Am 6. September feiert der „Integration Cup“ in Recklinghausen seine  Premiere. Wir sprachen mit Nationalspieler und Stiftungsgründer Christoph Metzelder.

Metzelder-Interview

"Kinder haben oft bessere Ideen"

03. September 2009, 18:06 Uhr

Am 6. September feiert der „Integration Cup“ in Recklinghausen seine Premiere. Wir sprachen mit Nationalspieler und Stiftungsgründer Christoph Metzelder.

Wie stark sind Sie in die Vorbereitungen für den Cup eingebunden? Schließlich leben und spielen Sie ja in Madrid.

Ausrichter sind die readybank und die Sparkassen, sie kümmern sich um den organisatorischen Ablauf vor Ort. Die Stiftung ist dabei Partner und kommt dann ins Spiel, wenn der Turniersieger feststeht.

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/012/166-12617_preview.jpeg Freut sich auf den Integration Cup: Christoph Metzelder[/imgbox]
Wie entstand die Idee, diesen Cup ins Leben zu rufen?

Nach dem erfolgreichen Start der Kooperation zwischen dem TuS Haltern und der Readybank war es die Idee der Bank, auch mit meiner Stiftung langfristig zusammenzuarbeiten. Ich denke, dass die Partnerschaft Readybank und Christoph Metzelder mit seinen sozialen Aktivitäten ungewöhnlich und einzigartig ist.

Waren Sie an der Ideenfindung beteiligt?

Wir hatten ein intensives Brainstorming in Madrid. Für mich ist es sehr wichtig, dass die Stiftung einen eigenen Weg geht. Sie kümmert sich um benachteiligte Kinder und Jugendliche in Deutschland und hilft ihnen auf ihrem
schulischen und beruflichen Weg. Hierbei steht ausdrücklich nicht der Fußball im Vordergrund, sondern es ist ein gesellschaftliches Engagement, welches weit über meine aktive Zeit als Fußballprofi hinausreicht.

Was versprechen Sie sich von dieser Aktion?

Damit eine Stiftung wachsen kann, benötigt sie öffentliche Aufmerksamkeit und finanzielle Unterstützung. Das erreicht man am besten mit starken Partnern, die einen auf diesem Weg unterstützen. Der „ready & go Integration-Cup“ bietet der Stiftung die Möglichkeit, weiter zu wachsen. Und der Modus, den wir uns ausgedacht haben, soll zusätzlich noch einen Lerneffekt für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler haben.

Das Siegerteam kann sich ja über einen ganz besonderen Preis freuen.

Ja, die Idee war, nicht einfach nur ein Fußballturnier auszutragen. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden dort die Klassen ihre besten Fußballer ins Rennen schicken. Mit dem Gewinn des Turniers geht es aber eigentlich erst richtig los, denn dann ist die ganze Klasse gefordert. Die Schüler gewinnen ein „Budget“ von 5000 Euro, mit dem sie ein Sozialprojekt oder ein bereits bestehendes Schulprojekt ein Jahr lang begleiten können. Das Ziel ist, dass sich Schüler, Eltern und Lehrer gemeinsam Gedanken machen und das Projekt zu „ihrem“ Projekt werden lassen. Ich bin davon überzeugt, dass Kinder oft bessere Ideen haben, als wir Erwachsenen.

Werden Sie das Projekt, für das sich die Gewinnerklasse entscheidet, begleiten?

Am Ende des Schuljahres wird mir die Klasse ihr Projekt vorstellen, sei es als Film, Collage oder Theaterstück. Da sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Gerne komme ich auch persönlich vorbei. Dann entscheide ich, ob die Stiftung das Projekt ein weiteres Jahr unterstützt. Bei der Pressekonferenz zum „ready&go Integration Cup“ habe ich mit einem Augenzwinkern gesagt, dass ich davon ausgehe, dass die Projekte toll begleitet und natürlich von der Stiftung im Anschluss gefördert werden.

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