Landesliga

BG Überruhr: Ex-RWE-Profi Lorenz zieht ein erstes Fazit

Fabrice Nühlen
29. Dezember 2020, 07:00 Uhr
BGÜ-Coach Stefan Lorenz möchte seinen Spielern wieder Anweisungen geben.  Foto: Thorsten Tillmann

BGÜ-Coach Stefan Lorenz möchte seinen Spielern wieder Anweisungen geben. Foto: Thorsten Tillmann

Fußball-Landesligist BG Überruhr wird vom ehemaligen RWE-Kapitän Stefan Lorenz trainiert. Mit RevierSport hat der BGÜ-Coach über die Corona-Pause und mögliche Auswirkungen auf den Fußball gesprochen.

Im Sommer feierte Stefan Lorenz mit seiner Mannschaft offiziell die Bezirksliga-Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga. Der Aufsteiger erwischte in der sechsthöchsten Spielklasse einen sensationellen Start und stand nach vier Partien auf dem zweiten Tabellenplatz. In den kommenden vier Liga-Spielen wurde der Neu- Landesligist allerdings zurück auf den Boden der Tatsachen geholt und kassierte gleich vier Niederlagen in Folge. Dazu stellt die Lorenz-Elf mit nur sieben erzielten Treffern die schwächste Offensive der Liga. Zum Zeitpunkt der Saison-Unterbrechung im November stand der amtierende Bezirksliga-Meister auf dem neunten Tabellenplatz – eine respektable Platzierung.

RevierSport hat mit BGÜ-Coach und Ex-Profi Stefan Lorenz (39) über die Corona-Pause und mögliche Auswirkungen auf den Fußball gesprochen:

Stefan Lorenz, die Saison wurde erneut unterbrochen. Was war für Sie der Moment der Hinrunde?
Ich denke, dass unser guter Saisonstart der Moment der Hinrunde war. Das war das Highlight. Da hatten uns sicher nicht viele Leute auf der Agenda. Dass wir die letzten vier Spiele allesamt verloren haben, war natürlich nicht mehr so prickelnd. Vielleicht hat uns die Corona-Pause sogar im Nachhinein ganz gutgetan.

Was wünschen Sie sich für das Fußballjahr 2021?

Im Fußballjahr 2021 sollte im Mittelpunkt stehen, dass man wieder trainieren und spielen kann. Das wäre für alle Beteiligten wünschenswert. Wichtig ist, dass die Saison einen vernünftigen Ausgang hat und für alle Vereine fair beendet wird.

Auch als Trainer im Amateurfußball sind Sie verrückt nach diesem Sport. Wie erleben Sie diese unfreiwillige, lange Fußballpause?
Der Fußball fehlt an allen Ecken und Kanten. Deshalb wäre es schön, wenn es im Februar wieder losgehen würde. Vielleicht auch erst im März. Es wäre für alle Beteiligten sinnvoll, wenn man wieder gegen die Pille kicken kann.

Glauben Sie, dass nach der Pause die Begeisterung für den Fußball noch überall so vorhanden sein wird? Oder schadet die Krise dem Fußball allgemein?

Ich denke schon, dass die Begeisterung für den Fußball weiterhin bleiben wird. Fußball wird immer zum Leben gehören. Sicherlich wird sich das Verhalten der Menschen etwas verändern. Wir hoffen, dass sich das irgendwann alles wieder einpendelt und die gleichen Emotionen wie vor der Corona-Krise in den Stadien und auf den Plätzen vorhanden sind. Aber das wird wahrscheinlich noch etwas dauern.

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