Kreisliga C

TuS Harpen III startet Rekordversuch

Foto: Dietmar Wäsche

Am Sonntag will der Kreisligist TuS Harpen III einen deutschlandweiten Zuschauerrekord für ein Spiel einer dritten Mannschaft aufstellen und bittet alle Fußball-Fans um Unterstützung. Los geht es um 17 Uhr gegen den Tabellendritten SV Teutonia Riemke.

„Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, die dritte Mannschaft in den Fokus zu rücken, da diese ja immer eher im Hintergrund steht. Wir wollen möglichst viele Zuschauer zu uns holen und dann den Rekord aufstellen“, zeigt sich Oliver Drohn motiviert. Der 46-jährige war bis zur letzten Saison selbst noch als Spieler bei TuS Harpen aktiv und hat die Aktion ins Leben gerufen. 


Da er „gefühlt 400 Kreisliga-Spiele“ auf dem Buckel hat, liegt ihm diese Aktion besonders am Herzen: „Am Sonntag wird eine puristische Kreisliga-Atmosphäre bei uns herrschen. Die Kommerzialisierung lassen wir zu Hause“, ist Drohn überzeugt.

Auf die Idee kam er durch den „Tag der Amateure“, der vom Magazin „11Freunde“ ausgerufen wird. An diesem Tag werden alle Fans dazu aufgefordert, ihren Lokalverein zu unterstützen. „Für diesen Tag wollten wir etwas Besonderes machen. Da sind wir auf die Idee mit dem Zuschauerrekord gekommen“, erzählt Drohn.

Tatkräftige Unterstützung erfährt die Aktion durch den Radiosender „1Live“ und Reporter Daniel Danger. Bis Sonntag werden die Hörer täglich mehrmals dazu aufgefordert, sich am Rekordversuch zu beteiligen. Außerdem managt Danger ab sofort den Verein und wird auch eine Trainingseinheit besuchen. Für seine ersten Versuche als Fußball-Manager bekommt der Reporter auch Unterstützung - und das von keinem geringeren als Kult-Trainer Peter Neururer. Für weitere Öffentlichkeit sorgt RevierSport-Kooperationspartner soccerwatch.tv, der die Partie live übertagen wird. 

„Wir erwarten mindestens Tausend Zuschauer. Vierstellig muss es schon sein“, hofft Drohn. Und damit die Gäste auch etwas geboten bekommen, werden in Bochum einige Geschütze aufgefahren: Neben Einlaufkindern und einer Einlaufhymne wird es einen separaten Gästeblock geben. „Alles ganz professionell, damit Bundesliga-Atmosphäre herrscht“, schmunzelt Drohn - ohne dabei den ganz speziellen Charme der Kreisliga zu vernachlässigen. 

Autorin: Charmaine Fischer

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