Nach dem Ausschluss von Germania Gladbeck und Arminia Ückendorf war das Schicksal dieser beiden Vereine natürlich auch ein Thema beim Staffeltag des Kreises.

Wirbel um Ausschlüsse

Gladbeck weg, Arminia zurück - mit Video!

10. Februar 2010, 21:53 Uhr

Nach dem Ausschluss von Germania Gladbeck und Arminia Ückendorf war das Schicksal dieser beiden Vereine natürlich auch ein Thema beim Staffeltag des Kreises.

Wie geht es mit den Klubs jetzt weiter? Was passiert im Fußballkreis Gelsenkirchen, dem die beiden Vereine angehören? Vor allem der Fall Ückendorf hatte im gesamten Kreis großen Unmut hervorgerufen. Zunächst schloss der Verband den C-Ligisten vom Spielbetrieb aus. Begründung: Schulden wurden nicht beglichen. Mitte Januar revidierte der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) sein Urteil dann, da die Arminia die Rückstände beglichen hatte. Im Kreis Gelsenkirchen löste das große Empörung aus (RS berichtete).
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/007/137-7436_preview.jpeg Ein Bild aus besseren Zeiten: Ückendorf beim Spiel gegen Teutonia Schalke.[/imgbox]
Auf dem Kreisstaffeltag kündigte Geschäftsführer Peter Schywek an, dass man sich dieses Vorgehen vom Verband nicht bieten lasse. Der Kreis wurde über die Wiederaufnahme des Vereins nicht informiert. "Man hat uns zu diesem Fall nicht angehört", ist Schywek sauer. "Dabei ist das in der Satzung vorgeschrieben." Die Gelsenkirchener fühlen sich hintergangen.

Trotz dieses Verfahrensfehlers soll Ückendorf wieder in die ursprüngliche Spielklasse eingegliedert werden und wieder am laufenden Spielbetrieb teilnehmen - so, als wäre nichts gewesen. "Wo sind wir hier eigentlich?", war der gesamte Kreisvorstand am Montagabend außer sich.

Und auch die anderen Vereine fühlen sich ungerecht behandelt. "Wenn das Beispiel Schule macht, dann brauchen wir keine offiziellen Staffelleiter mehr. Dann haben wir ja eh jede Woche einen neuen Spielplan", konnte Schywek nur mit dem Kopf schütteln.

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Der Kreis hat gegen den Beschluss einen Antrag auf sportgerichtliche Entscheidung gestellt, denn er will nicht, dass Arminia Ückendorf wieder am laufenden Spielbetrieb teilnimmt, das würde gegen die geltende Verordnung verstoßen. In der kommenden Woche entscheidet das Präsidium, ob dem Einspruch des Kreises stattgegeben wird oder ob der Antrag an die zuständige Spruchkammer weiter gegeben wird. "Es kann nicht sein, dass ein Verein, der einmal aus der Liga raus war, wieder in den laufenden Spielbetrieb eingreift", begründet Schywek den Einspruch.

Im Fall Germania Gladbeck gibt es von Seiten des Kreises aber nichts Neues. Ein Antrag auf eine sportrechtliche Klärung sei bisher nicht eingegangen, so dass eine Rückkehr in den laufenden Meisterschaftsbetrieb ausgeschlossen scheint. Die Frist zur Antragsstellung lief am Dienstag ab. Die Verantwortlichen sind bei dem ganzen Durcheinander schon fast ratlos. "Ich verstehe das nicht", sagt Geschäftsführer Schywek. "Gegen Ückendorf sollen wir spielen und hier dürfen wir nicht."

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