Seit zehn Jahren spielt Verteidiger Marcelo Bordon in der Bundesliga. Genauso lange rennt der Brasilianer nun schon seinem großen Meistertraum hinterher.

S04: Bordons Traum

„So viel Qualität haben wir nicht“

22. Oktober 2009, 16:00 Uhr

Seit zehn Jahren spielt Verteidiger Marcelo Bordon in der Bundesliga. Genauso lange rennt der Brasilianer nun schon seinem großen Meistertraum hinterher.

Erst fünf Jahre beim VfB Stuttgart, und seit 2004 bei den Königsblauen. In der vergangenen Saison stand der ehemalige Kapitän kurz davor, die Brocken hinzuwerfen.

Seit Felix Magath in Gelsenkirchen ist, hat der praktizierende Christ seinen Glauben - an den Titel - wiedergefunden. Auch wenn er das zumindest jetzt noch nicht aussprechen will. „Ich bin in einem Alter, in dem ich nur noch mit einem Ziel vor Augen spielen kann. Wenn ich dieses Ziel nicht hätte, wäre ich schon längst zu Hause in Brasilien“, gibt Bordon zu. „Felix Magath hat mir die Motivation zurück gegeben, Fußball zu spielen. Bei ihm weiß ich, dass er einen Plan hat“, bedankt sich Bordon für das Vertrauen des Chefcoaches, der ihn wieder zum uneingeschränkten Leader gemacht hat.

Der Meistertrainer habe noch die gleiche Philosophie wie zu Stuttgarter Zeiten, nur „noch besser“ sei er geworden. Plötzlich kann sich Bordon sogar wieder vorstellen, seinen 2011 auslaufenden Vertrag bei den Knappen noch einmal zu verlängern. „Das entscheide ich von Saison zu Saison. Ich kann jetzt noch nicht sagen, ob nach dieser Saison Schluss ist oder ob ich noch drei Jahre hier bin“, nimmt sich der 33-Jährige die Freiheit, selbst zu entscheiden, wann für ihn mit dem bezahlten Fußball Schluss ist.

Denn Bordon weiß, dass der neue Schalker Höhenflug noch auf wackeligen Beinen steht. „Wir sind nicht so dumm, dass wir sagen wir spielen super und machen keine Fehler. Wir müssen in jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze gehen, um die drei Punkte zu holen“, tritt der Routinier deshalb auch die Euphoriebremse. „Wir sind ganz klar im Kopf. Bei uns läuft nichts von alleine. Soviel Qualität, dass wir Meister werden können, haben wir eigentlich nicht. Was wir im Moment gut machen, ist kämpfen und laufen und dabei zu versuchen, so gut wie möglich zu spielen“, weiß der Abwehrchef, dass Schalke klug beraten ist, den Ball flach zu halten.

„Wir dürfen nicht träumen“, weiß Bordon, dass die Schale in dieser Saison eigentlich kein Thema sein kann. Wenn da nicht Felix Magath mit seinem Plan wäre.

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