2. Bundesliga

Dariusz Wosz wäre fast nicht beim VfL Bochum gelandet

Stefan Loyda
22. November 2020, 17:51 Uhr
Dariusz Wosz arbeitet mittlerweile als Leiter der VfL-Fußballschule. Foto: Svenja Hanusch

Dariusz Wosz arbeitet mittlerweile als Leiter der VfL-Fußballschule. Foto: Svenja Hanusch

In einem Interview mit transfermarkt.de hat Dariusz Wosz erzählt, dass er beinahe nicht zum VfL Bochum gewechselt wäre.

Auf nur wenige Fußballer ist das Wort "Legende" so passend wie bei Dariusz Wosz für den VfL Bochum. Bis heute ist die „Zaubermaus“ jedem Bochumer ein Begriff und das nicht nur, weil er als Leiter der Fußballschule immer noch anne Castroper aktiv ist. 346 Spiele hat Wosz für den VfL bestritten, darunter unter anderem auch im UEFA-Cup. Zudem gehört er zu den wenigen Bochumern, die ihn ihrer VfL-Zeit für die Nationalmannschaft nominiert wurden.

1992 ist der in der polnischen Kleinstadt Piekary Slaskie geborene Wosz vom Halleschen FC ins Ruhrgebiet gekommen. Wie der heute 51-Jährige in einem Interview mit transfermarkt.de erklärt, wäre es beinahe gar nicht zu diesem Wechsel gekommen. „Bevor ich zum VfL wechselte, spielte ich für den Halleschen FC. Irgendwann bekam ich das Angebot aus Bochum. Als junger Spieler, und dann noch aus der DDR, ist man total aufgeregt und empfindet große Wertschätzung. Also entschloss ich mich, einen Vorvertrag zu unterschreiben“, berichtet Wosz, der die Stadt Bochum über die Zeit lieben gelernt hat. 

Auch Schalke und der HSV hatten sich gemeldet

Allerdings hatten sich nach dem Vorvertrag noch ganz andere Klubs bei ihm gemeldet, während sich die Verantwortlichen des VfL nicht mehr ihm gemeldet hatten: „Die Wertschätzung war jedoch aufseiten des VfL zunächst nicht sonderlich vorhanden. Ich hörte über ein halbes Jahr nichts vom Verein, wann ich wechseln sollte, was sie mit mir planen, es kam einfach nichts. In der Zwischenzeit lief es für Halle und mich so gut, dass mich auf einmal Vereine wie Schalke 04, der Hamburger SV und sogar die AS Monaco verpflichteten wollten.“ Zu gerne wäre Wosz, dessen Neffe Joscha Wosz in dieser Saison sein Bundesliga-Debüt gefeiert hat, zu den anderen Klubs gewechselt, allerdings habe ihm der Vorvertrag einen Strich durch die Rechnung gemacht: „Heute kann ich sagen, zum Glück habe ich den Vorvertrag unterschrieben.“

Auf ein schönstes Spiel seiner Karriere wolle er sich jedenfalls nicht festlegen: „Die Auftritte mit dem VfL im UEFA-Cup rufen genauso Gänsehaut bei mir hervor wie die Spiele mit der Hertha in der Champions League. Ich kann mit voller Zufriedenheit sagen, ich habe alles aus meiner Karriere herausgeholt und den Traum gelebt habe, den ich als Sechsjähriger hatte.“

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