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WL 2: SFO - TuS EN 1:2
Ennepetal klettert mit Mühe auf Platz drei

WL 2: Ennepetal nach 2:1-Sieg vorübergehend Dritter

Als Momentaufnahme lässt es sich gar nicht so schlecht an: Mit dem 2:1-Erfolg am Freitagabend schob sich der TuS Ennepetal in der Westfalenliga 2 auf Rang drei.

Bei den Sportfreunden Oestrich-Iserlohn taten sich die Blau-Weißen aber schwer. Erst eine gute Viertelstunde vor Schluss platzte der Knoten. Mit einem Schuss aus 22 Metern überwand der ehemalige Wattenscheider Timo Erdmann Oestrichs Torwart André Lindenblatt. Ein erfolgreich abgeschlossenes Solo von Anas Chaoui brachte die Hausherren aber wieder ins Spiel (82.). Doch kaum hatten die Iserlohner zu Ende gejubelt, hatte Abdullah El Youbari schon wieder für die Gäste getroffen: Eine Flanke von Sascha Schnecker knallte er unhaltbar in die Oestricher Maschen (84.).

Oestrich: Lindenblatt – Salvo, Günes (80. Radtke), Hofmann, Jeger - Akpaba, Kaya - Tupalla (80. Anicito), Chaoui (85. Akdeniz), Kunkel - Beier. Ennepetal: Schulz - Schnecker (90. Polo), Sobotzki, Stojkoski, Yigit - Niggeloh, Kahn - Erdmann, El Youbari (90. Grütter) - Ropkas, Winczura (83. Weiß). Schiedsrichter: Alexander Kleff (Dortmund). Tore: 0:1 Erdmann (74.), 1:1 Chaoui (82.), 1:2 El Youbari (84.). Zuschauer: 200.

„Vielleicht wollte Oestrich in der Schlussphase wirklich zu viel“, rätselte Helge Martin, der seine Mannschaft etwas defensiver ausgerichtet hatte („Wir wollten sicherer stehen als gegen Brünninghausen“). Mit dem Ergebnis war der 51-Jährige weit eher einverstanden als mit der spielerischen Leistung. „Oestrich war richtig gut und unter dem Strich war der Dreier etwas glücklich. Es war ein sogenannter ‚dreckiger Sieg‘, über die sich unser Sportlicher Leiter Thomas Riedel ja immer besonders freut. Wie wir uns nach dem 1:0 aber noch einmal selbst in Schwierigkeiten bringen, ist mir unerklärlich.“ Aber schließlich sei es ja auch ein „Qualitätsmerkmal“ Tore zu erzielen – und somit wusste Martin die Qualität, sprich individuelle Klasse auf seiner Seite: Wieder einmal sorgten die oftmals herausragenden Akteure Erdmann und El Youbari für die Entscheidung.

Apropos Leistungsträger: Gegenüber Tim Langenbach musste kurzfristig auf Kapitän Dennis Burgio verzichten, der sich mit einer Magen-Darm-Grippe abgemeldet hatte. „Ich würde fast davon sprechen, dass Ennepetal mit einem Punkt gut bedient gewesen wäre“, haderte der SFO-Coach vor allem mit der eigenen Chancenauswertung. „Wir haben nicht nur nach zehn Minuten die Chance durch Nik Kunkel mit 1:0 in Führung zu gehen, sondern danach auch mehr für das Spiel getan. Schon in der ersten Halbzeit, im zweiten Durchgang erst Recht.“

Der Auftritt an sich mache ihm Mut, allein die Durchschlagskraft habe jedoch wieder einmal gefehlt. „Uns fehlt die Zielstrebigkeit. Wir machen das 1:0 einfach nicht“, meinte Langenbach und ärgerte sich über die zuletzt schmale Ausbeute im heimischen Schleddestadion: „Gegen Olpe und Ennepetal hätten wir sechs Punkte holen können, es ist aber nur einer geworden. Also dümpeln wir weiter da unten rum.“

Ein Hoffnungsträger könnte aber der Torschütze Anas Chaoui sein, Langenbach: „Anas ist ja eigentlich schon seit drei Jahren bei uns, stand aus zeitlichen Gründen aber meist nur im Kader der zweiten Mannschaft. Wenn er das beruflich auf die Reihe kriegt, kann er uns auf jeden Fall weiterhelfen, das Potenzial dazu hat er.“

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