Westfalenliga 2

BV Westfalia Wickede: Rennen gegen die Zeit beginnt

19. November 2020, 11:54 Uhr
In der "Katastrophen-Woche" hat Westfalia Wickede gegen Wiemelhausen verloren. Foto: Olaf Ziegler

In der "Katastrophen-Woche" hat Westfalia Wickede gegen Wiemelhausen verloren. Foto: Olaf Ziegler

In der Westfalenliga II ist der Abstiegskampf für die BV Westfalia Wickede derzeit bittere Realität. Für den sportlichen Leiter Daniel Dukic trübt das Tabellenbild, dennoch erkennt er die schwierige Lage.

Von der aktuellen Spielzeit hat sich der BV Westfalia Wickede deutlich mehr erhofft: Nach sieben Spielen gab es noch keinen Sieg in der Westfalenliga II zu bejubeln, weshalb im Moment magere zwei Zähler auf dem Konto der Dortmunder stehen. Der sportliche Leiter Daniel Dukic ist dementsprechend unzufrieden mit der Situation, „aber der Tabellenstand trübt ein wenig“, sagt er. „Es ist oft einfach unglücklich für uns verlaufen, die meisten Spiele waren sehr offen.“

Im Augenblick findet sich Westfalia Wickede im Abstiegskampf wieder. „Die Ambitionen und Erwartungshaltung waren vor der Saison ganz anders“, sagt Dukic. „Wir haben extra einen neuen und verjüngten Kader zusammengestellt. Eigentlich steckt sehr viel Potential in der Mannschaft.“ Dennoch bleiben die Erfolge derweil aus, wodurch sich ein 16. Tabellenplatz für das Team ergibt.

Sehr düster war es am vierten und fünften Spieltag für die Dortmunder, als sie mit 0:6 gegen SV Sodingen und darauffolgend 4:6 gegen Concordia Wiemelhausen verloren. „Das waren zwei Katastrophenwochen von uns“, sagt Dukic. „Die beiden Spiele haben wir verschenkt.“ Aufwind gab der folgende Punktgewinn gegen den BSV Schüren (1:1) und die Niederlage gegen FC Brünninghausen (1:3). „Die Niederlage war da anders zu bewerten“, sagt der sportliche Leiter. „Durch die Auftritte hatten wir wieder gute Hoffnungen, dass wir da unten herauskommen.“

Diese positive Gefühlslage wurde jedoch von der Corona-Pause unterbunden. Aus dieser vorgezogenen Winterpause zieht Dukic nur einen kleinen Vorteil: „Immerhin können sich so die Verletzten etwas auskurieren“, da Leistungsträger, wie Mittelfeldspieler Nils Dietz oder Markus Scherff, in den vergangenen Wochen bereits verletzungsbedingt ausfielen.

Die Zielvorgabe für den weiteren Saisonverlauf der Westfalia Wickede formuliert Dukic eindeutig: „Wir müssen einfach wieder punkten, am besten direkt eine kleine Serie hinlegen.“ Um das zu ermöglichen, blickt der sportliche Leiter bereits auf das Transferfenster. Zwar ist er von der Qualität des Kaders überzeugt, jedoch beabsichtigt er, im Winter neue Spieler zu verpflichten: „Wir wollen keine radikalen Einschnitte machen, aber gezielte Verstärkungen dazu holen.“

Wenn der Spielbetrieb im nächsten Jahr wieder Fahrt aufnehmen wird, vermutet Dukic eher nur die komplette Austragung der Hinrunde: „Wenn man Hin- und Rückrunde spielen will, müsste man spätestens im Januar anfangen. Ob das in der aktuellen Lage machbar ist, steht in den Sternen.“

Sollte es dazu kommen, dass tatsächlich nur die Hinrunde zu Ende gespielt wird, ist sich der sportliche Leiter um die Notwendigkeit, schnell auf Punktejagd zu gehen, bewusst. „Für uns bedeutet das mehr Druck“, sagt Dukic. „In den restlichen Spielen müssen wir überall punkten, um aus diesem Abstiegskampf herauszukommen.“ Das Rennen gegen die Zeit beginnt somit für den Verein aus Dortmund.


Autor: Kai Fedrau

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