Im Jahr 2011 wurde Hans Sarpei mit dem FC Schalke 04 DFB-Pokal-Sieger. Jetzt hat der 44-Jährige den Umgang mit S04-Profi Rabbi Matondo kritisiert.

Bundesliga

Pokalsieger von 2011 kritisiert Schalke: “Unbegreiflich“

Fabrice Nühlen
17. Juli 2020, 12:34 Uhr
Foto: Martin Möller

Foto: Martin Möller

Im Jahr 2011 wurde Hans Sarpei mit dem FC Schalke 04 DFB-Pokal-Sieger. Jetzt hat der 44-Jährige den Umgang mit S04-Profi Rabbi Matondo kritisiert.

Ex-Schalke-Spieler Hans Sarpei hat gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung und in den sozialen Medien seinen ehemaligen Arbeitgeber für den Umgang mit S04-Angreifer Rabbi Matondo kritisiert. Der 19-jährige Matondo hatte beim Privattraining in Cardiff ein BVB-Trikot seines Freundes Jadon Sancho getragen. Für dieses naive Verhalten wurde der Waliser vom Verein sanktioniert: Matondo soll eine Geldstrafe in fünfstelliger Höhe an eine soziale Einrichtung spenden und in dieser dann auch mitarbeiten.

Strafe für Sarpei “unbegreiflich“

Diese Strafe sorgt bei Hans Sarpei für Unverständnis: „Wenn der Trikottausch eines 19-Jährigen, der erst eine Saison in Deutschland spielt und nicht mit der Rivalität im Pott aufgewachsen ist, schwerer sanktioniert wird, als das Thema Rassismus, ist das für mich unbegreiflich.“ Zur Erinnerung: Der kürzlich zurückgetretene Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies wurde im vergangenen Jahr nach vermeintlich rassistischen Aussagen glimpflich behandelt und setzte nur auf Druck der Öffentlichkeit freiwillig für drei Monate als S04-Aufsichtsrat aus. Sarpei sagte auf Instagram weiter: „Natürlich hat Rabbi einen Fehler gemacht, indem er das BVB-Trikot eines Freundes übergestreift hat. Aber er hat sich entschuldigt. Damit sollte gut sein. So wird auf Kosten des Spielers ein Exempel statuiert, statt sich schützend vor ihm zu stellen.“

2011 Pokalsieger mit Schalke

Der 44-jährige Ghanaer spielte von 2010 bis 2012 beim FC Schalke 04, absolvierte in diesem Zeitraum aber nur 17 Pflichtspiele. In den entscheidenden Spielen der Saison 2010/11 stand Sarpei allerdings in der Startelf. In der Champions League absolvierte der Linksverteidiger fünf Spiele und beim DFB-Pokalsieg im Jahr 2011 stand er beim Halbfinale gegen Bayern München und im Finale gegen den MSV Duisburg in der Startelf. Für die Knappen war es der letzte Titelgewinn in diesem Wettbewerb.

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18.07.2020 - 10:00 - holzmaniac

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18.07.2020 - 09:46 - easybyter

@RWO-Oldie
Alles ok .. kann passieren.

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17.07.2020 - 20:28 - AloaGoa

Ich finde die Reaktion seitens Schalke auch etwas überzogen. Matondo ist ein 19 jähriger Waliser, der mit der Rivalität der beiden Clubs nicht aufgewachsen ist. Mir wird das Thema viel zu hoch gehängt, zumal man dadurch den Jungen bei den militanten Schalker zum Abschuss freigibt. Ich möchte mir jetzt gar nicht ausmalen, was in der Arena los ist, wenn der Junge in Zukunft den Ball vertändelt, ein paar Dribblings in den Sand setzt oder eine Schwächephase hat.

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17.07.2020 - 20:07 - RWO-Oldie

@easybyter, Gaaaanz großes SORRY. Ja, die Brille fehlte.
Ich hatte natürlich hdanz gemeint.
Nochmals sorry.

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17.07.2020 - 19:30 - easybyter

@RWO-Oldie
Haben Sie Ihre Brille verlegt? Ich habe weder Hans Sarpei das Recht abgesprochen, seine Meinung zu äußern, noch würde ich im Traum nicht darauf kommen, einen Menschen als Pausenclown zu titulieren oder anderweitig zu beleidigen. Das war nie mein Stil und wird es auch nie sein. Lesen Sie sich doch bitte noch einmal meinen Kommentar durch .
Glück Auf!

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17.07.2020 - 14:49 - thoms

Da trägt ein 19jähriger bei einem privaten Training das Trikot eines Freundes, wahrscheinlich weil er nicht weiß, dass es eine Rivalität zwischen zwei benachbarten Clubs gibt. Und schon tun einige vermeintliche Fans so, als wenn die Welt untergegangen wäre und natürlich fühlen sich die Verantwortlichen von S04 gezwungen, diesen Spieler drastisch zu bestrafen. Dabei gibt es gerade in diesem Verein andere, gravierende Probleme. Hier hätte es wirklich gereicht, diesen jungen Spieler zur Seite zu nehmen und ihm die Details zu erklären.

Ich denke, einige sollten abkühlen: Es geht um eine sportliche Rivalität bei der schönsten Nebensache der Welt, nicht um Feindschaft.

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17.07.2020 - 14:31 - RWO-Oldie

Es ist doch immer wieder interessant, wie Menschen auf Kritik reagieren.

1. Reaktion: Was erlauben Sarpei? Wie mein Verein kritisieren. Frevel, Gotteslästerung.
2. Reaktion: Diffamierung des Kritisierenden _ Pausenclown, Crash-TV, etc.

Zu 1: @easybyter, warum darf Hans Sarpei zu dem Geschehen keine Meinung äußern? Machst Du doch auch.
Zu 2: @easybyter: Warum darfst Du Sarpei Pausenclown nennen? Nur weil es eine Person des öffentlichen Lebens ist?

Zumal Sarpei ja durchaus auch Zustimmung erhält von 50 % meiner Vorposter - mit mir seine es dann 60 % aller Poster.

Nix für Ungut.
Bin jetzt auf die nächsten Diffamierungen vorbereitet. Als Erstes wird kommen: Wat willst Du denn? Geh doch zu deinem Amateurverein und piss in die Emscher - oder so ähnlich.

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17.07.2020 - 13:35 - KB1904

Hans , wer ?????

Der , der erwachsene Männer beim Training in seiner Trainer Serie "Das T steht für Coach" Übungen im Liegestütz ausführen läßt bei denen sie dann mit den Beinen nach hinten ausschlagen und dabei "I A ich bin ein Esel" rufen müssen, sollte sich besser mal um sich selber kümmern. Ich stelle mir gerade vor wenn ein anderer Trainer mal andere Tierlaute einfordert......................... dann aber ...............................

Vielleicht möchte er sich durch solche Kommentare hier im RS wieder für irgendwelche Trash Formate im TV in Erinnerung bringen.

So ist es für mich wie immer bei ihm: und täglich grüßt das Murmeltier.

https://www.youtube.com/watch?v=U6aGm4eOtX0 (24:59)

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17.07.2020 - 13:18 - dhanz

@easybyter
Klar, m.E. wurde von Schalker Seite diese Petitesse zu sehr aufgebauscht.
Trotzdem stört es mich gewaltig, wenn jedem, der unter einem Stein hervorgekrochen kommt und seinen unmaßgeblichen Senf zu allen möglichen und nicht-möglichen Themen abgibt, hier eine Bühne geboten wird.
Das gilt im Besonderen für H.Sarpei, der mir weniger als Schalker Spieler, sondern vielmehr als Pausenclown aus dem Unterschichten-Fernsehen bekannt ist.

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17.07.2020 - 13:10 - Blaubarschbube

Hast Recht Hans, hast Recht

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17.07.2020 - 13:00 - easybyter

Sarpei hat Recht, da wurde viel zuviel Aufhebens um diese Sache gemacht. Ein Gespräch mit dem jungen Spieler wäre genug gewesen. Ich finde es nicht schlimm, wenn er das Trikot seines Freundes trägt. Rivalität soll ja nicht zur Feindschaft führen. Das wird doch durch diese Geste nur unterstützt. Die Reaktion der Führung war etwas kleinkariert, man ist da wohl zur Zeit etwas sehr dünnhäutig. In besseren Zeiten wäre die Reaktion sicher gelassener ausgefallen.