Was für eine Hinserie! Zehn Siege, 34 Punkte und Platz zwei - es ist so wie der wahre Ruhrpoet Thorsten Legat schrieb: „Felix Magath macht aus Sch...e Gold!“

S04: Hinrundenbilanz

"Magath macht aus Scheiße Gold!"

31. Dezember 2009, 12:57 Uhr

Was für eine Hinserie! Zehn Siege, 34 Punkte und Platz zwei - es ist so wie der wahre Ruhrpoet Thorsten Legat schrieb: „Felix Magath macht aus Sch...e Gold!“

Nach dem Megaflop Fred Rutten räumte der Meistermacher aus Wolfsburg in Gelsenkirchen ganz schnell auf und impfte der zuvor untrainierbar wirkenden Truppe sein Erfolgsgen ein. Und noch wichtiger: Das in der vergangenen Serie, die so voller Enttäuschungen war, zerrissene Verhältnis zwischen den Fans und ihren Lieblingen ist wieder bestens. Die Anhänger verzeihen der Mannschaft inzwischen sogar eine Niederlage wie gegen Wolfsburg, wenn nur das Engagement auf dem Platz stimmt.

Dafür sorgen nicht zuletzt die „jungen Wilden“, die der Sportdirektor ohne Rücksicht auf gestrandete Stars ins kalte Wasser der Bundesliga geworfen hat. Erst Christoph Moritz, dann Lukas Schmitz und Joel Matip, die Youngster hätten wohl unter Magaths Vorgängern nie eine Chance erhalten.

Doch der Mut des 56-Jährigen hat sich ausgezahlt, auch wenn Schalke spielerisch sicher noch nicht mit den Konkurrenten an der Spitze der Bundesliga mithalten kann. Das zeigten die Heimspiele gegen Wolfsburg, den HSV und Bayer Leverkusen, dennoch stand S04 an jedem Spieltag im oberen Tabellendrittel und traf in zehn Partien mindestens doppelt - nur den „Wölfen“ gelang das häufiger (13-mal).

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„Was wir bisher erreicht haben, ist fantastisch. Davon war wirklich nicht auszugehen“, staunt der Teammanager selbst ein wenig, wie gut es in seinem ersten Halbjahr in Gelsenkirchen läuft.

Die Stärke der Gelsenkirchener bleibt aber auch unter dem Offensivverfechter Magath die Abwehr. Schalke kassierte die wenigsten Gegentore (13, wie Leverkusen) und ist das einzige Team, das alle Spiele nach einer 1:0-Führung gewann (zehn) und nur eine der letzten elf Begegnungen (0:1 in M’gladbach am 14. Spieltag) verlor.

Weil das Team Schwierigkeiten hat, das Geschehen selbst zu bestimmen, sieht auch die Auswärtsbilanz besser aus als die Quote vor eigenem Publikum. In den neun Spielen in der Veltins-Arena konnten lediglich genauso viele Punkte wie in den acht Auswärtsspielen (je 17) eingefahren werden. In der Fremde ist Schalke somit das beste Team der Liga.

Dass es trotz der beeindruckenden Siegesserie vor der Winterpause nicht zum Platz an der Sonne reichte, hat sogar etwas Gutes: Die Herbstmeisterschaft hätte auf Schalke sicher wieder nur für wilde Fantasien von der Schale gesorgt ...

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