Aufsteiger SV Sodingen ist in der Westfalenliga noch nicht angekommen. Zuletzt setzte es drei Niederlagen in Folge - mit insgesamt 15 Gegentoren. Deshalb zog der Verein jetzt die Reißleine.

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Trainerentlassung in Sodingen nach drei Klatschen in Folge

07. November 2019, 08:44 Uhr

Foto: Carsten Klein

Aufsteiger SV Sodingen ist in der Westfalenliga noch nicht angekommen. Zuletzt setzte es drei Niederlagen in Folge - mit insgesamt 15 Gegentoren. Deshalb zog der Verein jetzt die Reißleine.

Aufstiegstrainer Timo Erkenberg ist nicht mehr verantwortlich beim SV Sodingen. Die Bilanz der vergangenen Wochen war einfach zu verheerend: Null Tore, 2:15 Tore und dazu auch noch drei Platzverweise in den jüngsten drei Partien. "Das sind die Daten eines Absteigers", sagte Stefan Gosing, Sportlicher Leiter des SV Sodingen, gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ).


Gosing selbst wird es sein, der am kommenden Sonntag beim Lüner SV (14.30 Uhr) als Interimstrainer an der Seitenlinie fungieren wird. Das soll aber nur ein kurzes Intermezzo bleiben: "Ich mache das nur so kurzfristig wie möglich", sagte Gosing. Ein neuer Trainer, der möglichst über Erfahrung in der Westfalenliga verfügen soll, könnte im Optimalfall schon im darauffolgenden Heimspiel gegen Tabellenführer SG Finnentrop/Bamenohl auf der Bank sitzen.

Der Klassenerhalt bleibt das Ziel in Sodingen, immerhin ist das rettende Ufer auch nicht weit entfernt. Zwei Zähler beträgt der Rückstand auf den FC Iserlohn auf Rang 13, obwohl die Sodinger Bilanz mit neun Punkten aus zwölf Partien tatsächlich eher die eines Absteigers ist. Die Wende traute die sportliche Führung dem 31-jährigen Erkenberg offenbar nicht mehr zu - sehr zum Bedauern Gosings: "Es fiel unglaublich schwer, diesen Schritt zu machen, weil Timo eine der verdientesten Personen im ganzen Verein ist", erklärte Gosing.


Nach dem 0:3 gegen Iserlohn setzte es zuletzt zwei 1:6-Klatschen bei der TuS Hordel und gegen die ebenfalls mies gestartete Westfalia Wickede. Nach der Pleite in Hordel sagte auch Erkenberg: "So haben wir in der Westfalenliga nichts zu suchen." Der geschasste Trainer, der das Amt im Oktober 2018 übernahm, geht aber nicht im Groll: "Ich verlasse den Verein erhobenen Hauptes und durch die Vordertür. Ich bin dem Verein sehr dankbar und wünsche der Mannschaft alles Gute - da ist ja auch noch alles drin!", sagte er der WAZ.

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07.11.2019 - 12:15 - hans1107

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