Einem schwachen Start folgte ein erfolgreicher Endspurt. Mit neuem Selbstvertrauen möchte Bezirksligist SuS 21 Oberhausen in die Rückrunde starten.

SuS 21 Oberhausen

"Das Schiff ist noch nicht im Hafen"

Nina Heithausen
26. Januar 2011, 11:07 Uhr

Einem schwachen Start folgte ein erfolgreicher Endspurt. Mit neuem Selbstvertrauen möchte Bezirksligist SuS 21 Oberhausen in die Rückrunde starten.

Eigentlich wollte der SuS 21 Oberhausen in dieser Spielzeit frühzeitig genügend Punkte für den Klassenerhalt einsammeln. Nun ist der Verein mit gerade einmal zwei Zählern Vorsprung auf einen Nichtabstiegsplatz in die Winterpause gegangen.

"Da geht das Selbstvertrauen natürlich in die Hose", kommentiert SuS-Coach Wolfgang Gräfen im Nachhinein den eher schwachen Saisonstart seines Teams. Mit einem mageren Punkt, einem erzielten Treffer und acht kassierten Gegentoren war der Spiel- und Sportverein nach fünf absolvierten Begegnungen bis auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht und stand damit schon frühzeitig mit dem Rücken zur Wand, als es am sechsten Spieltag zum damaligen Tabellen-Vorletzten Sportfreunde Katernberg ging. "Wir wussten, dass wir gewinnen mussten", erinnert sich der Trainer. Und dies gelang seinem Team auch. Ein Treffer von Philip Hollweg sicherte nicht nur den ersten dreifachen Punktgewinn der Saison, sondern brachte auch einiges an Selbstvertrauen zurück.

Goldener Oktober

Der Oktober verlief für die Mannschaft aus dem Oberhausener Osten dann im wahrsten Sinne des Wortes golden. Mit vier Siegen und einem Unentschieden aus den folgenden sieben Partien startete die Gräfen-Elf eine Serie, spielte 13 weitere Punkte ein und katapultierte sich damit vorerst auf einen Nichtabstiegsrang. Damit steht das Team zwar aktuell nicht auf dem vor Saisonbeginn angestrebten einstelligen Tabellenplatz, konnte sich aber wenigstens rechtzeitig vor Beginn der witterungsbedingt verfrühten Winterpause aus der direkten Gefahrenzone hieven.

"Die Hinrunde ist nicht optimal gelaufen", resümiert Gräfen, der mit einem dünn besetzten Kader von gerade einmal 14 Spielern in die Saison gestartet war. "Wir konnten aufgrund diverser Ausfälle über mehrere Wochen nicht mit der gleichen Mannschaft auflaufen", erklärt der Übungsleiter weiter und dankt dabei der vereinseigenen Zweitvertretung für deren Hilfe: "Wir hatten keine Alternativen, um die Lücken zu schließen und haben daher auf Spieler der zweiten Mannschaft zurückgegriffen."

Saisonziel bleibt unverändert

Das vor dem Saisonstart ausgegebene Ziel hat für den ehemaligen Trainer des SuS Haarzopf derweil weiterhin bestand: "Der neunte Platz wäre zufriedenstellend", möchte Gräfen dabei allerdings auch nicht zu hoch greifen und warnt aufgrund der recht engen Situation in der Liga: "Das Schiff ist noch nicht im Hafen." Jedoch, seine Mannen haben zuletzt als Drittplatzierter bei der Oberhausener Hallenstadtmeisterschaft weiteres Selbstvertrauen tanken können. Nicht nur deswegen, sondern gerade aufgrund des Verlaufs der bislang absolvierten Ligaspiele ist der Coach positiv gestimmt: "Wir waren bis auf das Spiel gegen Safakspor nicht schlechter als die anderen Mannschaften, sondern gleichwertig. Die Spiele sind unglücklich verlaufen. Wir haben teilweise in den letzten Minuten noch Tore kassiert."

Die Oberhausener haben während der spielfreien Winterzeit durchtrainiert. Alternativ ging es dabei zu den Übungseinheiten auch in die Halle. Nicht nur mit dem Training sondern ebenso mit den bereits gespielten Testpartien zeigt sich Gräfen dabei zufrieden: "Die Vorbereitung verläuft gut. Ich hoffe, dass wir uns da unten rausziehen können", ist der Trainer guter Dinge. Wohlwissend, dass dieses Unterfangen "ein schwerer Weg" werden wird, vertraut er seinen Jungs: "Ich weiß, was die Mannschaft kann."

Autor: Nina Heithausen

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