Landesliga

Im Tabellenkeller: SV Burgaltendorf vermisst abgewandertes Sturm-Duo

23. Oktober 2020, 12:24 Uhr
Foto: Michael Gohl

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Vor dem achten Spieltag in der Landesliga Niederrhein Gruppe 3 sieht es für den SV Burgaltendorf alles andere als rosig aus: Mit nur drei Punkten aus sieben Spielen und erst fünf eigenen Toren belegt das Team von Trainer Julian Engelmeyer den letzten Platz. Am Sonntag steigt das Kellerduell.

Vor allem die Offensive ist das Problem: Mit fünf geschossenen Toren in sieben Spielen stellt der Niederrhein-Landesligist SV Burgaltendorf den derzeit schlechtesten Angriff der Liga. Trainer Julian Engelmeyer fasst die Grundprobleme seiner Mannschaft vor dem Kellerduell beim zwei Plätze vor dem Essener Schlusslicht rangierenden VfB Speldorf (Sonntag, 15 Uhr) zusammen. „Uns fehlt vorne einfach das Quäntchen Glück. Wir haben momentan das Pech, dass wir den Ball gefühlt aus zwei Metern nicht über die Linie bekommen. Die Chancenverwertung ist alles andere als optimal“, urteilt der 38-Jährige.

Zu allem Überfluss aus Sicht der Burgaltendorfer Abteilung Attacke verletzte sich auch noch Stürmer und Sommer-Neuzugang Felix Scheider im vergangenen Spiel gegen Blau-Weiß Mintard (0:1). Der 29-Jährige erzielte immerhin zwei der bisherigen fünf Treffer des seit vier Spielen sieglosen SVA. „Das ist natürlich überhaupt nicht förderlich“, gibt Engelmeyer zu Protokoll, der zum Saisonstart auf die Zugänge Scheider und Jonas Rölver sowie einige junge Spieler baute, um den Weggang der Top-Offensivspieler Kreshnik Vladi (SpVg Schonnebeck) und Sam Soltani (Studium in England) zu kompensieren. „Am Anfang sind wir trotz ihrer Qualität nicht davon ausgegangen, dass sie uns fehlen werden. Nach dem bisherigen Saisonverlauf machen wir aber keinen Hehl daraus, dass wir sie gut gebrauchen könnten“, nimmt der Coach kein Blatt vor den Mund. 

Engelmeyer glaubt an die Trendwende

Doch auch ohne Vladi und Soltani ist Engelmeyer positiv gestimmt, dass die Trendwende in Speldorf gelingen kann – den letzten und bislang einzigen Saisonsieg fuhr sein Team am 20. September beim Duisburger SV ein. „Wir haben ja nicht schlecht gespielt in den letzten Spielen. Im Moment fehlt uns nur das Tor. Wir wollen jetzt nach Speldorf fahren mit dem Ziel, Tore zu schießen“, gibt der Übungsleiter die Marschroute vor. Der Gegner ist dem SV Burgaltendorf bei der gleichen Anzahl an Spielen um vier Zähler voraus – Engelmeyer möchte aber nicht von einem „Muss-Sieg“ sprechen. „Ich will jedes Spiel gewinnen, also ist jedes Spiel ein „Muss-Sieg“. Wir sind unten drin und wollen da nicht bleiben, das ist eben Fakt“, sagt der Trainer.

Insbesondere vor dem 29-maligen Drittligaspieler Ercan Aydogmus warnt der Coach des SV: „Der kann trotz seiner 41 Jahre immer noch ordentlich Tore schießen. Auf den müssen wir achten“, sagt er über den Ex-Wuppertaler, der in sieben Spielen für den VfB sechs Mal traf. Beim Gastspiel in Mülheim fehlen den Burgaltendorfern einige Akteure gesperrt oder verletzt. „Wir sind inklusive mir und meinem Co-Trainer nur zu fünft auf der Bank“, erklärt Engelmeyer. 


Autor: Leon Peters

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