26.01.2019

FC Bayern München

 "Wir spielen nicht gegen den BVB"

Foto: dpa

Der FC Bayern will sich gegen den abstiegsgefährdeten VfB Stuttgart bei seiner Aufholjagd auf Spitzenreiter Borussia Dortmund keine Blöße geben.

Als die Rede zum wiederholten Mal auf Borussia Dortmund kam, wurde es Niko Kovac dann doch zu viel. "Wir spielen nicht gegen den BVB, wir spielen gegen den VfB - und den müssen wir erst einmal schlagen", betonte der Trainer des FC Bayern vor dem Bundesliga-Heimspiel am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) gegen den krisengeplagten VfB Stuttgart.


Dennoch konnte Kovac nicht verhindern, dass auch am Freitag die geplante Aufholjagd der Münchner im Mittelpunkt des Interesses stand. Der BVB, sagte der 47-Jährige, mache derzeit "nicht viel falsch. Wenn sie wackeln, dann fallen sie nicht um. Aber noch stehen 16 Spiele aus. Sechs Punkte schaut viel aus, aber es sind nur zwei Spiele."

Umso mehr dürfen sich die Bayern keinen weiteren Ausrutscher erlauben. Zumal der deutsche Rekordmeister "gebrandmarkt" sei, wie Kovac feststellte. Gegen Augsburg (1:1), Freiburg (1:1) und Düsseldorf (3:3) ließen die Bayern gegen vermeintlich schwächere Teams in der Hinrunde sechs Punkte liegen. "Das sind die, die uns jetzt fehlen. Deswegen machen wir nicht den Fehler, dass wir den VfB unterschätzen. Wir wollen gewinnen und dranbleiben", sagte der Bayern-Coach mit Nachdruck.

Dass VfB-Coach Markus Weinzierl am Donnerstag geäußert hatte, dass es Dortmund "angesichts der Tabellensituation in diesem Jahr schafft", dürfte die Bayern zusätzlich motivieren.

Man dürfe im Fernduell mit dem westfälischen Rivalen aber nicht überdrehen, forderte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge: "Wir sollten es entspannt angehen. Wir sind nicht der Gejagte, sondern der Jäger. Warten wir ab, was passiert. Dortmund hat eine gute Mannschaft, aber wir haben auch keine schlechte", sagte er.

Kovac kann auf Serge Gnabry zurückgreifen. Der 23 Jahre alte Offensivspieler hatte nach dem 3:1 zum Rückrundenauftakt gegen Hoffenheim wegen muskulärer Probleme nur eingeschränkt trainieren können, war aber am Freitag ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.

Dafür ist der Einsatz des Innenverteidigers Jerome Boateng wegen einer Erkältung fraglich. Weiterhin fehlen die angeschlagenen Altstars Franck Ribery und Arjen Robben, die in der kommenden Woche wieder voll belastbar sein sollen, sowie Rekonvaleszent Corentin Tolisso.

Während für die Bayern nur ein Sieg zählt, würde Weinzierl es als "Erfolg" werten, wenn sein VfB, der auf dem Relegationsplatz in den 19. Spieltag ging, aus der Allianz Arena einen Punkt entführen könnte. "Natürlich sind wir Außenseiter, aber es ist möglich, auch wenn da sehr viel Qualität auf dem Platz steht und sie gut in Form sind. Man kann in München punkten, Düsseldorf und andere Mannschaften haben es vorgemacht. Man muss sich wehren", sagte der 44-Jährige.

Wie es gehen könnte, hatte der VfB am letzten Spieltag der vergangenen Saison gezeigt. Mit einem 4:1 trübten die Schwaben den Bayern die Laune bei der folgenden Meisterfeier. sid

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