Nach der 1:3-Niederlage gegen den FC Bayern München hat sich Trainer Lorenz-Günther Köstner zur aktuellen Situation beim VfL Wolfsburg geäußert.

Köstner im Interview

"Haben Erfolge noch nicht verdient"

sid
07. Februar 2010, 12:46 Uhr

Nach der 1:3-Niederlage gegen den FC Bayern München hat sich Trainer Lorenz-Günther Köstner zur aktuellen Situation beim VfL Wolfsburg geäußert.

"Lorenz-Günther Köstner, der VfL Wolfsburg hat seinen Vorjahrescoup mit dem 5:1-Sieg gegen Bayern München nicht wiederholen können und stattdessen mit 1:3 die sechste Heimniederlage der Saison kassiert. Sind die Bayern besser oder die Wolfsburger schlechter geworden?"

"Da kommen viele Faktoren zusammen. Dass das Jahr nach so einem fantastischen Erfolg schwierig werden würde, war abzusehen. Durch die Misserfolge gegen Ende der Hinrunde hat sich eine Verunsicherung eingestellt, Selbstbewusstsein und Sicherheit fehlen."
"Nachgefragt: Sind Gegner wie Bayern München derzeit für Ihre Mannschaft eine Nummer zu groß?"

"In Spielen gegen derart starke Gegner haben wir es noch nicht wieder verdient, Erfolge zu feiern. Man hatte gegen die Bayern von Beginn an das Gefühl, dass es schwer wird. Die Überlegenheit des Gegners hat meinen Spielern sehr weh getan. Irgendwie war es ja auch bezeichnend, dass wir mit einem Eigentor und einem verschossenen Elfmeter dazu auch noch selbst beigetragen haben."
[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/012/760-13211_preview.jpeg Nur noch ein Schatten seiner selbst: Grafite (Foto: firo).[/imgbox]
"Das personifizierte Symbol der Wolfsburger Krise scheint Grafite zu sein. Wie können Sie dem letztjährigen Bundesliga-Torschützenkönig helfen, wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden?"

"Der Junge hat gegen die Bayern unglücklich gespielt und den Elfmeter nicht verwandelt. Ich hätte es mir leicht machen und ihn danach auswechseln können. Aber er hatte in der vergangenen Woche freiwillige Mehrarbeit im Training geleistet. Dass er in der letzten Minute doch noch zu seinem Tor gekommen ist, freut mich daher umso mehr."

"Ihr Spielmacher Zvjezdan Misimovic hingegen musste in der 72. Minute vorzeitig vom Platz und war darüber ziemlich frustriert. Gibt es da Konfliktpotenzial?"

"Vorab: Auch ich war früher meistens sauer, wenn ich nicht 90 Minuten durchspielen durfte. Grundsätzlich: Ich erwarte von jedem Spieler eine Trotzreaktion auf dem Platz und kein Gequatsche und keine Rederei."

Autor: sid

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