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Adler Osterfelds Trainer: „Habe den Fußball viel zu lieb"

Leon Peters
02. Januar 2021, 08:00 Uhr
Udo Hauner, Trainer beim SV Adler Osterfeld, rechnet mit einer hohen Fußball-Begeisterung, auch nach der Corona-Pause. Foto: Oliver Mengedoht

Udo Hauner, Trainer beim SV Adler Osterfeld, rechnet mit einer hohen Fußball-Begeisterung, auch nach der Corona-Pause. Foto: Oliver Mengedoht

Nach einem großen Umbruch im Sommer befindet sich der SV Adler Osterfeld im oberen Tabellenmittelfeld der Bezirksliga Niederrhein 8. Trainer Udo Hauner erklärt im RevierSport-Interview, warum er kein bestimmtes Saison-Highlight hat und blickt auf das Fußballjahr 2021 voraus.

Udo Hauner, die Saison wurde Anfang November erneut unterbrochen. Was war bisher Ihr Moment der Hinrunde?

Einen einzelnen Moment habe ich eigentlich nicht. Für mich zählt viel mehr, dass die Mannschaft sich trotz des Umbruchs mit vielen neuen Spielern aus der A-Jugend bislang prächtig verkauft hat. Von daher kann man eigentlich sagen, dass der Umbruch selbst mein Highlight war. 

Was wünschen Sie sich für das Fußballjahr 2021?
Mein größter Wunsch ist natürlich, dass wir dieses verfluchte Coronavirus loswerden. Sportlich möchte ich meine Mannschaft weiterhin bei ihrer Entwicklung begleiten, denn das macht einfach großen Spaß. Wir wollen motiviert zurückkehren. Aber wenn das normale Leben so weiterlaufen würde, wie wir es im Ansatz kennen, wäre das natürlich sehr schön für alle.

Auch Sie als Amateurtrainer und Ihre Spieler sind verrückt nach Fußball. Wie erleben Sie diese unfreiwillige, lange Pause?

Mit vielen Spielern habe ich schon noch viel Kontakt, zum Beispiel mit unserem Spielführer. Die Mannschaft ist einfach zusammengeschweißt. Klar, treffen kann man sich momentan nicht, aber wir bleiben auch so gut im Austausch. Ein großer Teil der Truppe hat aber auch Familie, sodass genug Ablenkung vorhanden ist. Ich persönlich merke jedoch schon, wie zum Beispiel Kontakte zu anderen Trainern, die man ja sonst zwangsläufig während den Spielen hat, wegfallen. Das ist natürlich schon schade. Ich wollte tatsächlich mal mit Fußball aufhören, aber während dieser fußballfreien Zeit ist mir noch einmal klar geworden: Es bringt nichts, dafür habe ich den Fußball viel zu lieb.

Glauben Sie, dass nach der Pause die Begeisterung für den Fußball noch überall vorhanden ist? Oder schadet die Krise dem Sport allgemein? 
Ich glaube nicht, dass die Begeisterung wegfallen wird. Die Pause kann uns sogar eher gut tun. Wenn ich mich an den Restart nach der ersten Pause im Frühjahr erinnere, war es so, dass bei uns statt 50 auf einmal 100 Zuschauer zu den Spielen kamen. Man hat gemerkt: Die Leute hatten wieder richtig Lust auf Fußball. Gerade in der ersten Zeit nach dem Neustart rechne ich mit größerem Zuwachs.

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