Kevin Großkreutz hat Mitte der Woche für eine große Schlagzeile im Dortmunder Amateurfußball gesorgt.

Dortmund

Großkreutz über Kemminghausen-Aus: "Bin im Guten gegangen"

20. September 2019, 10:29 Uhr

Foto: Ralf Rottmann

Kevin Großkreutz hat Mitte der Woche für eine große Schlagzeile im Dortmunder Amateurfußball gesorgt.

Sein plötzlicher Wechsel innerhalb der Bezirksliga vom VfL Kemminghausen zum Tabellenführer Türkspor Dortmund sorgte für viel Gesprächsstoff.

Nach nur sechs Spielen verlässt der 31-jährige Weltmeister gemeinsam mit seinem Kumpel Reza Hassani seinen Heimatklub Kemminghausen und heuert bei Türkspor Dortmund an. Großkreutz betont gegenüber den "Ruhr Nachrichten", dass es keinen Ärger zwischen ihm, Hassani und dem VfL Kemminghausen gegeben hat. "Kemminghausen wird immer mein Vorortverein bleiben. Ich werde den VfL weiterhin unterstützen. Ich bin im Guten gegangen, hatte aber ohnehin geplant, im Sommer aufzuhören."


Den Großteil der Arbeit bei Türkspor wird demnach Großkreutz' Assistent Hassani übernehmen. "Ich unterstütze Reza, wenn es die Zeit zulässt", erklärt der ehemalige Dortmunder Borusse, der noch bis zum 30. Juni 2021 beim Drittligisten KFC Uerdingen unter Vertrag steht.

Türkspors Erfolgstrainer Kara befindet sich in Schockstarre

Während Großkreutz und Hassani sich auf ihre neue Aufgabe und das Ziel Landesliga-Durchmarsch mit Türkspor Dortmund vorbereiten, ist Bülent Kara der große Verlierer und geschockt über die Entscheidung des Vereins. Immerhin muss der 43-Jährige den Verein verlassen, mit dem er aufgestiegen ist und den er an die Tabellenspitze der Bezirksliga gebracht hat.


"Ich bin immer noch schockiert und perplex. Da ist für mich auch ein Stück weit unmenschlich", fand der entlassene Kara am Mittwoch in einem Interview mit dem "RevierSport". Kara weiter: "Der Vorstand hat mir erklärt, dass ich nichts falsch gemacht habe und es ihnen auch Leid tut. Aber sie wollten mit Großkreutz jetzt auch Aufsehen erwecken und auch ein Stück weit medialer präsenter werden. Ich glaube, dass der Verein das jetzt geschafft hat."

"Wir wissen, dass dieser Schritt unpopulär ist. Wir gehen ihn trotzdem, weil wir glauben, mit Reza und Kevin unsere ambitionierten Ziele für die Zukunft besser verwirklichen zu können", erklärt Nejdet Akey, Vorstandsmitglied von Türkspor Dortmund, gegenüber den "Ruhr Nachrichten".


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