Die Saison ist jetzt schon gelungen

18.04.2018

Schalke-Kommentar

Die Saison ist jetzt schon gelungen

Foto: firo

Egal wie es gegen Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal läuft. Schalke kann auf diese Spielzeit stolz sein. Ein Kommentar.

Die Profis von Schalke 04 müssen den Spagat zwischen Spaß und Ernst gar nicht schaffen. Sie haben sich das Feiern aufgespart. Nach dem 2:0 im Bundesliga-Derby über Revier-Rivale Borussia Dortmund herrschte eineinhalb Stunden ausgelassene Stimmung im königsblauen Mannschaftslager. Danach schalteten Naldo, Goretzka, Kehrer & Co. auf Normalität um.

Selbst Sportdirektor Axel Schuster, der am nächsten Tag im Gegensatz zu den Derbyhelden nicht auf dem Trainingsplatz stehen musste, ließ reichlich Einladungen zu Derby-Siegesfeiern sausen. Keine Zeit für Party: Schließlich steht heute mit dem DFB-Pokal-Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt schon der nächste Kracher in der Veltins-Arena an.

Für Schalke 04 besitzt das K.o.-Spiel gegen Frankfurt einen besonders hohen Stellenwert. Nach dem man in der Vorsaison ins Mittelmaß abgerutscht war, hat sich das Team wieder zurück in die Erfolgsspur gekämpft. Platz zwei in der Bundesliga, die Teilnahme an der lukrativen Königsklasse fast in der Tasche, dazu einen Schritt vom Pokal-Endspiel in Berlin entfernt: Schalke kann stolz auf sich sein. Selbst wenn es Mittwoch-Abend gegen die Frankfurter schiefgehen sollte, ist die Saison schon jetzt gelungen. Der Sprung ins Endspiel wäre die Verzierung auf der Torte.

Auch beim DFB-Pokal-Spiel sollten Fußball-Ästheten, die Hacke, Spitze, Fallrückzieher bevorzugen, heute nicht ihr Fernsehgerät einschalten. Schalke gegen Frankfurt, das ist Arbeit, Leidenschaft, purer Wille und Energie. Mentalität gegen Mentalität – Nuancen werden entscheiden.

Schalke ist kein Team, das seine Gegner in Grund und Boden spielt. Aber Trainer Domenico Tedesco hat es geschafft, für ein neues Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen zu sorgen. Und dafür sind die Schalke-Fans in Deutschland dankbar. Ganz gleich, wie es heute ausgeht.

Autor: Thomas Tartemann

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