Nach 16 Monaten Verletzungspause stabilisierte Maxim Leitsch in der Rückrunde die Abwehr des VfL Bochum merklich. Der Innenverteidiger hat eine beeindruckende Entwicklung durchgemacht.

2. Bundesliga

VfL Bochum: Das Ziel von Maxim Leitsch ist die Bundesliga

06. Juli 2020, 09:43 Uhr
Maxim Leitsch hat eine starke Rückrunde beim VfL Bochum gespielt. Foto: firo

Maxim Leitsch hat eine starke Rückrunde beim VfL Bochum gespielt. Foto: firo

Nach 16 Monaten Verletzungspause stabilisierte Maxim Leitsch in der Rückrunde die Abwehr des VfL Bochum merklich. Der Innenverteidiger hat eine beeindruckende Entwicklung durchgemacht.

Dass der VfL Bochum in der Rückrunde und vor allem nach der Corona-Pause aufdrehte und die Saison noch auf dem achten Tabellenplatz beendete, ist auch ein Verdienst von Maxim Leitsch. 16 Monate dauerte die Leidenszeit des 22-Jährigen, eine Schambeinentzündung und eine Muskelverletzung hatten das Bochumer Eigengewächs ausgebremst. Anfang Februar überraschte VfL-Trainer Thomas Reis gegen den Hamburger SV mit Leitsch in der Startelf - von da an verpasste der Innenverteidiger keine einzige Minute mehr.


"15 Spiele am Stück nach so einer langen Pause - das habe ich beim Einstieg ins Training im Winter selbst kaum für möglich gehalten. Aber ich habe alle Spiele gut überstanden, auch die Englischen Wochen", erzählt Leitsch in einem Interview mit dem "kicker". Mit dem gebürtigen Essener auf dem Platz stabilisierte sich die Bochumer Defensive, der VfL kassierte nur noch drei Niederlagen und blieb zwischenzeitlich zwölf Partien ungeschlagen. Beim 2:0-Sieg über den FC St. Pauli Anfang Juni schoss er zudem sein erstes Zweitligator.

VfL Bochum: Leitsch hat Vertrauen in seinen Körper

Trotz der langen Verletzungshistorie die Leitsch in seinen jungen Jahren schon aufweist, macht sich der flinke Abwehrspieler keine Sorgen über den Zustand seines Körpers. "Angst vor Verletzungen habe ich keine, zumal Angst generell ein schlechter Ratgeber ist. Ich weiß inzwischen auch einzuschätzen, wenn es hier und da mal schmerzt. Das ist bei Belastungen im Hochleistungsbereich durchaus nicht außergewöhnlich", so Leitsch.


Seit 2008 spielt der ehemalige Junioren-Nationalspieler bereits im Trikot des VfL, nachdem er mit gerade einmal zehn Jahren von der SG Wattenscheid an die Castroper Straße wechselte. Manch Bochum-Anhänger zieht bereits Vergleiche zu Bochum-Legende Patrick Fabian, der in diesem Sommer nach 20 Jahren beim VfL seine Karriere beendet. Leitsch ist bei dem Thema jedoch vorsichtig: "Was 'Patti' geschafft hat, ist schon außergewöhnlich. Der VfL hat mir in der Jugend und jetzt bei den Profis sehr viel gegeben. Aber weitere acht Jahre sind ein extrem langer Zeitraum." 

Bochums Leitsch hat einen Vertrag bis 2022

Zudem gehören bei diesem Thema natürlich auch immer zwei Parteien dazu. Sollte Leitsch seine Formkurve in der neuen Saison bestätigen und vor allem verletzungsfrei bleiben, dürfte er auch in den Fokus höherklassiger Vereine rücken. "Das persönliche Ziel jedes Profifußballers sollte die höchste Liga sein", macht der Abwehrspieler klar. Sein Vertrag läuft bis 2022, im kommenden Sommer könnte der VfL Bochum also theoretisch Ablöse für Leitsch generieren. 


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