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Westfalia Herne ist jetzt schuldenfrei und will es bleiben

Stefan Stobbe
28. September 2020, 08:00 Uhr
Foto: Alexa Kuszlik

Foto: Alexa Kuszlik

Wie Ingo Brüggemann mitteilte ist das Insolvenzverfahren von Westfalia Herne am 22. September beendet worden. Der kommissarische Vorsitzende schaut nun optimistisch auf die restliche Saison.

Ingo Brüggemann ist seit dem 22. März der kommissarische Vorsitzende von Westfalia Herne, nachdem der bisherige Vorsitzende Uwe Heinecke aus gesundheitlichen Gründen das Amt nicht weiter ausfüllen konnte. 


Vor dem Spiel gegen den TuS Erndtebrück (1:2) sprach Brüggemann mit Reviersport über das nach neun Monaten abgeschlossene Insolvenzverfahren und die neu erworbene wirtschaftliche Eigenständigkeit. Daneben ist auch die anstehende außerordentliche Mitgliederversammlung Thema, auf der sich der aktuelle Vorstand wieder zur Wahl stellen wird. 

Wie wichtig war es für Sie, dass das Thema Insolvenz nun vom Tisch ist?
Es war extrem wichtig für uns, da wir erst jetzt wieder in der Situation sind, Dinge alleine entscheiden zu dürfen. Vorher waren wir immer abhängig von der Zustimmung des Insolvenzverwalters, gerade auch in der Sponsoren-Akquise. Da haben viele gewartet bis sie wussten, dass das Verfahren aufgehoben ist. Das gilt genauso für die zukünftige Spieler-akquise.


Also gibt es jetzt Planungssicherheit für den Rest der Saison?
Ja, wir haben die Saison komplett wirtschaftlich durchgeplant. Diese Saison ist finanziert.

Am 9. Oktober wird bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung unter anderem der neue Vorstand gewählt. Werden Sie sich dort wieder zur Wahl stellen?
Wir würden uns alle komplett zur Wahl stellen [der kommissarische Vorstand bei Westfalia Herne besteht neben Brüggemann aus Jörg Tottmann und Holger Stoye. Anm. d. Red.]. Es sei denn, es finden sich Alternativen, die es gerne machen würden. Dann würden wir uns dem nicht in den Weg stellen.

Wie schätzen Sie jetzt die generelle wirtschaftliche Situation von Westfalia Herne ein?
Durch die Aufhebung des Insolvenzverfahrens sind wir de facto schuldenfrei. Wir sind so gesund aufgestellt, dass wir mit unserem Mini-Etat gut leben können. Alles andere wird die Zukunft zeigen, wie das beim Fußball nun mal so ist. Man kann immer nur ein Jahr lang planen. Was danach kommt, weiß keiner.

Wie schätzen Sie die Möglichkeit ein, dass Westfalia wieder Schulden machen oder sogar in die Insolvenz rutschen könnte?
Das würde mit mir nie passieren.


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