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RWO: Stimmen
"Ein Spiegelbild der letzten Wochen"

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RWO: Die Stimmen nach dem Abstieg

Jetzt hat es Oberhausen erwischt. Nach dem 1:3 in Cottbus muss RWO in die Dritte Liga absteigen. Wir sammelten die Stimmen der Spieler nach dem Abstieg.

Es war mehr als nur eine dumpfe Ahnung, die Markus Kaya mit über den Platz schleppte. Der Ballast der schier ausweglosen Konstellation wog schwer. „Ich wusste nicht so genau, wie es auf den anderen Plätzen steht“, sagte der Regisseur zwar, der Streifen, den seine Mannschaft zusammenspielte, war lange Zeit aber ohnehin nicht dazu angetan, Mut zu schöpfen. Kaya wusste, was alle ahnten. Es war schon längst zu spät. „Das war aber egal. Für uns war es wichtig, dass wir unsere Aufgabe machen.“

Das gelang den Oberhausenern jedoch nur äußerst zwischenzeitlich. Dem Resümee, dass RWO nicht durch diese Niederlage abgestiegen sei, konnte sich Kaya vorbehaltlos anschließen. „Nein, natürlich nicht. Ich denke, der Knackpunkt war das Bielefeld-Spiel. Mit den zwei möglichen Punkten mehr wären wir die Spiele gegen Aachen und Fürth ganz anders angegangen.“ Müßige Überlegungen, das empfindet auch der nur rund 150 Kilometer von Cottbus entfernt geborene Kaya so. „Wir haben einfach die ganze Rückrunde über katastrophal gespielt. Wenn man am Ende auf dem 17. Platz steht, darf man sich nicht beschweren.

„Durch die Ergebnisse auf den anderen Plätzen wussten wir, dass wir auf Sieg spielen müssen. Sonst hätte ja vielleicht noch ein Unentschieden gereicht. Deshalb haben wir aufgemacht und dann eben das 1:2 und 1:3 bekommen“, resümierte Oberhausens Daniel Gordon. Der Defensivmann übte aber auch durchaus Selbstkritik. „Wir haben die ganze Rückrunde über schon nicht genug getan um drin zu bleiben. Das sieht man an der Punkteausbeute, den Toren und Gegentoren, die wir kassiert haben.“ Gordons Fazit: „Wir sind verdient abgestiegen.“

Keeper Sören Pirson richtete den Blick bereits wieder zaghaft nach vorn. „Wir müssen versuchen, dass wir uns in der 3. Liga neu aufstellen und zusehen, dass wir da eine gute Rolle spielen.“ Trotz finanzieller Einschnitte, die unumgänglich sein werden. „Durch die ganzen Kürzungen sind wir eben dazu gezwungen, dass wir wieder unsere alten Tugenden an den Tag legen, einfach Gas geben und so schnell wie möglich wiederkommen.“

„Dass die Chance am letzten Spieltag sehr gering war, war uns im Vorfeld schon klar. Dennoch herrscht eine riesige Enttäuschung“, gestand RWO-Coach Theo Schneider. „Dennoch wollten wir versuchen, diese Möglichkeit zu nutzen. Wir waren auch ganz nah dran und haben den Ausgleich erzwungen, mussten aber volles Risiko gehen, weil wir wussten, dass ein Unentschieden nicht reichen würde.“ Und das gegen die, wie Schneider betonte, beste Kontermannscahft der Liga. „Wenn man diesen Stürmern die Möglichkeiten gibt, nutzen sie die eiskalt. Es war ein Spiegelbild der letzten Wochen. Das glückliche Ende hatte meist der Gegner.“

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