18.08.2018

Verstärkung

Nürnberg holt neuen Stürmer

Foto: dpa

Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Nürnberg hat vor dem Bundesliga-Auftakt noch jede Menge Arbeit. Immerhin war auf Torjäger Mikael Ishak Verlass.

Der Club ist ein Depp, heißt es gemeinhin. Dass der fränkische Traditionsverein nicht gleich zum Saisonstart seinem zweifelhaften Ruf gerecht wurde, hatte er seinem Torjäger Mikael Ishak zu verdanken. Mit zwei Toren verhinderte der Schwede beim mühevollen und glücklichen 2:1 (1:1) des Bundesliga-Aufsteigers im DFB-Pokal bei Fünftligist SV Linx eine Blamage.

"Es war ein typisches Pokalspiel für die erste Runde. Wir sind froh, dass wir unser Ziel geschafft haben. Nach einer strittigen Entscheidung war auf einmal der Gegner wieder im Spiel. Dann läuft das Spiel, wie man es als Trainer nicht unbedingt will. Wir haben unsere Chancen liegen lassen", sagte FCN-Coach Michael Köllner.


Kubo wird aus Belgien kommen

Immerhin setzte Ishak vor dem Ligastart am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Hertha BSC mit zwei Treffern (15. und 88.) ein Zeichen. Der 25-Jährige war in der harmlosen Nürnberger Offensive in Linx auf sich alleine gestellt. Jetzt bekommt er an vorderster Front wohl die dringend benötigte Unterstützung. Der FCN steht vor der Verpflichtung des japanischen Nationalspielers Yuya Kubo von KAA Gent. Der Club will den 24 Jahre alten Offensivspieler für ein Jahr ausleihen mit anschließender Kaufoption.

Dass Handlungsbedarf besteht, offenbarte der neunmalige deutsche Meister und viermalige Pokalsieger beim südbadischen Oberligisten in eklatanter Weise. Der Club präsentierte sich uninspiriert, unentschlossen und viel zu umständlich - bis auf Ishak.

Der hatte aber Verständnis für die dürftige Vorstellung. "Gegen so einen tief stehenden Gegner ist es immer schwer. Wenn der Ball nicht rollt, kriegst du keine Räume", sagte der Doppel-Torschütze, hakte den knappen Erfolg aber schnell ab: "Am Ende zählen die Tore. Wir wissen, dass wir es besser können." Tim Leipold ergänzte mit Blick auf das Hertha-Spiel: "Mund abputzen - weitermachen."

Allerdings wartet auf Köllner in den kommenden Tagen noch einige Arbeit, zumal auch seine Defensive Schwächen zeigte. Nach dem Ausgleichstreffer durch Marco Rubio, der einen fragwürdigen Foulelfmeter (20.) verwandelte, hatte der Club zweimal Riesenglück, nicht zum zweiten Mal nach 2001 (1:2 gegen den SSV Ulm) gegen einen Fünftligisten in der ersten Runde aus dem Pokal geflogen zu sein. Damals war der Club ein Depp.

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