Obwohl Almir Sogolj seit Jahren zuverlässig für den Landesligisten SV Scherpenberg trifft, kommt er in dieser Saison erst auf vier Einsätze. Schuld daran ist ein Boykott, wie er selbst erklärt. 

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SV Scherpenberg: Deshalb pausierte Torjäger Almir Sogolj

Tizian Canizales
05. Mai 2020, 19:43 Uhr
Almir Sogolj (vorne) vom Landesligisten SV Scherpenberg bejubelt seinen Treffer. Foto: FUNKE Foto Services

Almir Sogolj (vorne) vom Landesligisten SV Scherpenberg bejubelt seinen Treffer. Foto: FUNKE Foto Services

Obwohl Almir Sogolj seit Jahren zuverlässig für den Landesligisten SV Scherpenberg trifft, kommt er in dieser Saison erst auf vier Einsätze. Schuld daran ist ein Boykott, wie er selbst erklärt. 

"Ich habe ein halbes Jahr lang pausiert, weil ich unter unserem damaligen Trainer Abdassamad Sallay nicht spielen wollte. Ich kam mit ihm nicht klar, das habe ich so auch ganz deutlich gesagt", so Almir Sogolj über den Beginn der Landesligasaison beim SV Scherpenberg. "Er hat sich bei uns ins gemachte Nest gesetzt und wollte dann alles mögliche umbauen, was wir uns über die Jahre aufgebaut haben. Das soll er woanders machen, aber nicht bei uns. Ich habe dann gesagt, dass das so nicht geht und ich nicht spielen werde", erzählt Sogolj. 

Trainer Sallay weg, Sogolj kehrt zurück

Mittlerweile ist Sallay jedoch entlassen und Sogolj wieder zurück auf dem Feld. In vier Einsätzen verzeichnet der 36-jährige Angreifer bisher ein Tor. "An sich fühle ich mich in Scherpenberg wohl", erklärt Sogolj, der seit der Saison 2016/17 in Moers unter Vertrag steht. Direkt im ersten Jahr schoss er den SV mit 26 Toren in 31 Spielen zum Landesligaaufstieg und hält seitdem Jahr für Jahr die Klasse. 

In der Vergangenheit hat Sogolj allerdings auch schon höher gespielt. Der 36-Jährige blickt auf eine lange Karriere zurück, in der er unter anderem für den SV Straelen, den VfB Speldorf und den NRW- beziehungsweise Oberligisten VfB Homberg spielte. "Ich hatte über die Jahre eine tolle Zeit und lasse meine Karriere jetzt allmählich ausklingen. Nach oben habe ich keine Ambitionen mehr. Ich bin 36 Jahre alt und muss niemandem mehr etwas beweisen", sagt Sogolj. "Ich werde noch so lange spielen, wie mein Körper es mitmacht. Ich merke eben schon, dass ich älter werde."

Sogolj vermisst das Training mit Ball

Aktuell hält sich Sogolj, wie seine Kollegen, mit Lauf und Krafttraining fit. "Ich hoffe, dass wir bald wieder auf dem Platz trainieren können", sagt der Angreifer mit Blick auf eine mögliche Erlaubnis, die am Mittwoch ausgesprochen werden könnte. "Mir fehlt einfach der Ball. Ich könnte mittlerweile wahrscheinlich von Duisburg bis nach Texas laufen. In Wedau kenne ich jeden einzelnen Baum", sagt er scherzhaft. "Ich möchte einfach so schnell wie möglich auf den Platz zurückkehren."

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