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Schalke-Ikone: Abstieg wäre Chance, „alles zu hinterfragen“

06. Februar 2021, 14:34 Uhr
Foto: firo

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Der frühere Schalker Bundesliga-Spieler Yves Eigenrauch würde dem möglichen Abstieg seines Ex-Clubs auch Positives abgewinnen.

Es könne eine Chance sein, „alles zu hinterfragen und sich neu aufzustellen“, sagte der 49-Jährige in einem Interview des Nachrichtenportals t-online. Eigenrauch hatte 1997 mit dem Club den UEFA-Pokal gewonnen. Vor dem Spiel am Samstag gegen RB Leipzig ist Schalke Bundesliga-Letzter.

Er drücke dem Verein die Daumen, dass unabhängig vom Ausgang der Saison die richtigen Schlüsse gezogen werden. Schalke solle einen Neuanfang „abseits der Handlungsweisen anderer Vereine“ wagen. „Dass sich endlich entschieden wird, ob es bei alledem nur um immer mehr Umsätze oder doch darum gehen sollte, dass der Fußball gelebt wird.“ Der Ex-Spieler hatte schon zuletzt ganz grundsätzlich Fehlentwicklungen im Profi-Fußball beklagt.

Bei ihm löse der Schalker Slogan „Wir leben dich“ einen „Kotzanfall“ aus, sagte er nun. „Das war bestimmt ein ganz schlauer Mensch, der sich diesen Spruch ausgedacht hat, aber das ist einfach unehrlich.“ Die Personen, die sich den Spruch ausgewählt hätten, wüssten nicht, was „das in Gänze bedeutet“. Ihnen fehle es „ganz elementar an Empathie“, sagte Eigenrauch. „Nach spätestens vier Wochen sollte man verstehen, wie besonders dieser Verein ist.“ dpa

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08.02.2021 - 15:07 - Alles für Schalke

Eigenrauch sieht sich als linksalternativen Künstler und Schriftsteller. Der kann mit dem heutigen Fußball nix anfangen und sollte daher auch einfach mal seine F.... halten. Soll er sich doch in ein linksgrünes Kombinat zurück ziehen und Bücher schreiben, die keiner liest.

Mal ehrlich! Der hat uns jetzt echt noch gefehlt!

07.02.2021 - 13:09 - S04Fs71!

Die Aussagen des Sportbeobachters kann ich zum100 Prozent unterschreiben.
Mit Legendenstatus immer aus dem Hintergrund kritisieren ist das Eine - aber Verantwortung zu übernehmen eine andere Nummer!
Obwohl der Herr Eigenrauch in der Sache Recht hat und die Fehlentwicklungen des Fußballs immer auch mit denen in der Gesellschaft korrespondieren.
Wie wäre es, wenn ein Verein einfach mal den Anfang macht und sich von Spielern, die den ersten Profivertrag unterschreiben trennt, die gleich mit Ihren Beratern angelaufen kommen?
Das könnte durchaus eine Sogwirkung haben - lieber den Vereinen, die den Spieler ausbilden anständige und verhältnismäßige Transferentschädigungen zahlen, als diesen Herrschaften die Taschen zu füllen! Und die eingesparten Gelder dazu verwenden den durchs Raster fallenden Jungprofis bei einer Anschlußausbildung unter die Arme zu greifen!
Dazu noch die Tendenz die Funktionärsriege ständig aufzublähen durchbrechen und transparente Verantwortungsstrukturen schaffen, die Fehlentwicklungen dann nicht mehr ständig abschieben können und sich für nicht zuständig erklären!

06.02.2021 - 17:39 - Bayerischschalke

@DerSportbeobachter
Ich denke, das kann doch nicht nur Schalke betreffen, das sollte doch dann auf den gesamten Fußball bezogen sein.
Was mich an solch schlauen Aussagen besonders nervt, mit keinem Wort erwähnt Eigenrauch, was er ändern würde. Immer nur schlau labern und das negative herausziehen, das kann ich auch.
Liest sich fast so, wie er Fußball spielen konnte..... der Publikumsliebling.