09.08.2018

Kreisliga

SC Velbert II peilt Platz eins bis fünf an

Foto: Uwe Möller

Kreisligist SC Velbert II setzt weiter auf das Trainerduo Schwarz/Vazquez

Auch in die kommende Saison geht die Zweitvertretung des SC Velbert mit den beiden Trainern Justo Vazquez und „Bobby“ Schwarz. Kurz vor dem Saisonstart äußert sich der 52-jährige ehemalige Vollblutstürmer Schwarz zu den Erwartungen und Zielen im Hinblick auf die anstehende Spielzeit.



Hallo Herr Schwarz, wie verlief die Vorbereitung für Ihr Team?
Die Vorbereitung ist ähnlich gelaufen wie im Vorjahr. Urlaubsbedingt fehlten Spieler, dazu kamen auch schon Verletzungen und so haben wir nicht viele Testspiele gewonnen. Auch gegen zwei Mannschaften aus der Kreisliga B haben wir nur Unentschieden gespielt. Aber wichtiger ist, dass wir beim Start in die Liga auf dem richtigen Level sind.

Hat es viele Veränderungen im Aufgebot gegeben?
Wir haben mit Benjamin Jezußek, der zum 1. FC Wülfrath gegangen ist, um dort eine Liga höher zu spielen, einen Abgang, der uns schon weh tut. Ansonsten sind einige Spieler von sich aus gegangen oder einigen haben wir nahegelegt, sich einen anderen Verein zu suchen, weil sie uns nicht weitergebracht haben. Aufgrund unserer sieben Neuzugänge schätze ich unseren Kader als stärker und ausgeglichener besetzt ein als zuletzt. Darunter sind unter anderem zwei A-Jugendliche, aber auch Benedict Zahner sehe ich eigentlich als Neuzugang an. Er kam zwar schon im Winter, stand aber aufgrund beruflicher Verpflichtungen oft nicht zur Verfügung. Nun hat er seine Ausbildung beendet und von ihm verspreche ich mir, dass er in der Defensive organisiert und vor allem spricht. Das erwarte ich aber auch im Mittelfeld und vorne von Marcel Schlupkothen, meinem Sohn Steffen oder Danny Kotyrba.

Wo sehen Sie noch Verbesserungsbedarf?
Uns fehlt einfach, wie vielen anderen Mannschaften auch, ein echter Knipser. So ein Typ wie Gerd Müller, der gar nicht groß nachgedacht, sondern einfach die Bälle reingehauen hat. Wir spielen wunderschön über die Außen oder in die Tiefe nach vorne, machen aber aus den Chancen, die wir uns erarbeiten, einfach zu wenige Tore. Da war zuletzt viel mehr drin.

Und was sind die Stärken des Teams?
Ich glaube, dass wir für die Kreisliga A eine sehr gute Defensivabteilung haben. Wir verfügen für die Viererkette über sechs, sieben sehr gute Spieler, die auch variabel eingesetzt werden können.

Was ist mit dieser Truppe in der anstehenden Saison möglich?
Wir sind zuletzt Siebter geworden und jetzt möchten wir uns natürlich mit einem Kader, den ich, wie gesagt, als stärker einschätze als den des Vorjahres, verbessern. Einen Platz unter den ersten Fünf halte ich durchaus für möglich, wenn wir etwas konstanter als in der vergangenen Saison sind. Mal sehen, ob wir auch wieder Verstärkungen aus dem Oberligakader dazu bekommen. Das entscheidet sich aber immer erst freitags nach dem Training in Absprache mit Ralf vom Dorp und Justo oder mir. Wichtig ist auch ein guter Start. Wir müssen zuerst zum Bezirksligaabsteiger Grün-Weiß Wuppertal, den ich gar nicht einschätzen kann. Wenn wir einen Punkt mitnehmen könnten, wäre ich schon zufrieden, bei drei freuen wir uns natürlich umso mehr.

Wer sind für Sie die Favoriten auf den Aufstieg?
Ich rechne damit, dass der Aufsteiger SV Heckinghausen, SSV Germania Wuppertal und vielleicht auch Grün-Weiß Wuppertal am Ende oben stehen. Auch der Langenberger SV hat eine eingespielte Truppe und ist ein Kandidat für oben.

Den Ortsnachbarn Türkgücü und Bayer Wuppertal mit einigen hochkarätigen Neuzugängen, teilweise aus der Oberliga, haben Sie nicht auf dem Zettel?
Türkgücü ist immer stark in der Hinrunde, aber dann lassen sie meist nach. Und bei Bayer müsste schon alles passen.

Autor: Joachim Dünn



Kommentieren