20.09.2018

Landesliga

Ein Hauch von Rio beim VfB Frohnhausen

Foto: Michael Gohl

Dominik Hendricks hatte mit einem Tor und einer Vorlage maßgeblichen Anteil am 3:1-Erfolg des VfB Frohnhausen im Essener Kreispokal über den Landesliga-Rivalen Sportfreunde Niederwenigern.

In der Verlängerung erinnerte er ein wenig an Bastian Schweinsteiger im WM-Finale von Rio 2014. Nach einem Tritt auf den Knöchel, das Knacken war über den gesamten Sportplatz zu hören, wälzte sich Hendricks mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden. Nur unter Mühen konnte er den Platz verlassen. Die letzten Minuten der Verlängerung, es waren zu diesem Zeitpunkt noch fünf, sollte sein Team auch zu zehnt überstehen, immerhin führten sie mit 3:1. „Ich hab meinen Coach gefragt, ob er noch wechseln kann. Das ging aber nicht und die Jungs hängen lassen kam für mich nicht infrage“, erzählte Hendricks von den Momenten an der Seitenlinie. Also ging er wieder aufs Feld und half seinem Team, den Sieg über die Zeit zu bringen. Der VfB Frohnhausen steht nach dem Sieg über den favorisierten Ligarivalen in der 3. Runde des Essener Kreispokals.


Steigerte sich mit dem Spielverlauf

Dabei hatte Hendricks seiner Mannschaft den größten Dienst bereits erwiesen. In der letzten Minute der Nachspielzeit schaltete er bei einem langen Ball in die Spitze nicht ab und erzwang ein Eigentor von Malte Eckert. Damit gab es Verlängerung. Als wäre das noch nicht genug gewesen, bekam er nur Sekunden nach dem Anstoß den Ball und versenkte ihn zum viel umjubelten 2:1 im rechten unteren Toreck.
 
„Wir sind schwer reingekommen und haben dann mit Glück den Ausgleich gemacht. In der Verlängerung haben wir überragend gekämpft und verordnet gewonnen, Niederwenigern war platt. Für mich war es natürlich geil, direkt das Tor zu machen“, fasste er die Schlüsselmomente des Spiels zusammen. Seine eigene Leistung wollte er dabei nicht hervorheben. „Die erste Halbzeit war katastrophal, wenn man ehrlich ist. Eigentlich habe ich gar nicht so ein gutes Spiel gemacht, aber dann eben genetzt.“

Mammutaufgabe FC Kray

Nach diesen anstrengenden 120 Minuten wartet nun Ligaprimus FC Kray. „Kray ist natürlich die stärkste Mannschaft der Liga. Aber wir kennen die und die kennen uns“, gab sich Hendricks kämpferisch.
 
Sein Trainer Issam Said war pessimistischer. „Ich habe aktuell andere Aufgaben, als mich mit Kray zu beschäftigen. Wir fahren da hin, machen ein gutes Spiel und fahren wieder heim“, sagte er und setzte die Erwartungen niedrig an. Wenn der VfB aber weiter so auftritt, gibt es keinen Grund, sich zu verstecken. Das weiß auch Dominik Hendricks. „Wir machen uns nicht in die Buchse und versuchen zu spielen, wie gegen Burgaltendorf. Dann schauen wir, was da geht“, sagte er kämpferisch. 

Autor: Tizian Canizales

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