Die Transfer-Gerüchteküche beim MSV Duisburg ist still wie noch nie zu einem ähnlichen Zeitpunkt in dieser Saison. Handlungsbedarf besteht nach dem verpassten Aufstieg aber dennoch.

3. Liga

MSV: Handlungsbedarf in der Mitte und in der Breite

Stefan Loyda
19. Juli 2020, 17:00 Uhr
MSV-Manager Ivica Grlic im Gespräch mit Trainer Torsten Lieberknecht. Foto: firo

MSV-Manager Ivica Grlic im Gespräch mit Trainer Torsten Lieberknecht. Foto: firo

Die Transfer-Gerüchteküche beim MSV Duisburg ist still wie noch nie zu einem ähnlichen Zeitpunkt in dieser Saison. Handlungsbedarf besteht nach dem verpassten Aufstieg aber dennoch.

„Wir werden uns ein paar Tage schütteln – und dann ganz schnell wieder anpacken“, sagte Duisburgs Präsident Ingo Wald nur wenige Tage nach dem verpassten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga. Der MSV gehörte zweifellos zu den großen Verlierern nach der Zwangspause wegen der Corona-Pandemie. Für die Masse an Spielen in kurzer Zeit, so scheint es, war der Kader eventuell zu klein, um die Führungsposition zu halten. Das ist aber, genauso wie die Frage, wie es ohne Corona ausgesehen hätte, reine Spekulation.

Insgesamt ist es aber seit dem Saisonende beim MSV Duisburg recht ruhig geblieben. Migel-Max Schmeling wechselte geräuschlos zur zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund. Die Verträge von Connor Krempicki, Yassin Ben Balla, Matthias Rahn und Lukas Boeder sind nach Saisonende ausgelaufen. Fest steht jedoch bereits, dass Winterzugang Rahn den Verein nach nur einem halben Jahr und neun Einsätzen wieder verlassen wird.

Zweitliga-Interesse an Boeder und Ben Balla

Anders ist es jedoch beim restlichen Trio: Ben Balla soll das Interesse von Hannover 96 auf sich gezogen haben, auch andere Zweitligisten sollen angeblich an den Diensten des 24-Jährigen interessiert sein. Auch Boeder hat sich in die Notizblöcke der Zweitligisten gespielt. Beide hätte der MSV wohl nur bei einem Aufstieg halten können. Krempicki kam wegen eines Mittelfußbruchs nur auf 17 Einsätze. Offiziell geäußert hat sich noch keiner.

Klar ist aber, dass es beim MSV in der Innenverteidigung und im Mittelfeldzentrum bei Abgängen (auch nur von Teilen) des Trios größten Handlungsbedarf gäbe. Ein gestandener Innenverteidiger neben Marvin Compper und/oder dem jungen Vincent Gembalies würde definitiv nicht schaden. Ohnehin würde dem Kader mehr Breite gut tun. Die Schwierigkeit wäre nur, inwiefern das finanziell überhaupt zu realisieren ist.

Es sei denn, man würde neue Typen wie Leroy-Jacques Mickels finden. Dieser kam von der SSVg Velbert aus der Oberliga Niederrhein und wurde ganze 42 Mal in den Spieltagskader berufen. So häufig wie kein anderer Spieler des MSV.

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20.07.2020 - 07:06 - Gmeurb

Sich über das Aussehen von Lieberknecht zu echauffieren, Mann oh Mann, da fällt einem nix mehr ein!
Wenn man dann die Erwartungshaltung hier sieht, nachdem ein Abstieg mit unglaublich vielen Abgängen kompensiert werden musste, was in der Hinrunde, wider Erwarten nahezu perfekt gelang, dann muß man sich wirklich fragen was das soll!
Die Breite des Kaders war für mich das Hauptproblem, allerdings ist die den finanziellen Zwängen geschuldet. Ich hätte mir gerne noch echte Verstärkungen in der Winterpause gewünscht und da kam dann nur Rahn, auch hier gehe ich vom äusserst Möglichen aus, was die Finanzen angeht.
Wenn die C-Maßnahmen so anhalten werden wir über kurz oder lang die Grätsche machen, dass ist finanziell einfach nicht zu stemmen und ich glaube genau da drückt der Schuh am meisten und genau das wird im Moment bei Boeder und Ben Balla deren mögliche Entscheidungen für einen Verbleib beeinflussen.
Wir müssten hier schnell diese Leute mindestens die nächsten 2 Jahre binden (nichts anderes wird Ivo versuchen) um eventuell am Ende der Saison Transfererlöse zu erwirtschaften, denn wir sind ja ein Ausbildungsverein, nur bringt das wenig, wenn man Leute abgibt ohne Geld dafür zu bekommen! Es bleibt im Prinzip nur ein ähnliches glückliches Händchen bei möglichen Neuverpflichtungen und das Ende der C-Maßnahmen.
Der direkte Wiederaufstieg wäre aus meiner Sicht ohne diese englischen Wochen sicherlich geglückt, auch wenn es im Artikel als Spekulation abgetan wird!

19.07.2020 - 20:52 - Alt Zebra

Wenn Interessiert wie Lieberknecht Aussieht, es ist doch wohl wichtiger das unter Lieberknecht der Abstieg nicht verhindert wurde .Auch das wir nicht Aufgestiegen sind ist seine Schuld weil er die Mannschaft zu oft falsch Aufgestellt hat ,eine Schlechte Vorbereitung gemacht hat das zu vielen Verletzungen geführt hat.Sein Festhalten an einem System was die Mannschaft nicht umsetzen konnte,Spieler wurden immer wieder gebracht obwohl sie eine Fehler nach dem anderen gemacht haben (Compper,Weinkauf).Ein Leistungsprinzip war nicht vorhanden ,es wurden Spieler nach guten Leistungen nicht mehr berücksichtigt lieber Spieler außer Form.In jedem andern Verein hätte der Trainer nach dem Abstieg und nicht Aufstieg gehen können .Was macht Wald und Grilic gibt dieser Lusche nach dem Abstieg noch einen 2 Jahres Vertrag anstadt 1 Jahr mit der möglichkeit beim Aufstieg zu Verlänger.Ich bin mal gespannt wie lange an Lieberknecht festgehalten wird wenn es in der neuen Saison nicht Läuft .Meine Meinung über Leberknecht hat sich bis jetzt bestätigt, ich hoffen das ich mich für die neue Saison Irre sonst Spielen wir noch lange in der 3 Liga.

19.07.2020 - 18:06 - iapofgod

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