Nach dem achten Spieltag in der Oberliga Westfalen grüßte der TuS Ennepetal von Platz eins. Nun, ein paar Wochen später, steht der TuS auf dem sechsten Platz. Derzeit fehlt Ennepetal die Konstanz - und teilweise auch das Matchglück. 

Oberliga Westfalen

Ennepetal und die Suche nach Konstanz

Justus Heinisch
04. November 2019, 11:01 Uhr

Foto: Markus Joosten

Nach dem achten Spieltag in der Oberliga Westfalen grüßte der TuS Ennepetal von Platz eins. Nun, ein paar Wochen später, steht der TuS auf dem sechsten Platz. Derzeit fehlt Ennepetal die Konstanz - und teilweise auch das Matchglück. 

20 Punkte nach 13 Spielen sind für Alexander Thamm mehr als in Ordnung: "Die Problematik ist nur, dass wir sehr, sehr gut gestartet sind und uns jetzt die Konstanz in Form von Punkten fehlt", ergänzte der Oberliga-Coach. "Wir haben am Anfang viele Spiele gewonnen, in denen wir nicht besser waren." Zuletzt dagegen verlor der TuS die Spiele, in denen er besser oder auf Augenhöhe mit dem Gegner war. 


Zum Beispiel die Partie am vergangenen Sonntag gegen den SC Wiedenbrück. Ennepetal hätte laut Thamm nach wenigen Sekunden einen Elfmeter bekommen können, fing sich dann - zu einem psychologisch ungünstigen Zeitpunkt - in der 45. Minute aber ein Standard-Gegentor. Es folgte "eine richtig gute zweite Halbzeit, die wir sehr dominant gestaltet haben", befand Thamm. Der Spitzenreiter aus Ostwestfalen legte jedoch zwei Treffer nach - in der 90. und 92. Spielminute. So stand am Ende eine deutliche 0:3-Pleite.

"Viele Kleinigkeiten ..."

Warum die Ergebnisse derzeit ausbleiben in Ennepetal? Am Einsatz oder an der Leidenschaft liege es nicht, so Thamm: "Es sind halt viele Kleinigkeiten, die wir nicht beeinflussen können." Beispielsweise sah der Coach in den vergangenen drei Partien sechs Fouls gegen sein Team, für die es einen Strafstoß hätte geben können. Nicht einen bekam Ennepetal zugesprochen. "Dafür gab es zwei fragliche Elfmeter gegen uns", befand Thamm. Allerdings gibt es auch Kleinigkeiten, die sein TuS beeinflussen könne. Aufsummiert fehlen Ennepetal so derzeit "drei, vier Prozentpunkte, die uns die Punkte gekostet haben". 


Der starke Saisonstart brachte überdies ein gesteigertes Anspruchsdenken mit sich. "Wir wollen nicht mehr die graue Maus der Oberliga sein. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben", meinte Thamm. Umso enttäuschender für den 36-Jährigen, wenn sich das eigene Team "ärgerliche" Pleiten fängt. Obwohl Ennepetal seit drei Ligaspielen nicht mehr gewinnen konnte, gibt es laut dem Trainer keine schlechte Stimmung im Team: "Die Jungs haben Bock!" 

Thamm ergänzte: "Wir verfallen nicht in tiefe Trauer, sondern machen einfach weiter." Und zwar am kommenden Wochenende beim ASC 09 Dortmund. "Dort treffen wir auf einen sehr guten Gegner", glaubt Thamm. Der Ex-Profi erwartet im Aplerbecker Waldstadion ein "Oberliga-Spiel auf hohem Niveau", in dem die Kleinigkeiten entscheiden werden - wieder mal.

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