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Steuerzahlerbund lehnt Million für den MSV ab

18. Mai 2019, 14:07 Uhr

Foto: firo

Der MSV kämpft um die 3.-Liga-Lizenz. Damit er weniger Stadionmiete zahlen kann, will die Stadt eine Million an die Stadiongesellschaft zahlen.

Der Bund der Steuerzahler NRW lehnt die städtische Förderung für den MSV Duisburg ab. Am kommenden Montag soll der Rat wie berichtet beschließen, dass die Stadt der Stadionprojektgesellschaft eine Millionen Euro zahlt. Damit sollen deutliche Nachlässe für die Stadionmiete des MSV kompensiert werden, der um seine Lizenz für die 3. Liga kämpft.

Der Bund der Steuerzahler appelliert an die Ratsmitglieder, diese Unterstützung abzulehnen. Angesichts einer Gesamtverschuldung im Konzern Stadt von rund 3,7 Milliarden Euro und mit einem überdurchschnittlichen hohen Steuersatz für die Grundsteuer B von 855 Prozent sei aus Steuerzahlersicht diese Förderung nicht akzeptabel.


Heinz Wirz, Vorsitzender des BdSt NRW: „Es ist nicht die Aufgabe der Steuerzahler, den Profifußball mitzufinanzieren. Wenn der MSV Lizenzprobleme für die dritte Liga hat, muss sich der Verein selber darum kümmern.“ 

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19.05.2019 - 21:37 - Kuk

@rotweissmarkus
Ich glaube mich zu erinnern, dass die frühere Frankfurter OB Petra Roth "ausplauderte", dass (ziemlich) alle Firmen, an denen die Stadt Frankfurt beteiligt ist, die Eintracht unterstützen würden. Beispielsweise war der Fraport für einige Jahre Trikotsponsor bei der Eintracht.
Vielleicht läßt sich das auf Duisburg -evtl, auch versuchsweise für einige Jahre- übertragen.
Ein Beispiel könnte unter Umständen der Duisburger Hafen sein. Aber ich kenne Duisburg viel zu wenig, um das im Detail beurteilen zu können.

19.05.2019 - 18:52 - rotweissmarkus

Kuk weis ich nicht-- es sind wohl mindestens jede Saison 1 Mio Euro die Miete Plus Instandhaltung usw nötig .
In Essen hat man das anders gelöst eine Städtische Tochter die das Stadion gebaut hat und die Miete mit einem akzeptablen
Vertrag ausgestattet ich weis nicht wie Pleite Duisburg ist weil sonst Düsseldorf ins Spiel kommt .Nur so viel steht fest der MSV
hat ein wunderschönes Stadion und die hart arbeitenden Fans brauchen den Traditions Verein da sollte eine Sonderregelung her das hat der Verein verdient

19.05.2019 - 17:57 - elfmeterkiller

Ohne msv ist das Stadion ungenutzt, produziert nur Instandhaltungskosten und wird langsam aber sicher verkommen und zur modernen Ruine. Zudem fehlen der Stadt die Einnahmen durch die Zebra Nutzung.
Aber hier wissen es ja wieder einige besser.
Die User hier stehen den Usern bei RWE um nichts nach. Keine Ahnung aber große Fresse.
Wenn es so weiter geht, gibt es in Deutschland bald nur noch 2-3 Vereine die eigenes Geld haben.
Wenn man bedenkt, das schalke zig Millionen Verbindlichkeiten hat usw sind lizenzauflagen für Drittligiste lächerlich. Da sollte man mal in Liga Eins einiges abzwacken und nach unten weitergeben. Sonst Prost Mahlzeit.

19.05.2019 - 14:06 - Kuk

Ist ein städtischer Zuschuß von 1 Mio € einmalig oder für jede Saison in der Dritten Liga notwendig ?

19.05.2019 - 12:53 - Sturrsindel

Ich bin der Meinung das der Bund der Steuerzahler Recht hat, dann könnten alle Vereine in Deutschland davon profitieren, und dann wäre Deutschland fast pleite, es geht nicht nur um einen Verein, das Recht gilt für alle Vereine, Eingetragene Vereine haben sowieso Steuervergünstigungen.

19.05.2019 - 12:35 - Exilzebra

Herr Wirz sollte sich einen neuen Job suchen, vom jetzigen scheint er wenig Ahnung zu haben. Ein Lizenzentzug würde die Stadt jährlich 800.000 € kosten und das Stadion würde ungenutzt verfallen. Wer also gegen die Zahlung an den MSV ist, hat keine Ahnung oder will der Stadt schaden. Also Herr Wirz: „ Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die F***** halten!!“

18.05.2019 - 22:45 - Kuk

Ob da mal ein Bundesligist aus NRW oder sogar aus dem Revier zu einem Freundschafts- bzw. Benefizspiel eingeladen wurde ?
Auch die Süddeutschen, die nach ihrer siebten Meisterschaft in Folge gerade 120 Mio € + x für neue Spieler ausgeben, könnten einen Beitrag leisten.

18.05.2019 - 18:18 - Meysegeyer

@Julius.Oppermann

Also sind Sie nicht nur pathologischer Verschwörungstheoretiker, sondern auch Sozialdarwinist? Tolle Mischung... prädestiniert Sie geradezu für jedwede Funktion in einer nicht näher zu bezeichnenden "alternativen" Partei...

Natürlich zahlt sich kein "normaler Steuerzahler tot an der Grundsteuer" - und das wissen Sie ganz genau, auch wenn Sie das öffentlichkeitswirksam ignorieren. Sie sind nach eigener Aussage weder "Transferempfänger", noch wohnen Sie im Revier - also: Einfach mal die Backen halten --- und vor allem daran denken, dass das Revier in den Anfängen der Republik jahrzehntelang mit seiner Wirtschaftskraft den "Rest" der Republik nahezu allein finanziert hat.

18.05.2019 - 17:15 - Takahara

Quatsch, in das Essener Stadion wurden doch keine Steuergelder investiert oder gar zweckentfremdet. NIEMALS!!!

18.05.2019 - 16:52 - lapofgods

Für Essen hätte der Schwätzer Julius.Oppermann garantiert eine andere Empfehlung abgegeben. Daher auch seine Hoffnung ....

18.05.2019 - 16:41 - den'gi

Also spielen wir nochmal in der Duisburger Arena, naja warum auch nicht.

18.05.2019 - 16:04 - Julius.Oppermann

Das ist die Krux, dass man in die maroden, verschuldeten Ruhrgebietsstädten wie Duisburg, Oberhausen, Gelsenkirchen etc. nur dann ziehen kann, wenn man staatlicher Transferempfänger ist. Der normale Steuerzahler, der noch selbst durch Arbeit sein Geld verdient, zahlt sich tot an Grundsteuer, die er als Eigentümer oder Mieter aus eigener Tasche zahlen muss, es sei denn, er bekommt als Hartz IV-Empfänger die Grundsteuer bezahlt.
Das ist ein Teufelskreis in dieser Entwicklung, dass diese verschuldeten Städte immer mehr Transferempfänger anziehen wie das Licht die Motten.
Die Städte drehen in ihrer Finanznot an der Grundsteuerschraube, bis der letzte Arbeitende vertrieben ist.
Man kann nur hoffen, Duisburg hört auf den Steuerzahlerbund.