In der Oberliga Westfalen gibt es einen Trainerwechsel. Ein Traditionsklub zieht die Reißleine und beurlaubt seinen Coach.

Siegen zieht die Reißleine

Trainerentlassung in der Oberliga Westfalen

29. Oktober 2019, 17:55 Uhr

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In der Oberliga Westfalen gibt es einen Trainerwechsel. Ein Traditionsklub zieht die Reißleine und beurlaubt seinen Coach.

Die Sportfreunde Siegen haben sich mit sofortiger Wirkung von ihrem Cheftrainer Dominik Dapprich getrennt. 


Der Verein reagiert damit auf das anhaltend schlechte Abschneiden der ersten Herrenmannschaft in der Oberliga Westfalen. Für das kommende Heimspiel gegen Rot Weiss Ahlen übernimmt Marco Beier, der einst für den 1. FC Köln und Rot-Weiss Essen spielte, das Team. 

Beier musste im vergangenen Sommer aufgrund einer Verletzung mit nur 24 Jahre seine aktive Karriere beenden und rückte in den Trainerstab von Drapprich. Er wird im Spiel gegen Ahlen entsprechende Unterstützung von Frank Dalwigk aus der Siegener Jugendabteilung erhalten. 

"In den kommenden Tagen werden sportliche Leitung und Vorstand dann in aller gebotenen Ruhe nach einem qualifizierten Kandidaten für die Position des Cheftrainers suchen. Der Verein bedankt sich ausdrücklich für die Arbeit von Dominik Dapprich in den vergangenen zweieinhalb Jahren. Er hat unter schwierigsten Bedingungen und während eines laufenden Insolvenzverfahrens einem jungen Team eine spielerisch zunehmend gereifte Mannschaft formiert und junge Spieler aus der Sportfreunde-Jugend erfolgreich an die Oberliga herangeführt.", heißt es in einer Pressemitteilung der Sportfreunde Siegen.

Nur 13 Punkte aus zwölf Spielen

Die Sportfreunde, die sich für die Saison einiges vorgenommen haben und oben anklopfen wollten, holten aus den ersten zwölf Begegnungen gerade einmal 13 Zähler. Zu wenig für die Siegener Ambitionen. In den letzten vier Partien blieben die Rot-Weißen gar sieglos und holten nur einen Punkt. Der letzte Sieg datiert vom 29. September, als Siegen beim ASC Dortmund mit 3:2 gewann. 

Dapprich ist nach Daniel Sekic, der beim ASC Dortmund das Handtuch warf, der zweite Trainer, der in dieser Saison seinen Job vorzeitig verlor beziehungsweise wie Sekic aufgegeben hat.

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30.10.2019 - 13:24 - Lackschuh

Es geht ja oft nur darum, dass sich ein Vorstand später keine Untätigkeit nachsagen lassen will - guter oder weniger erfolgreicher Trainer wird doch dabei nicht betrachtet. Man stellt dem Trainer hier ein prima Zeugnis aus und schickt ihn damit in die sogenannte Wüste - Geschäft ist so und fertig!

Man muss ja eigentlich davon ausgehen, dass es in Hamm ähnliche Gedanken gibt und da lasse ich alle Pro-Erklärungen in Richtung Trainer völlig außen vor!

29.10.2019 - 22:02 - effzeh

Große Erfolge? Wenn du meinst das ein Schnitt von 1,17 Punkte pro Spiel gut ist dann solltest du dich hinterfragen ob dein Verstand eingeschaltet war oder du nach Sympathie gehst?!
Ich spreche von Dapprich.
Ein Verein der durchgereicht wird muß handeln. Oder man steigt freiwillig ab!
Ein wenig Demut würde vielen Trainern gut zu Gesicht stehen. Arrogant sein kommt bei den Fans nie gut an !

29.10.2019 - 20:56 - Radi

Der nächste Witz! Beide Trainer (Dapprich und Sekic) haben sehr gute Erfolge zu verzeichnen!! Aber die Hinternänner, die nicht den Hauch einer Ahnung haben schlagen jetzt zu! TRAURIG!