Bundesliga

Borussia Dortmund: Quarantäne-Streit um BVB-Star Haaland

Stefan Loyda
16. November 2020, 14:27 Uhr
Noch ist nicht klar, ob Erling Haaland am Wochenende für den BVB spielen darf. Foto: firo

Noch ist nicht klar, ob Erling Haaland am Wochenende für den BVB spielen darf. Foto: firo

Borussia Dortmund droht ein Ausfall von Top-Stürmer Erling Haaland. Noch ist schließlich unklar, ob der Norweger nach dem Nationalmannschaftsaufenthalt in Quarantäne muss oder nicht.

Borussia Dortmund muss am kommenden Wochenende in die Hauptstadt. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre gastiert bei Hertha BSC und sinnt auf Wiedergutmachung nach der Niederlage gegen die Bayern. Dabei droht ihnen jedoch der wichtigste Stürmer im Kader auszufallen: Erling Haaland soll sich schließlich auch in Deutschland an die Quarantäne-Pflicht halten. Das haben nun auch der norwegische Fußballverband sowie die zuständigen Behörden bekräftigt.

Haaland hätte - wie übrigens auch Rune Jarstein von BVB-Gegner Berlin und Alexander Sörloth von RB Leipzig - zugestimmt, sich bis zum Ablauf der zehntägigen Quarantäne in Isolation zu begeben, hieß es. Vonseiten der deutschen Arbeitgeber des Trios gab es am Montag zum Teil heftigen Widerspruch.

In Norwegen hieß es, entsprechende Informationen für die weitere Vorgehensweise seien den Profis in Schreiben an deren Klubs mitgegeben worden, „damit die Regeln eingehalten werden“, sagte Verbandsdirektorin Lise Klaveness dem Rundfunksender NRK. Bei den Skandinaviern gibt es auch eine klare Haltung: Ein Zuwiderhandeln gegen die Quarantäne-Anordnung würde als deren „Bruch“ und „Verstoß gegen die Voraussetzungen zur Ausreise“ gewertet, sagte der zuständige Osloer Amtsarzt Tore W. Steen dem Dagbladet. Dann könnte die Polizei aktiv werden. Das norwegische Infektionsschutzgesetz sieht für Quarantäneverstöße Geldstrafen oder Gefängnis bis zu zwei Jahren vor.

Borussia Dortmund geht derweil davon aus, dass Haaland auf deutschem Boden dem deutschen Recht zu unterwerfen ist. Der Stürmer habe den Maßnahmen vor seiner Abreise nicht zugestimmt. Er werde sich einer dritten Testung unterziehen. Sollte diese negativ ausfallen, sei er spielberechtigt. Darauf setzen auch Hertha BSC Berlin und RB Leipzig.

Norwegens Regierungschefin Erna Solberg ließ derweil mitteilen, dass sie mit ihren Fußball-Stars „nicht weniger streng“ verfahren würden als mit anderen Bürgern. „Es ist unsere ganz grundsätzliche Strategie, Menschen in Quarantäne zu schicken, wenn sie in der Nähe eines Infizierten waren“, betonte Solberg: „Viele andere Länder um uns herum tun dies nicht, und das ist einer der Gründe dafür, dass die Zahl der Fälle bei uns kleiner ist.“ sl mit sid und dpa

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18.11.2020 - 16:24 - soso

Macht nich son Pallaver: 2 Wochen Quarantäne und gut is.
Reus wirds freuen - dann darf er spielen.