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Randale in Münster
Preußen-Präsident bezieht auch Stellung

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Randale in Münster: Preußen-Präsident bezieht auch Stellung
Foto: Thorsten Tillmann

Nach den Ausschreitungen beim Spiel des SCP gegen RWE im Stadion an der Hammer Straße hat nun auch der SCP-Präsident Stellung zu den Vorfällen bezogen.

Sowohl in Münster als auch Essen war die Vorfreude auf das Spitzenspiel der Regionalliga West zwischen den Preußen und Rot-Weiss riesengroß. In nur wenigen Stunden waren alle 7500 zur Verfügung stehenden Karten verkauft worden. Leider, so muss man es an dieser Stelle betonen, gerieten auch einige Eintrittskarten in die falschen Hände. In die Hände von Hooligans.


Die Polizei machte in ihrem Bericht nach den Krawallen in Münster rund 200 RWE- und 120 SCP-Problemfans aus.

Als Verein versprechen wir, dass wir alles tun werden, um die Hintergründe und die konkreten Abläufe dieser Eskalation aufzuklären und im Notfall die notwendigen Konsequenzen daraus ziehen werden.

Christoph Strässer, Preußens Präsident

Nachdem sich Rot-Weiss Essen in einer offiziellen Vereinsmitteilung zu den Ausschreitungen äußerte, hat dies nun auch Preußen Münster via Facebook getan.

"Das mitanzusehen war schlimm und hat nichts, wirklich gar nichts in einem Fußballstadion oder anderswo zu suchen. Das hat mit Sport nichts zu tun. Im Namen des SC Preußen möchte ich allen Betroffenen unsere Anteilnahme aussprechen und den Opfern der Gewalt eine gute Besserung wünschen", erklärt Vereinspräsident Christoph Strässer, der am Dienstagabend selbst Augenzeuge war: "Als Verein versprechen wir, dass wir alles tun werden, um die Hintergründe und die konkreten Abläufe dieser Eskalation aufzuklären und im Notfall die notwendigen Konsequenzen daraus ziehen werden. Jetzt müssen wir aber zunächst die Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen abwarten, wollen aber in der Zwischenzeit den verletzten Personen auch persönlich unsere Anteilnahme aussprechen."

Der SCP betonte in der Facebook-Mitteilung, dass auch die Verantwortlichen von Rot-Weiss Essen die Szenen nach Spielschluss aufs Härteste verurteilten und sich bereits auf offizieller Ebene beim SC Preußen Münster entschuldigt haben.

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KOMMENTARE

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Moses 2021-09-15 21:32:39 Uhr
Die Frage nach dem Sicherheitskonzept bei einem Brisanzspiel gilt es zu beantworten.
Wenn man die YouTube Videos sieht kann man das einfach nicht glauben, wie einfach die Münsteraner aus ihrem Block bis zum Essener Block kommen konnten. Die Lager dann nur von einer Handvoll Ordner und einem Zäunchen getrennt. Das einfach nur amateurhaft. In Münster glauben sie auch an den Weihnachtsmann. Gute Besserung allen dabei unschuldig Verletzten.
Da kommt aus dem Kopfschütteln nicht heraus.
Moses 2021-09-15 21:53:30 Uhr
[url]https?://www.youtube.com/watch?v=65 YIso0d2mk[/url]

Es sieht so aus als seien die Münsteraner Provokateure , ca. 150 Personen einfach aus der Kurve und durch die nach Spielschluss geöffneten Tore der Gegengeraden direkt wieder rein und bis zur Essener Kurve spaziert. Das ist einfach unfassbar. Vor dem Zaun in der Gästekurve ist aber ein Flatterband, na immerhin…Sorry, aber wie gesagt, das ist einfach nur stümperhaft.
Oldschool 2021-09-15 22:17:54 Uhr
Absolut nichtssagend von Münster, aber wen wundert's.
Dann müsste man ja eigenes Fehlverhalten zugeben.
Absolut amateurhaft, was sich Münster mit seinem Sicherheitskonzept da geleistet hat
nämlich 2021-09-15 22:47:07 Uhr
Vierzig Jahre meines Lebens gehören Rot-Weiss Essen...
da muss jetzt mal was raus:
1. Alles Gute jedem unschuldig Geschädigten! Gute Besserung den Verletzten!
2. Jedem verschuldet Geschädigten meine Häme, Du Weichbirne! Wehe Du bist auch noch so ehrenlos und gehst zum Arzt und belastest die Sozialabgebenden!
3. Den Vereinen Preußen Münster und Rot-Weiss Essen wünsche ich einen möglichst geringen wirtschaftlichen Schaden, der Imageschaden dürfte auf Essener Seite kaum noch abzufangen sein.
4. Es sind keine RWE FANS für dieses Debakel hauptverantwortlich. Im Gegensatz zu 2002, wo definitiv RWE-Anhänger die Gewalt ausgelöst haben, waren auf dem veröffentlichtem Filmmaterial erkennbar schwarz gekleidete Gewalttouristen die Auslöser. Genau wie im Niederrheinpokalfinale gegen MSV Duisburg und anderen, bei YouTube von organisierten Vollidioten gefeierten Fussball-Events.
5. Der Verein Rot-Weiss Essen gerät leider immer wieder in den Fokus dieser Gewalttouristen, da trotz Viertligastrukturen im Bereich aller sicherheitsrelevanten Instanzen, eine bundesweite Aufmerksamkeit zumindest punktuell garantiert ist. Dennoch:
6. Zur Gänze unschuldig sind weder Verein noch wir echte Fans. Wir sind uns des Problems bewusst, aber wir verteidigen uns nicht.
Möglich, dass personalisiertes Ticketing ein Tool ist, aber, um es politisch auszudrücken, wir sind Reguläre und diese Gewalthirnzombies sind Irreguläre. Und diese schlägt man nicht mit symmetrischen Waffen, sondern im Idealfall mir ihren eigenen.
Nutzen wir doch endlich die für einen Viertligisten unnormale Wahrnehmung für uns und demonstrieren immer (nicht nur bei Highlight-Spielen) für Fankultur und friedliche sportliche Auseinandersetzung. Dies bedeutet nicht das Ende der unglaublich geilen Stimmung, für die RWE Fans schon immer in Deutschland bekannt waren und sind! Auch der Verein könnte in diesem Bereich mehr tun! Aber da nutzen keine Standard-Statements.
"Für einen guten Ruf musst Du ein paar Jahre arbeiten, für einen schlechten Ruf ein paar Tage."
7. Es ist noch etwas Zeit bis zum nächsten Spiel gegen S04 II.
Ein weithin sichtbares Zeichen der RWE-FANszene gegen jedwede Gewalt, bzw. ein klares Statement dieser Vereinnahmung durch Gewaltminihirnvollzonks keinen Zentimeter mehr zu gewähren, wäre eine Wohltat für alle Essener und wahrscheinlich auch für viele andere Sportfreunde in ganz Deutschland, die eigentlich Bock auf einen Verein wie Rot-Weiss Essen haben.



P.S.: Rivalität - ja...Gegner im Stadion ein bißchen beschimpfen - ja...in Foren ein bißchen pöbeln - ja...geile Choreos - natürlich ja...Gewalt - NEIN!!!
12.Mann v. Kleeblatt 2021-09-15 22:55:10 Uhr
"... die Verantwortlichen von Rot-Weiss Essen die Szenen verurteilten und sich bereits auf offizieller Ebene beim SC Preußen Münster entschuldigt haben. "
Soso, geht das so in Eßen ?
Selbstständiges Entschulden und bei Katholen dann noch zweimal das Vater unser ?
Ist es in Deutschland nicht mehr üblich, um eine Entschuldigung zu bitten und auf die offizielle Annahme zu warten ?
e8fxu
PreußenTom 2021-09-15 23:05:29 Uhr
Ich muss schon sagen, dass sich wohl nicht geziemt, dass sich RWE als Opfer präsentiert. Ich habe nun alles verfügbare Material gesichtet und nicht erkennen können, dass da 150 Preußenfans in Richtung des Pufferblocks begeben haben. Allenfalls kam eine gewisse Anzahl lediglich bis Block L, der aber durch den Fernsehturm und dem Block K vom Pufferblock getrennt ist.
Vielleicht mal an die Unwissenden in Sachen Preußenstadion. Die beiden Blöcke L und K auf der Gegengeraden sind nur über einen Zugang vom Haupteingang erreichbar. Da der hintere Block K nur über das ehemalige Marathontor aus dem Block L erreichbar ist, müssten die Preußenfans erst aus der eigenen Kurve vorbei an den Ordner in diese beiden Blöcke gelangt sein.
Die Bewegungen auf den Videos zeigen aber nur die Essener Fans, die zwei Tore des Pufferblocks mit Gewalt durchbrechen und dann über den K-Block und das Marathontor über Block L in die Richtung der Ostkurve der Heimfans rennen. Von 150 Personen die den umgekehrten Weg nehmen habe ich nicht wirklich etwas gesehen.
Auch am Übergang des Marathontors gibt es zwei Stahltore, die wie gesagt aber offen bleiben müssen weil es keinen anderen Zugang gibt.
Welche Frage nach dem Sicherheitskonzept sollte denn beantwortet werden? Die Zuwegungen zwischen den Heim- und Gästefans ist strikt getrennt. Selbst die hinter der Westkurve wohnenden Anwohner durften nicht den direkten Weg zu ihren Wohnungen nehmen und mussten einen größeren Umweg fahren. Auf der normalen Zuwegung ist die Straße neben Gittern auch durch Polizeiwagen abgesperrt. Hätten Polizeibeamte innerhalb des Pufferblockes, der neben den zwei Stahltoren auch noch durch Sichtblenden die Fanlager trennt, sich platzieren sollen. Das ist nach viel Kritik aus den Fanorganisationen im Land NRW mittlerweile so nicht mehr vorgesehen. Die Polizei will sich deeskalierend zeigen. Die Präsenz im Stadion hätte die ohnehin schon aufgeheizte Atmosphäre noch mehr zum kochen gebracht.
Die Zäunchen die hier angesprochen werden sind massive Stahlzäune und massive Stahltore. Das ganze ist sogar doppelt vorhanden. Wer das Stadion nicht kennt, sollte sich mit solchen Äußerungen doch etwas zurückhalten.
Und man sollte nicht den Fehler machen, hier die Ursache und die Wirkung zu verwechseln. In allen Stellungnahmen, die von RWE, vom SCP, der Polizei und dem Ordnungsdiensten ist die Gewalt eindeutig vom RWE-Block ausgegangen. Es mag durchaus verbale Provokationen von Preußenfans gegeben haben, die sind nicht schön und heizen die Hitzköpfe sicherlich an. Aber sie rechtfertigen es nicht, mit Gewalt durch zwei Stahltore zu brechen, dann über hundert Meter durch zwei Blöcke zu rennen und hierbei unschuldige Ordner und andere Passanten dabei zu verletzen. Dieses kann durch keine noch so argumentativ geführte Aussage gerechtfertigt werden. Der Rentner liegt immer noch verletzt im Krankenhaus. Zwei Menschen mussten notärztlich versorgt werden, vier Personen wurden schwerer verletzt und insgesamt gab es 30 Verletzte, die im Stadion versorgt werden mussten. Darunter viele Ordner, aber auch eine Mitarbeiterin von RWE.
Wenn Anhänger meines Vereins sich derartig brutal verhalten hätte, würde ich kein Pardon kennen und sie die volle Härte des Gesetzes spüren lassen. In keinem Fall würde ich aber nach Ausflüchten suchen, um nur Ansatzweise diese Taten nachvollziehen zu können. Für dieses Gewaltverhalten gibt es in keinem Winkel unserer Gesellschaft nur einen Millimeter Platz.
Wenn hier zudem nach dem Sicherheitskonzept gefragt wird, gebe ich die Frage gerne an RWE zurück. Wie kann es sein, dass bei 800 zugesandten Karten 200Tickets an gewaltbereite Anhänger verkauft werden, die zum Teil in Essen sogar mit einem Stadionverbot belegt sein sollen. Welche Kontrolle hat hier der Verein RWE walten lassen, 25% der Tickets an solche Typen zu verkaufen? Ich denke viele vernünftige Anhänger von RWE hätten gerne eine Eintrittskarte erwerben wollen.
Als letztes möchte ich noch die Planer des Spieltages mit ins Boot nehmen. Jeder hier weiß, dass dieses Spiel ein Hochrisikospiel ist. Warum findet das unter der Woche bei Dunkelheit statt? Gerade in der Dunkelheit sind viele Dinge erst viel später zu erkennen. Warum wurde im Vorfeld bei der Erstellung des Spielplans nicht von der mitarbeitenden Polizei von vorneherein gestoppt? Auch diese Frage gilt es nun zu klären.
Trotzdem bleibt es dabei. Gewalt ist ein no go und kann durch nichts gerechtfertigt werden.
lapofgods 2021-09-15 23:44:10 Uhr
"Ich muss schon sagen, dass sich wohl nicht geziemt, dass sich RWE als Opfer präsentiert. "

Die sind immer Opfer. Die wurden schon 1907 als 1. Opferclub Vogelheim gegründet und beklagen seitdem das Unglück was ihnen garstige Dunkelmänner fortwährend zufügen um den ihnen gebührenden Platz an der Sonne zu verhindern. Ihre Tradition.
Moses 2021-09-16 00:09:30 Uhr
@Tom: danke für deinen Beitrag. Ich kann die Organisation der Kartenverteilung auch nicht nachvollziehen. Mitglieder, Fanclubs, DK-Inhaber first und dieser Mob hätte zumindest in der Größe nicht stattgefunden. Da hast du absolut recht.
Das Sicherheitskonzept finde dennoch sehr fragwürdig, das ist m.E. auch eindeutig zu sehen. Innerhalb der Stadien kommt so etwas eigentlich nie mehr vor, bzw. darf nicht vorkommen ohne das da Fehler gemacht wurden. Wir sind nicht mehr in den 90érn. Zudem ist nach meinem Ermessen die Bewegung auf der Tribüne auf flüchtende Münsteraner Provokateure zurückzuführen, die nach dem Durchbruch die Beine in die Hand nehmen. Sie sind auch einfach in den Raum der Tribüne gelangt, nämlich durch die offenen Tore, ebenso wie sie auch flüchten.
Das soll aber keinesfalls eine Rechtfertung bedeuten. Das Ganze ist absolut intolerabel und Straftäter werden hoffentlich zur Rechenschaft gezogen.
PreußenTom 2021-09-16 00:36:09 Uhr
Noch eine Ergänzung, was das Stadion entspricht. Mit dem Aufstieg 2011 in die 3. Liga musste das gesamte Stadion in Blöcke eingeteilt werden. Die Zugänge zu den Blöcken wird von Ordnern kontrolliert. Zwischen den Blöcken K und L, die über den selben Zugang verfügen, sind die Blöcke M, N und O die sich allesamt in der Kurve befinden mittels eines Zauns getrennt.
Es ist nur sehr schwer vorstellbar, das die Ordner Preußenfans durch das offene Tor aus den Blöcken der Kurve in die Blöcke K und L gelassen haben sollen. Von hier aus hätten sich dann die Preußenfans über die vollständige Gegengerade bis zum Pufferblock begeben müssen. Die Ordner verlassen ihre Posten im Regelfall erst dann, wenn das Stadion leer ist. Man wird als Fan sogar herauskomplementiert, wenn es denen nicht schnell genug geht. Und all diese Ordner sollen die 120 Problemfans der Preußen umgangen haben? Recht unwahrscheinlich.
Es gibt Bilder auf denen zu sehen ist, dass sich zwei oder drei Ordner im Pufferblock darum bemühen, dass Stahltor geschlossen zu halten. Von Preußenfans ist da nichts zu sehen. Ich gebe aber zu, dass es nicht gänzlich auszuschließen ist. Die Angewohnheit dieser Hools ist es, stetig schwarze Kleidung zu tragen. Da fällt es sehr schwer, die beiden Gruppen auseinander zu halten.
Das Preußenstadion ist in weiten Teilen ein Stadion noch aus dem Eröffnungsjahr 1926. Moderne Stadien bieten heute eine ganz andere Bauweise auf. Da kann es nicht mehr so ohne weiteres zu solchen Szenarien kommen. Obwohl Sicherungsmaßnahmen vorhanden sind, können die aber auch nur bedingt einer bestimmten Gewalteinwirkung widerstehen. Und ist dieser Widerstand einmal überwunden, spielt leider diese alte Bauweise den Gewalttätern in die Karten.
Anfang des nächsten Jahres soll die heutige Westkurve abgerissen werden. Für den Übergang soll dann in Teilen der heutige K-Block zum Gästeblock umgebaut werden. Dafür werden sogar zwei neue Treppenanlagen nach hinten heraus neu gebaut. Eine Treppe ist für die Gästefans bestimmt, die andere ist als Notausgang für die Heimfans geplant. Nach und nach sollen dann alle alten Tribünen abgerissen und durch neue ersetzt werden. Bis das aber in Gänze umgesetzt sein wird, werden noch einige Jahre vergehen. Aber danach ist ein Rundgang durch das Stadion nach der illegalen Überwindung der Sperranlagen nicht mehr möglich.
Pfeifendlichab 2021-09-16 01:00:23 Uhr
Hi PreußenTom,

besten Dank für die internen Einblicke in das Preussen-Stadion! Jetzt kann man einiges besser verstehen.

Das gemeinsame Ziel sollte sein, Idioten in Fußballstadien zu ächten - und zwar vereinsübergreifend. Diesen geistlosen Mob braucht niemand.

Beste Grüße
hahohe 2021-09-16 08:48:25 Uhr
Sie winden sich wie die Aale......
und leben in der Tradition der Messerwerfer auf Sepp Maier.....
Anton Leopold 2021-09-16 08:50:07 Uhr
Auch von mir ein Dankeschön an PreußenTom. Du hebst Dich mit Deiner sehr sachlichen Art deutlich von anderen "Vertretern" Deines Vereins ab.

Die Mittel gegen diese Kriminellen vorzugehen, stehen heute zur Verfügung, anders als früher.

Dabei darf man sich nicht nur auf die Strafverfolgung und polizei- und ordnungsrechtliche Maßnahmen beschränken.

Die Vereine sind nicht hilflos.

Zunächst sollten alle Täter identifiziert werden. Das ist aufgrund der zur Verfügung stehenden Bilder möglich. Diese Täter sollten sofort Hausverbot bekommen. Nach Abschluss der polizeilichen und staatsanwaltlichen Ermittlungen sollte das bundesweite Stadionverbot angestrebt werden.

Jeder Verein kann seine eigene schwarze Liste führen, denn das eigene Recht zum Hausverbot ist sehr weitgehend. Dies wird auch nötig sein, wenn Bremer, Dortmunder, Ahlener und wer weiß noch sich in eine Essener Fangruppe einsortieren um mit Essener Kriminellen gemeinsam Straftaten zu begehen.

Die Personalisierung der Karten war, ist und bleibt ein zweischneidiges Schwert. Einerseits praktisch, andererseits rechtlich.

FIFA und UEFA gingen hier vor 15 Jahren voran. Wenn ihr Euch erinnert, konnten für die WM 2006 nur Karten beim Verband bestellt werden. Nach Abgleich der Daten mit den internationalen Dateien zu "Gewalttäter Sport" bekam man mit Glück eine Karte zugelost, Südkorea gegen Togo in meinem Fall. Diese war mit dem vollen Namen bedruckt. Rechtlich war die Karte damals als Namenspapier ausgestaltet. Bei Namenspapieren folgt "das Recht am Papier" gemäß § 952 BGB dem "Recht aus dem Papier". Das heißt: Das Recht aus dem Ticket auf Teilnahme an der Veranstaltung, Miete des Sitzplatzes, Toilettenbenutzung musste abgetreten werden. Diese Abtretung stand unter dem Erlaubnisvorbehalt der FIFA. Man musste im Falle der Übertragung gemeinsam ins FIFA-Büro gehen (waren bei uns Container an öffentlichen Plätzen) und die FIFA musste der Abtretung zustimmen - so kam ich an meine Karte Deutschland gegen Polen in Dortmund.
In der Praxis, das fiel mir gleich auf, kontrollierte am Eingang keiner die Personalien - eine echte Sicherheitslücke.

Das Modell der personalisierten Karten mit Genehmigungsvorbehalt im Falle der Abtretung ließe sich, was die praktischen Probleme angeht, im Zeitalter der Digitalisierung in den Griff bekommen. Rechtliche Probleme, hier ist noch viel umstritten, müssten in Zusammenarbeit mit den Verbänden ausgeräumt werden.

Es ist leider wie mit allen Dingen: Weil sich einige nicht benehmen können, wird die Freiheit anderer eingeschränkt.
Anton Leopold 2021-09-16 08:51:10 Uhr
klick....klick......klick......
schutzschwalbe 2021-09-16 08:56:09 Uhr
Prima - ein wie immer inhaltlich toller Beitrag von lapofgods.
Und wenn sich RWE bei Preußen Münster entschuldigt hat, ist das zunächst Angelegenheit dieser beiden. Dritte Korinthenkacker dürfen aber selbstverständlich ihre pseudoschlauen Ansichten zum Besten geben.
Klaus Thaler 2021-09-16 09:10:51 Uhr
Nach den beiden inhaltlich tollen Beiträgen von lapofputz und hahohlhe, nun meiner:

hahohe SUPER RWE
Anton Leopold 2021-09-16 09:21:20 Uhr
schutzschwalbe
LOG wird von Anhängern seines Vereins behandelt wie der feuchte Kehricht, und zwar sogar dann wenn LOG einmal nicht log. ;-).

Einfach ignorieren. Die Beiträge ähneln sich ja auch sehr. Sie folgen einem simplen Muster:

Ausgangspunkt ist eine auf Überheblickeit, beispielloser Arroganz und Selbstgerechtigkeit basierende Dummheit. Dabei wird konsequent nicht beachtet, WAS jemand geschrieben hat, sondern nur ZU WELCHER GRUPPE er gehört.

Aufgrund dieser Kategorisierung werden dann die ebendieser Kategorie eigenmächtig zugeordneten üblen Motive unterstellt, um anschließend zu "erklären", warum jemand einen Standpunkt einnimmt.

Damit kann man sehr junge Leute noch beeindrucken - Leute mit Lebenserfahrung, Familie, Beruf nicht. Genau so benehmen sich nämlich verbitterte Versager, die insgeheim ahnen, dass der Weg des Moralisten nicht zum Segen, sondern in die Einsamkeit führt.

Zeitverschwendung. Einfach ignorieren. Das Leben ist schön. :-)

Freuen wir uns auf das Spiel gegen Meineid am Freitag.
hahohe 2021-09-16 10:03:05 Uhr
Ich stelle mir das ganz schlimm vor.
Statt gegen frühere Gegner auf Augenhöhe, spielt man jetzt nur gegen deren 2. Mannschaften, auch schon mal Reserve genannt.
So spielt man gar nicht gegen "Meineid", sondern gegen "Meineid II"......
Diese 2. Mannschaften spielen oft auch gar nicht im Stadion, sondern auf irgendwelchen abgelegenen Plätzen....
Klaus Thaler 2021-09-16 10:22:25 Uhr
Das Leben ist schön.
Da hast du Recht Anton. Besonders schön, wenn man RWE-Fan ist.
Anton Leopold 2021-09-16 10:38:51 Uhr
Wunderschön, Klaus, wunderschön. :-)
hahohe 2021-09-16 11:00:05 Uhr
hahohe SUPER RWE

klick....klick......klick......
DuschönerRWE 2021-09-16 12:13:53 Uhr
Wie es mein Name schon sagt. Schön ist das Leben und der RWE ist auch sehr schön. Schön ist es auf der Welt zu sein, aber nicht für unsern Horstilein, Anton , Klaus und ich, wir stimmen ein, schön ist es ein RWE-Fan zu sein.
Anton Leopold 2021-09-16 12:34:02 Uhr
Schön, dass Du wieder da bist. DuSchönerRWE.
DuschönerRWE 2021-09-16 12:54:18 Uhr
Ich bin wirklich fast an Jn5tf gescheitert, brauchte seine Zeit. Gelsen habe ich hier immer und die wenigen Halbgescheiten natürlich überlesen. Bin sehr davon überzeugt, dass unsere Mannschaft noch stärker zum Vorjahr ist. Darüber hinaus haben wir ungeheuer an Tempo und Homogenität gewonnen. Wenn man sieht, dass wir schon Platz 2 -4 gespielt haben und auch noch ein Spiel weniger haben, so kann man Gutes erwarten. Außer die 3 schon gespielten Teams sehe ich keinen weiteren Konkurrenten. Die RWO-Fans überschätzen ihre Mannschaft sehr, da freue ich mich schon sehr auf unser Aufeinandertreffen. Die Ausschreitungen sind entsetzlich und vermiesen mir im Moment ein wenig die Stimmung. Was für Idioten.
Klaus Thaler 2021-09-16 14:40:44 Uhr
Wenn man mal von dem Straelen Spiel absieht, haben wir bisher eine starke Saison gespielt. Im Gegensatz zur letzten Halbserie mußten wir uns die Siege gegen F. Köln und Münster hart erarbeiten. Wobei wir da spielerisch in den 2. HZ voll überzeugt haben. In der letzten Saison hätten wir diese Spiele nach Rückstand wohl nicht mehr gedreht. Ich sehe es ähnlich wie DuschönerRWE, daß wir aktuell stärker sind als letzte Saison. Vor allem weil wir auf der Bank Spieler haben, die sich sofort in das Spiel einfügen können. Letztendlich ist die Saison aber noch sehr lang und wir sollten immer von Spiel zu Spiel schauen. Am Freitag also die Meineid-Bubis besiegen.
DuschönerRWE 2021-09-16 15:30:48 Uhr
Da bin ich zu 1907% bei Dir.
Baby 2021-09-16 16:50:22 Uhr
Hi Preußen-Tom, erst einmal finde ich es klasse, dass es da in Deinen Posts nicht rein um Vorwürfe, sondern wirklich auch um die inhaltliche Diskussion geht. Natürlich ist es absolut nicht Hinnehmbar, wenn solche Idioten (wobei mir der Farbton völlig egal ist) so Gas geben. Und ja, bei einem solchen Willen zur Gewalt ist es schwer, vollumfänglich greifende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Bei spontanen Problemen vielleicht eher (Eskalationen herunterkühlen etc.), als bei solchen im Vorfeld geplanten Aktionen, bei dem sich die Idioten mit zusätzlichen Krawalltouristen genau dazu verabredet haben und sich ihren Spaß schlicht nicht nehmen lassen wollen.

Die Auswärts-Kartenvergabe muss sich mein RWE sicherlich an das Revers heften und darüber nachdenken wie sowas zukünftig besser gemacht werden kann: Wie kann jeder 4. Karteninhaber einer von diesen Idioten sein? Das muss mit einem Konzept doch beherrschbar sein!

Und nein: Bei 200 von diesen Idioten ist es vermessen zu glauben, dass normale Fans dem Treiben Einhalt gebieten und vehement dazwischen gehen. Das kann nicht erwartet werden.

Dass das Pack keine RWE Abzeichen trug, sagt da für mich einiges aus. Denn der besuch diente nicht dem Zweck als RWE-Fan den RWE zu unterstützen. Sondern wohl eher das auszuleben, was Papa in der Kindheit mit ihnen veranstaltet hat.

Was ich aber nicht so sehe wie Du ist, dass die Stadioneigenschaften den Veranstalter (PM) hier freisprechen:
"Das Preußenstadion ist in weiten Teilen ein Stadion noch aus dem Eröffnungsjahr 1926. Moderne Stadien bieten heute eine ganz andere Bauweise auf."

Dass das Fass brodelte war m.E. weit im Vorfeld klar, und die örtlichen Gegebenheiten dürfen da nicht als Ausrede herhalten. Dann muss ZIS, Liga und Veranstalter das ohne Fans durchziehen. Das ist zwar keine schöne Lösung, aber wenn die Lokalität aufgrund der Baulichkeit keine Sicherheit gewährleistet, dann darf es auch nicht zu dem Event vor Zuschauern kommen.

Wie gesagt: Natürlich sind die Idioten aller Farben auch in diesem Falle hier die Täter und die Verantwortlichen. Und ich will da nichts herumdrehen, denn eine "Schuld" für schlechtes benehmen kann ein Bauwerk nicht haben. Aber genau zur Einschätzung solcher Sachlagen gibt es doch Gremien und Auflagen in Hülle und Fülle. Damit die Lokalität nicht hinterher die Ausrede für das Erfolgte sein kann. Wozu gibt es die vielen Gremien, die sich sonst immer einmischen? Und auch die Vorschriften, die von den Vereinen vor den Saisons teuer umzusetzen sind?

An personalisierten Karten, vollumfänglichen Einlasskontrollen (Perso-Abgleich) und ebenso vollumfänglicher Überwachung in Bild und Ton führt m.M.n. leider kein Weg vorbei. Schade, dass hat das Gesindel wohl damit geschafft.
PreußenTom 2021-09-16 17:31:39 Uhr
@Baby

Grundsätzlich entspricht das Stadion den Vorgaben des DFB und sogar in technischer Hinsicht der DFL. Der Gästebereich ist eigentlich durch den doppelt gesicherten Pufferblock mit doppelten Sichtschutz vom Heimbereich getrennt. Auch die Zuwegung von und zum Stadion erfolgt zwischen den Fangruppen getrennt.
Das Problem ist einfach, dass diese alten Stadien früher in einer offenen Bauweise gebaut worden sind. Dadurch war oberhalb der Ränge ein durchlaufender Umgang möglich. Eine gänzliche Abriegelung des Pufferblocks ist nicht möglich, da sich hier ja auch der Ordnungsdienst und gegebenenfalls die Polizei platzieren muss. Die können ja nicht erst über einen mindestens zwei Meter Hohen Zaun klettern, der an der oberen Seite noch spitze Enden hat. Wenn es ein durchgängiger Zaun gewesen wäre, hätte der Durchbruch sehr wahrscheinlich nicht stattgefunden. Aber die Tore sind trotz ihrer sehr massiven Bauweise letztendlich die Schwachpunkte.
Das Stadion gehört der Stadt Münster. Sie ist letztendlich als Eigentümerin dazu verpflichtet, die notwendigen Vorgaben baulich einzuhalten. Aber mit der Stadt Münster und dem SCP ist das so eine Sache. Mehrfach wurden dem Verein Knüppel zwischen die Beine geworfen, wenn es um die Stadionfrage geht. Obwohl ein Investor bereit war ein komplett neues Stadion einschließlich neuer Trainingsfelder zu bauen war die Politik in der Stadt nicht in der Lage, ein geeignetes Grundstück dafür zu finden. Es ist beschämend so etwa sagen zu müssen, obwohl Münster in NRW nach Köln die flächenmäßig zweitgrößte Stadt ist. Die Stadt hätte nur die notwendigen 25 Hektar bereitstellen und erschließen müssen. Dies wäre ein Kostenpunkt von etwa 30 Millionen Euro gewesen. Die Vermarktung der jetzige Stadionfläche als Wohnbebauungsland hätte der Stadt rund 45-50 Millionen Euro eingebracht. Neben einem neuen Stadion am Rande der Stadt hätte man sogar noch Geld übrig behalten. Jetzt investiert man selber 40 Millionen Euro in den Umbau und kastriert die maximale Zuschauermenge auf 20.000. Kaufmännisch ist das ein Offenbarungseid.
Dieses ganze Neubauprojekt hätte fast schon fertig sein können, hätte es die Politik nur gewollt. Aber ein gutes hat das ganze dann doch noch. Das Stadion bleibt da wo es ist, soll modernisiert werden (ich glaube nur nicht daran) und es wäre dann weiterhin das einzige und älteste Stadion in Deutschland, was die Bundesliga erlebt hat und wo sich der Anstoßpunkt seit seiner Eröffnung niemals geändert hat. Bei euch an der Hafenstraße wurde ja das ganze Stadion verschoben und etwas gedreht.
PreußenTom 2021-09-16 17:51:03 Uhr
Noch ein Wort von mir an die vernünftigen hier. Auch ich pflege die Rivalität im Sport. In einer gewissen Weise gehört sie auch dazu. Es gibt halt "Feindbilder" die von den Fans gepflegt werden. Grundsätzlich aber sage ich immer, wir mögen in den Farben getrennt sein, aber wir lieben alle den gleichen Sport. Gesunde Rivalität ja, das muss sein. Aber Hass den habe ich nicht. Fußball ist für mich seit mehr als 50 Jahren die schönste Nebensache der Welt. Und das soll auch so bleiben. Ich kann sehr gut mit Fans anderer Verein diskutieren und mich austauschen. Meinem Gegenüber begegne ich dabei immer mit dem nötigen Respekt.
Als Kommentator für das Fanradio Mottekstrehle von Preußen Münster komme ich auch immer wieder vor allen bei den Auswärtsspielen mit den Heimfans in Kontakt. Wirklichen Streit hat es dabei noch nie gegeben. Und ich trage dann auch die offizielle Kleidung, die mich als Preuße ausweist. Und irgendeinen Stuss darf ich am Mikrofon auch nicht labern, sonst werde ich auch mal wie Norbert Dickel vom BvB für einige Spiele gesperrt. Der DFB hört nämlich tatsächlich auch mal gelegentlich mit.
Gerade die Traditionsvereine liegen mir persönlich sehr am Herzen. Mit ihren gewachsenen Strukturen und einer oftmals vererbten Leidenschaft als Fan sind sie für mcih das Salz in der Suppe. Mit Emporkömmlingen alla Rote Brause Leipzig kann ich nichts anfangen. Die werde ich nie mögen lernen.
Baby 2021-09-16 18:21:07 Uhr
Danke für die Infos, damit kann man die Situation besser einschätzen.
Vor dem städtischen Neubau war unser altes Stadion ja auch eine runtergekommene Ranzbude, aber ich habe jeden Riss im Beton geliebt.
Die Stadt hatte jahrzehnte lang keine ausreichende Substanzerhaltung betrieben.
Zwar vermisse ich den alten Zementbunker, aber das neue Stadion war eine absolute Chance, und die wurde gottseidank genutzt von den Verantwortlichen. Finanziell, und nun auch sportlich. Und ich hoffe inständig, dass mein Verein es auch schafft das Pack zu identifizieren und von den Fans fernzuhalten.
Alles Gute für Dich und Deinen Club, aber in dieser Saison bleibt mal schön hinter dem RWE in der Endabrechnung...

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