Trotz Verbindlichkeiten von 698 Millionen Euro sieht die Deutsche Fußball Liga die 36 Profi-Klubs auf einem guten Weg.

Bundesliga-Klubs haben ihre Hausaufgaben gemacht

15. März 2005, 12:23 Uhr

Trotz Verbindlichkeiten von 698 Millionen Euro sieht die Deutsche Fußball Liga die 36 Profi-Klubs auf einem guten Weg. "Die Klubs haben ihre Lehren aus der Kirch-Krise gezogen", hieß es von Seiten des Ligaverbandes.

Am heutigen Dienstag endet die Frist zur Abgabe der Lizenzunterlagen für die 36 Bundesligisten. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) sieht die Profi-Klubs dabei auf einem positiven Weg, auch wenn sich die Verbindlichkeiten nach der Saison 2003/2004 auf 698 Millionen Euro belaufen. In ihrem Newsletter präsentierte die Liga die Zahlen der vergangenen Spielzeit. Nach Angaben der DFL erzielten die Klubs ein so genanntes positives Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 79,9 Millionen Euro.

Positives Nach-Steuer-Ergebnis bei 18 Klubs

"Die Klubs haben ihre Lehren aus der Kirch-Krise gezogen und diese auch entsprechend umgesetzt", erläuterte Christian Müller als zuständiger Geschäftsführer Finanzen und wies darauf hin, dass die Bundesliga - bereinigt um den Rekordverlust von Borussia Dortmund - auch nach Steuern eine "rosa Null" erwirtschaftet hat. Insgesamt bilanzierten 18 der 36 Vereine und Kapitalgesellschaften ein positives Nach-Steuer-Ergebnis.

Am Montag hatte der sechsmalige Meister BVB die drohende Insolvenz abwenden können, weil auf einer Versammlung der Anteilseigner des Stadionfonds Molsiris grünes Licht für das Sanierungskonzept des börsennotierten Traditionsklubs gegeben wurde.

Straub: "Talsohle ist durchschritten"

Allerdings sank nach Angaben der Liga der Umsatz in 2003/2004 - begründet durch geringere Europapokal-Gelder - von 1,358 Milliarden auf 1,275 Milliarden Euro. "Die Klubs haben ihre Talsohle durchschritten und sind langfristig gut aufgestellt, weil sie vermehrt in die Zukunft investieren", erklärte indes Wilfried Straub, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung.

Laut DFL setze die Bundesliga in Bezug auf die Einnahmestruktur auf einen soliden Mix. Der TV-Anteil am Gesamtertrag sei 2003/2004 von 31,77 Prozent in der Vorsaison auf 26,73 Prozent gesunken. Damit sei der Sektor Werbung/Sponsoring mit einem Anteil von 30,54 Prozent erstmals führend. Weitere Zuwächse habe es ferner bei den Spielerträgen, die nun bei 18,99 Prozent liegen, gegeben.

Autor:

Kommentieren