserer personellen Situation nicht erlauben“, erklärt Wrobel. Aber für einen versöhnlichen Jahresabschluss nehmen die Rot-Weissen ein paar Schmerzen sicherlich gerne in Kauf.

Autor: Aaron Knopp

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren