02.12.2018

OL

Zu zehnt! Westfalia Herne gibt rote Laterne ab

Foto: FFS

Hoch emotionales Spiel, emotionaler Schlusspunkt nach dem Abpfiff vor der Tribüne: mit der zweiten Sieg in Folge in der Liga verlässt die Westfalia den letzten Platz.

Da standen sie vor der Tribüne, ließen sich beklatschen – und applaudierten zurück. Ein emotionaler Schlusspunkt. Mit dem 4:2 (2:1) über den FC Eintracht Rheine hat der SC Westfalia Herne in der Liga den zweiten Sieg in Folge geschafft und erst mal den letzten Tabellenplatz verlassen, sich mit einem Punkt Vorsprung am FC Gütersloh vorbeigeschoben. Dass die Westfalia ab der 42. Minute in Unterzahl gespielt hatte: das, so Trainer Christian Knappmann, hätten die Herner Anhänger ausgeglichen.


Es war viel Hektik im Spiel, es gab viele Unterbrechungen, viele „Ey Schiri“-Situationen. Maurice Kühn etwa, der auf der Bank saß, sah sogar noch in der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte. Aber diese Hektik sei durchaus auch so gewollt gewesen, so Knappmann später. Während der Partie hatte er zwischendurch auch immer mal wieder mit den Armen rudernd den eigenen Anhang angetrieben. Rheines Trainer Uwe Laurenz sagte über diesen Nachmittag: „Dieses Drumherum ist nicht meins, aber schlussendlich haben wir nicht darin die Gründe für unsere Niederlage zu suchen.“ Knappmann erklärte: „Das Drumherum tut mir leid, es war hoch emotional. Aber sonst hätten wir keine Chance gegen euch.“ 

Zwei Momente, in denen Schiedsrichter Florian Visse gegen Herne entschied, waren für die Gastgeber allerdings keine „Ey Schiri“-Szenen: Sowohl der Foulelfmeter, der zum Rheinenser 2:2 per Foulelfmeter geführt hatte, sowie der Platzverweis gegen Torhüter Niklas Lübcke seien vertretbare Entscheidungen gewesen, so Knappmann.

Herne gibt 2:0-Führung aus der Hand

In der 41. Minute war Niklas Lübcke aus seinem Tor geeilt, nach einem langen Ball der Gäste, und kam zu spät gegen Kevin Grewe – Lübcke grätschte außerhalb des Strafraums und Grewe kam zu Fall. Rot gegen Hernes Keeper. Mit ihm ging Nazzareno Ciccarelli vom Platz, und Lucas Jacob stand im Herner Tor.

2:1 stand es zu diesem Zeitpunkt. Zweimal hatte Gianluca Marzullo vorbereitet für Ciccarelli, der in der 26. Minute zum 1:0 getroffen hatte, und für Ilias Anan, der in der 30. Minute zum 2:0 abschloss. Schon drei Minuten später bei einem Freistoß ging dann Rheines Luca Meyer geklammert im Herner Strafraum zu Boden. Den Elfmeter verwandelte Nils Hönicke zum 1:2 der Gäste.

Es folgte eine längere Phase, in der die Eintracht das Spiel über die Flügel aufzog – und zwar das 2:2 durch Marvin Holtmann einstreute (65.), aber zu wenig aus seiner Überlegenheit machte. Bis die Westfalia wieder kam, sich auch wieder in die Offensive hineinkämpfte und in Unterzahl im eigenen Stadion konterte.

Hatano sorgt für den Endstand 

Zunächst durch den eingewechselten Bilal Abdallah, in der Schlussphase aber vor allem über Kai Hatano, der auf der rechten Seite Kevin Grewe einen Nachmittag bescherte, der für Rheines Spieler noch einigen Erinnerungswert haben dürfte. In der 81. Minute kurvte Hatano im Gäste-Strafraum um Grewe herum, der zu spät dran war und den Fuß stehen ließ, Hatano zu Fall brachte. Elfmeter, Ilias Anan verwandelte zum 3:2 und erntete „Herne, Herne“-Rufe.

Die kamen noch mal in der Nachspielzeit, die vierte Minute extra lief da schon. Wieder nahm sich Hatano auf der rechten Herner Angriffsseite Kevin Grewe vor, ließ ihn und noch einen weiteren Gäste-Spieler aussteigen und schoss ein zum 4:2 – der dritte Saisonsieg der Westfalia.

Hernes Vorhaben sei aufgegangen, Timo Scherping auf Seiten der Gäste aus dem Spiel zu nehmen, so Knappmann hinterher, und einen Extra-Applaus hatte er an diesem Tag auch noch parat: für die eingewechselten Bilal Abdallah, Lukas Jacob und Niklas Grzelka.

Lang ist’s nicht mehr hin bis zur Winterpause, die Herner haben noch einiges vor bis dahin. „Wir haben jetzt noch zwei Spiele“, so Kapitän Maurice Temme. „Wir wollen das in Paderborn gewinnen und dann vielleicht noch ein bisschen die Schalker ärgern.“

Autor: Stephan Falk 

Kommentieren

08.12.2018 - 12:27 - marzipan-jogy

@ de Herner Jong
@hollerdiboller
@ Deina
@Keyser Soze

Habt ihr wieder nix zum Nikolaus bekommen, heul - heul.
Ihr Pappnasen hoch 10, obwohl die Narren selbst euch nicht geschenkt haben wollen.
So dumm und dämlich wie ihr weiter hin seit. Wie sehr ihr geschädigt seit, hatten wir auch schon gehabt.
Tja nicht zu helfen

@ nurdersvh
hattest du nicht am 30.9.2015 um 9 Uhr 38 , selbst gepostet wegen Stadion verbote? Blöd das man das alles weiß!
Ihr gehört nicht zu uns und eure Beiträge will keiner lesen. Auch auf FB nicht.
Wieder nur dumm gelaufen!!
glück auf und schiff ahoi

07.12.2018 - 13:31 - hollerdiboller

Seid Euch sicher, dass der Trainer über seine Hofnarren das Gleiche denkt! Er benutzt diese doch nur. Ich habe noch nie einen Verein erlebt, indem sich soviel Dummheit angesiedelt hat.

07.12.2018 - 12:39 - de Herner Jong

Auch ich gehöre seit mehr als 50 Jahren zu den Fans des SCW und habe immer gehofft das der Spruch - Aus Tradition wird Zukunft - sich mal bewahrheiten würde. Leider ist die Situation so das dieser Spruch umgewandelt wird in - Aus Tradition wird Blamage -
Und das Leute wie Marzipan Jogy, den ich leider persönlich kenne, und ihn bei manchen Spielen erleben streuben sich nir die Haare. Er macht nicht nur hier, sondern auch bei FB, den Hofnarr nach dem Motto - Der Hofnarr ist der Einzige der dem König die Meinung sagen darf ohne gleich geköpft zu werden - und jeder, der Ihm widerspricht ist ein Hetzer und Miesmacher.

07.12.2018 - 11:54 - Deina

@07.12.2018 - 11:31 - de Herner Jong:
ich passe schon seit Jahrzehnten gut auf, insbesondere auch im Herner Fußball.
Und deshalb kotzt es mich so an, wie Herne, einmal ein Vorzeigekreis im FLVW mit Vereinen, die ein hohes Ansehen genossen, hier im Grunde genommen von einer Figur derart in den Dreck getreten wird.
Man nehme einfach mal nur die Aussagen in diesem Bericht oder den Bericht im angeführten Link- ist das nicht in höchste Maße widerlich?

07.12.2018 - 11:31 - de Herner Jong

- Deina

ein Fleißkärtchen für Dich. Gut aufgepasst - Note 2 - Setzen

07.12.2018 - 11:21 - Deina

Sorry, de Herner Jong, aber wie kann man eine Umfrage DERART falsch lesen bzw. interpretieren?!
Es ist doch völlig klar, dass 15 von 17 Vereinen in der WESTFALENLIGA hoffen, dass die Baukau Prolls mit dem Anführer Knappmann NICHT absteigen!
Sonst hätten diese Vereine ja in der nächsten Saison wieder die Probleme mit dieser Combo und müßten mit Polizeieinsätzen rechen oder gar Strafanzeigen stellen.
Nee, nee nicht nur die Westfalenliga-Vereine möchten mit dieser "Gemeinschaft" nicht zu tun haben....

07.12.2018 - 10:55 - de Herner Jong

Jetzt wollen wir die Sachen aber nicht überbewerten. Ein Lokalsport aus einer Nachbarstadt hat gestern noch eine Umfrage veröffentlicht bei der von 17 Mannschaften 15 !! hoffen das der SCW die Klasse hält. Gut, war eine Umfrage in der Westfalenliga die ja mal in dem Genuss kam Marzipan-Jogi und seine Trolls zwei Jahre ertragen musste. Einzig 2 Mannschaften die für den Auf- und Abstieg in Frage kamen dachten in eine andere Richtung

07.12.2018 - 00:07 - Deina

Ich kann nur empfehlen, immer mal nach Zeitungen in den Städten der Gegner zu googeln.
Hier und in der WAZ-Lokalausgabe Herne wird nur weichgespült berichtet und ganz gezielt fallen die größten Klöpse unter den Tisch.
Die Meldungen über Polizeieinsätze und Strafanzeigen findet man hier nicht.

06.12.2018 - 20:37 - BallaBalla

Gerade den Link verfolgt..... hat der Trainer/Übungsleiter oder wie auch immer..... echt die Auswechselbank vor den Zaun geworfen ?????????????????????????????????????????????????

06.12.2018 - 20:34 - BallaBalla

Wer hat denn nun die rote Laterne? Der Tabellenführer? oder der Staffelleiter?

06.12.2018 - 20:20 - Deina

https://www.mv-online.de/lokalsport/rheine/knappmann-macht-seinem-ruf-traurige-ehre-192075.html

03.12.2018 - 11:08 - Deina

Wieder ein "grandioser" Auftritt der Baukau-Prolls. Herne - der Scheiterhaufen des sportlichen Anstandes.

03.12.2018 - 10:44 - hollerdiboller

Es war wirklich peinlich!

03.12.2018 - 09:22 - Keyser Soze

@Lackschuh:
wie gesagt, gewonnen ist gewonnen. Das gilt zuallererst mal! Wenn die Mannschaft aus alten Recken bestehen würde, wäre es unter Umständen sogar legitim, so zu spielen wie gestern.
Es sind aber diverse junge Spieler im Team, die durchaus noch Aussichten auf höhere Aufgaben haben und die sich fußballerisch zurück in die Steinzeit entwickeln (Manndeckung über den ganzen Platz, gezielte Provokation des Gegners, Nickligkeiten, lang und weit + Zufall). Ich sehe zum einen nicht, wie die Jungs etwas lernen sollen und zum anderen auch nicht, wie so etwas Erfolg für die Zukunft bringen soll. Das ist mehr Krampf als Fußball, da hilft auch nicht die Ausrede, Westfalia ist speziell. Der Verein stand immer für guten und attraktiven Fußball (mit wenigen Ausnahmen) und dass es in der Liga auch anders geht, beweisen Teams wie Haltern und selbst Schermbeck. Wie gesagt, ich hole mir nicht lauter 19 und 20 Jährigen aus top NLZ's, wenn ich Krampf-Fußball spielen will, wo der Zweck die Mittel heiligt.

03.12.2018 - 07:51 - Lackschuh

Keyser Soze, man kann gegen Ihre Worte nichts sagen - klare persönliche Meinung und sehr vernünftig getextet! So habe ich mir hier eigentlich immer die Form gewünscht und dann ist für mich auch die jeweilige persönlich Sicht in Ordnung. Mit der gestrigen Art wird Herne in Zukunft natürlich nicht noch viele Punkte holen, aber gestern hat es funktioniert und das war mehr als wichtig. Herne ist speziell und so war es gestern auch für Rheine. Paderborn II ist grundsätzlich auch machbar - für mich allerdings eine völlig offene Partie. Legt man nicht nach, dann sind die gestrigen Punkte weniger wertvoll. Die Truppe ist jedenfalls voll dabei und das sehe ich positiv! Nach dem Winter wird man sehen und ich glaube, dass Herne es schaffen kann.

02.12.2018 - 22:01 - Keyser Soze

Also ich war heute im Stadion. Man muss wirklich zum Sieg gratulieren. In dieser Situation ist gewonnen nun mal gewonnen. Die 3 Punkte sind überlebenswichtig!

Das „Drumherum“ was der Rheine Trainer noch sehr höflich auf der PK umschreibt ist hingegen schon wirklich zum fremdschämen. Wenn ich als Heim-Trainer nach dem Spiel zudem gestehe, dass ich diese Atmosphäre bewusst hervorrufen und befördern wollte, weil ich sonst sportlich „keine Chance“ habe (bei allem Respekt vor Rheine, aber das ist eine mittelmäßige Oberliga-Truppe aus dem unteren Tabellendrittel), dann ist das ein Offenbarungseid.
Klar sind die 3 Punkte am wichtigsten. Es ist aber auch wichtig, wie ich als Fußballer auftrete und ob das einem gewissen Rahmen entspricht. Man hat heute gewonnen, weil Spieler Ihre individuelle Klasse gezeigt haben. Außer einer engen Mandeckung gegen den Top-Torjäger von Rheine, habe ich kein taktisches Konzept gesehen. Kampf, Mentalität und individuelle Klasse, aber keine Mannschaftstaktik.

Jungs wie Temme, Schick, Pulver und Lübcke sind als top ausgebildete Fußballer aus NLZ‘s zu Westfalia gekommen und haben sich unter dem Trainer sportlich kein bisschen weiterentwickelt. Das würde mir zu denken geben anstelle der Jungs.

02.12.2018 - 20:59 - nurdersvh

Wie schon in einem anderen Kommetar angeführt, gesteht für mich der fünftklassige Herner Übungsleiter hier zweifelsfrei vorsätzliche und bewußte Unsportlichkeit. Nachdem schon versuchtes Foulspiel strafbar ist, müßte vorsätzliche Unsportlichkeit in vollem Umfang strafbar sein.
Bin gespannt, ob der Staffelleiter der Oberliga Westfalen, Herr Reinhold Spohn aus Herne oder aber die Sportsgerichtsbarkeit des FLVW hier eingreift.
Für mich ist das Ganze an Unsportlichkeit und Widerlichkeit nicht mehr zu überbieten. Prolls in Vollendung. Wenn ich schon mit fußballerischen Mitteln nicht gewinnen kann, dann treibe ich halt die Provokation auf die Spitze. Hierdurch kam es schon wiederholt zu Polizeieinsätzen und auch Strafanzeigen.
So und jetzt können die "Fußballfreunde" aus dem Baukauer Ghetto wieder loslegen...

02.12.2018 - 20:51 - marzipan-jogy

Und WIEDER zeigt es, wenn eine Gemeinschaft zusammen steht. Zusammen hält egal wie sehr der Karren im Dreck steht.
Das sollte nun auch die letzten Hetzer und miesmacher kapieren,

Der SCW lebt und deshalb wird der Verein dank super tollen Fan's, Mitglieder, Unterstützer und alle helfenden Hände im Hintergrund, die kritische Zeit überstehen.

Aus Tradition wird Zukunft

Glück Auf und Schiff Ahoi

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