13.03.2018

1. FC Köln

Abstieg fast klar - der Kader-Check für Liga 2

Foto: firo

Nach dem 1:3 in Bremen ist der Abstieg für den 1. FC Köln kaum noch abzuwenden. Der Kadercheck für die 2. Liga. Wer geht, wer könnte bleiben.

Timo Horn: Starke Saison, auch wenn er gegen Stuttgart folgenschwer patzte. Er hat eine Ausstiegsklausel, die soll beim Abstieg bei neun Millionen Euro liegen. Ihn kann der FC nicht halten.

Sven Müller: Sein Vertrag läuft aus, fraglich, wie es mit ihm weiter geht.

Thomas Kessler: Er wird bleiben. Er ist der perfekte zweite Torwart, der Köln nicht mehr verlassen wird.

Dominique Heintz: Für zehn Millionen Euro soll er beim Abstieg gehen können. Ihm würde man - genau wie Jonas Hector - zutrauen, dass er sagt, er packt beim Wiederaufstieg mit an, auch wenn es Angebote geben wird.

Frederik Sörensen: Er spielt eine schwache Saison, ein Wechsel ist wahrscheinlich. Er hat einen guten Namen in Italien. In Köln immer engagiert, aber speziell auf der rechten Seite mit zu vielen Aussetzern.

Jorge Meré: Er kommt immer besser in Schwung. Man sieht mittlerweile, warum Jörg Schmadtke sieben Millionen Euro für ihn bezahlt hat. Köln muss alles versuchen ihn zu halten, auch wenn das nicht leicht sein wird.

Dominic Maroh: Sein Vertrag läuft aus. Stimmt es, dass Köln Union Berlins Toni Leistner im Blick hat, dürfte der Vertrag des Routiniers nicht verlängert werden. Dabei braucht eine Mannschaft in Liga zwei Typen wie Maroh.

Joao Quéiros: 3,5 Millionen hat der FC für ihn bezahlt, dabei hatte er noch kein Spiel im Seniorenbereich absolviert. Bisher ein Missverständnis, das im Sommer beendet werden dürfte.

Yann Aurel Bisseck: Er spielt derzeit für die U19 der Kölner und dürfte sich im Kader in Liga zwei einen Platz sichern.

Jonas Hector: Siehe Heintz. Wenn ein Spieler das Zeug hat zu sagen, er bleibt auch in Liga zwei, dann er. Leader, vielleicht Weltmeister im Sommer, im Fall des Abstiegs für nur acht Millionen Euro zu haben. Trotzdem geht Köln nicht chancenlos in das Rennen um den Linksverteidiger, der bisher seine schwächste Saison im Kölner Trikot spielt, zudem lange verletzt war.

Jannes Horn: Er wirkt unzufrieden in Köln. Vor allem seit dem Winter, als ihm ein Wechsel zu RB Leipzig verbaut wurde. Bleibt Hector, wird er gehen. Aber auch ohne einen Hector-Verbleib ist seine Zukunft in Köln fraglich. Kommt ein Angebot in Höhe der sieben Millionen, die der FC an Wolfsburg bezahlt hat, dürfte er im Sommer weg sein.

Tim Handwerker: Kam ablösefrei aus Leverkusen, war ein Lichtblick in der Hinrunde, wenn er mal eingewechselt wurde. Jetzt kaum im Kader und nur bei der U21 zu finden. Seine Zukunft ist völlig offen.

Birk Risa: Er soll wie Bisseck langsam an die Profis ran geführt werden. Seine Flexibilität ist sein Plus, er kann quasi jede Position spielen.

Lukas Klünter: Der Verlierer der letzten Wochen. Defensiv hat er große Schwächen, im rechten Mittelfeld war er besser aufgehoben. Aber nicht konstant, daher seit Wochen nicht im Kader. In Liga zwei dürfte er wichtig werden.

Pawel Olkowski: Ohne Chance auf Einsätze, er muss und wird im Sommer wechseln.

Matthias Lehmann: Sein Vertrag wurde überraschend bis 2019 verlängert, daher wird er auch bleiben. Kann mit seiner Erfahrung helfen, allerdings nur als Ergänzungsspieler.

Vincent Koziello: Er soll der Fixpunkt im Mittelfeld werden. Zeigte zuletzt, dass er die spielerische Klasse hat, um dem FC-Spiel in Liga zwei seinen Stempel aufzudrücken. Kam mit der klaren Ansage im Winter, auch im Falle des Abstiegs zu bleiben.

Marco Höger: Er spielt auch eine schwache Saison. Zuletzt wieder Stammspieler, in Liga zwei sicher ein ganz wichtiger Spieler, wobei das Mittelfeld mit Koziello, Nartey und Özcan schon jung und stark besetzt ist. Er soll eine Ausstiegsklausel besitzen. Aber es ist fraglich, ob ein Erstligist kommt und eine Ablöse für ihn bezahlt.

Milos Jojic: Zu langsam für die Außen, im Zentrum kommt er an den Spielern nicht vorbei, die da sind. Ein Wechsel wäre für beide Seiten sinnvoll.

Salih Özcan: Ihm soll die Zukunft gehören, wirkte zuletzt überspielt, weil er immer ran musste. Zusammen mit Koziello und Nartey soll er das Spiel der Kölner prägen. In der Theorie möglich, in der Praxis muss er nun den nächsten Schritt gehen.

Nikolas Nartey: Kam mit 16 Jahren aus Dänemark und galt als großes Talent. Wartet aber immer noch auf den Durchbruch, zuletzt sammelte er Praxis in der U21. Kämpfte immer wieder mit Verletzungen. Bleibt er über einen längeren Zeitraum fit, kann und muss er in Liga zwei endlich durchstarten.

Chris Führich: Das Talent, das aus Oberhausen kam. Als 13 Spieler ausfielen, warf ihn Trainer Stefan Ruthenbeck rein. Er hat seine Sache gut gemacht, spielt dennoch in der Rückrunde nur für die U21. Im Sommer könnte er einen Platz im Profikader bekommen.

Anas Ouahim: Er dürfte es schwer haben, sich auf den Außenpositionen einen Platz zu erobern.

Leonardo Bittencourt: Er hat so viel Potential, aber noch mehr Probleme mit Verletzungen. War gefühlt nie über mehr als fünf Wochen gesund. Er hat einen Markt, Köln sollte dennoch alles versuchen, um ihn zu halten. Denn nach der Saison dürfte er keine großen Angebote bekommen, da kann der FC konkurrieren.

Marcel Risse: Mehr Pech hatte in den letzten Jahren keiner. War lange verletzt. Er wird bleiben und wenn er gesund bleibt, dann ist er ein Fixpunkt im Kader der Kölner.

Christian Clemens: Offenbar fehlt ihm die Klasse, um sich dauerhaft in Liga eine zu behaupten. Wenn Risse und Bittencourt bleiben sollten, muss er wechseln und etwas Neues versuchen.

Jhon Cordoba: 17 Millionen Euro bezahlte Köln für ihn. Da kann der Stürmer nichts für, aber an dieser Bürde scheint er zu scheitern. Kein Ligator, dementsprechend gibt es auch keinen Markt für ihn, wo man nur im Ansatz diese Summe erzielen könnte. Daher scheint es so, dass er bleiben muss, soll der Angreifer nicht zum größten Millionen-Irrtum der FC-Geschichte werden.

Sehrou Guirassy: Auch er hat immer wieder Verletzungssorgen. Deutete sein Potential an, allerdings fiel er noch mehr durch das Auslassen bester Möglichkeiten auf. Bleibt Cordoba, wird er gehen, denn zu viele Stürmer dieser Preiskategorie kann sich Köln nicht erlauben.

Simon Terodde: Kam im Winter als Vorgriff auf einen möglichen Abstieg. Auf seine Tore in Liga 2 setzt der Verein.

Simon Zoller: Vertrag bis 2020. Seine Zukunft ist offen, in der ersten Liga gehört er nicht mehr zum Stamm, auch er hat nie bewiesen, ein konstant agierender Bundesligaspieler zu sein. Auch in Liga zwei bei dem vermutlichen Kader der Kölner eher nur ein Ergänzungsspieler.

Claudio Pizarro: Sein Vertrag läuft aus, er wird den Verein verlassen.

Yuya Osako: Viel zu selten kann er das auf den Platz bringen, was ihm im Training nachgesagt wird. Funktionierte an der Seite von Anthony Modeste, ansonsten mit viel zu viel Schatten. Er ist ein Wechsel-Kandidat, der einen mittleren einstelligen Millionenbetrag einbringen könnte.

Autor: Christian Brausch

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