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Eriksen: Engelbrecht hat "angefangen zu zittern und Gänsehaut bekommen"

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Daniel Engelbrecht im Dress des VfL Bochum.
Foto: Ralf Rottmann

Nach dem dramatischen Zwischenfall um den kollabierten dänischen Spieler Christian Eriksen diskutierte Markus Lanz im ZDF unter dem Thema "EM-Drama Eriksen: Sollten Fußballspiele trotzdem fortgesetzt werden?". Dabei kam auch der im Pott bekannte Ex-Profi Daniel Engelbrecht zu Wort.

Die dramatischen Minuten kurz vor Ende der ersten Halbzeit des Europameisterschaftsspiels zwischen Dänemark und Finnland bewegten die ganze Welt. Dänemarks Spielmacher Christian Eriksen war unvermittelt zusammengebrochen und musste reanimiert werden. Nach mehreren Minuten, in denen er unter anderem Herzdruckmassagen erhielt, wurde er aus dem Stadion hinaus in ein Krankenhaus gebracht. Dort stabilisierte er sich und konnte sich langsam von dem Schock erholen. Im Stadion hatte er einen Herzstillstand erlitten.

Daniel Engelbrecht erlebte eine ähnliche Situation wie Eriksen

Diese dramatischen Minuten waren am Dienstag, 15. Juni, auch Thema bei Markus Lanz. Im ZDF diskutierte er mit Politiker Olaf Scholz, der Journalistin Ulrike Herrmann, Bela Rethy, der das Spiel kommentiert hatte, Fußball-Experte Ewald Lienen und Ex-Profi Daniel Engelbrecht. Das Thema der Sendung war: "EM-Drama Eriksen: Sollten Fußballspiele trotzdem fortgesetzt werden?"

Engelbrecht, der unter anderem für den VfL Bochum und Rot-Weiss Essen aktiv war, hatte in seiner aktiven Zeit selbst mit Herzproblemen zu kämpfen. "Ich bin auf die Außenlinie zugelaufen, weil ich den Ball gefordert hatte. Wir hatten Einwurf. Von jetzt auf gleich habe ich gemerkt, wie mir schwindelig geworden ist und mir langsam schwarz vor Augen wurde. Dann bin ich zusammengebrochen“, erinnerte sich Engelbrecht im Mai 2020 bei "Stern TV" an den 20. Juli 2013. Da war er in einem Vorbereitungsspiel der Stuttgarter Kickers gegen Rot Weiß Erfurt zusammengebrochen.

Engelbrecht fühlt sich an eigenes Schicksal erinnert

Die Bilder vom dramatischen Zwischenfall um Eriksen habe er sich oft angeguckt, erzählte Engelbrecht in Lanz' Talkshow. "Meine Szene ist identisch wie seine abgelaufen. Ich liege an der Außenlinie. Ich wollte zu meinem Mitspieler laufen, den Ball haben und sacke dann in mich zusammen. Als ich die Szene von Eriksen gesehen habe, kam mir sofort in den Sinn: "Oh mein Gott, bitte nicht"", sagte der 30-Jährige.

Engelbrecht fühlte sich an sein eigenes Schicksal erinnert. "Im nächsten Moment liegt er auf dem Boden und es hat bei mir im ganzen Körper gerappelt. Ich habe angefangen zu zittern und Gänsehaut bekommen. Ich habe nur gedacht: "Bitte steh wieder auf"", erinnerte er sich. Auch mit Eriksens Frau und zwei Kindern habe er sofort mitgelitten.

Engelbrecht: "Ich rechne nicht damit, dass er in diesem Jahr nochmal Fußball spielt"

Engelbrecht selbst sei sich der Dramatik der Situation im Moment seines eigenen Herzstillstandes damals nicht bewusst gewesen, wie er weiter erzählte. "Ich bin danach aufgestanden und wollte weiterspielen. Dass man ein Spiel nach so einem Vorfall aber fortsetzt, ist für mich unverständlich", stellte er zudem klar. "Ein Christian Eriksen, der vielleicht eine halbe Stunde oder eine Stunde um sein Leben kämpft, der kann danach nicht die Entscheidung treffen, ob sein Team weiterspielen soll oder nicht. Er kann die Tragweite der Situation noch nicht einschätzen."

Engelbrecht schrieb in Deutschland Geschichte, da er in der Folge seiner Herzprobleme als erster deutscher Profi mit einem eingebauten Defibrillator auflief. Im Jahr 2018 hatte er seine Karriere dann beendet. Zu Eriksen prognostizierte er: "Ich rechne nicht damit, dass er in diesem Jahr nochmal Fußball spielt."

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