Neun Tage vor Beginn der Rückrunde der Fußball-Bundesliga hat Bayern-Manager Uli Hoeneß zur Attacke auf Verfolger Schalke geblasen und die Finanzpolitik des Revierklubs kritisiert.

Hoeneß Attacke aus Dubai: „Assauer hetzt Schalke in großes Risiko“

12. Januar 2005, 16:40 Uhr

Neun Tage vor Beginn der Rückrunde der Fußball-Bundesliga hat Bayern-Manager Uli Hoeneß zur Attacke auf Verfolger Schalke geblasen und die Finanzpolitik des Revierklubs kritisiert.

Neun Tage vor Beginn der Rückrunde der Fußball-Bundesliga hat Bayern-Manager Uli Hoeneß zur Attacke auf Verfolger Schalke geblasen und die Finanzpolitik des Revierklubs kritisiert. „Ich habe das Gefühl, dass Schalkes Manager Rudi Assauer auf Teufel komm raus einen Titel holen will. Dabei hetzt er Schalke in ein großes Risiko“, sagte der 53-Jährige am Mittwoch im Trainingslager der Münchner in Dubai. Schalke sei zwar sportlich „ein Herausforderer“, habe finanziell jedoch „kein solides Fundament“.

Deshalb prophezeite Hoeneß den Schalkern eine schwere Zukunft. „Wer alles auf Pump macht, wird untergehen. Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche“, meinte der Manager: „Wer aber mit Bayern auf Dauer mithalten will, braucht einen langen Atem. Da liegen schon einige auf der Strecke herum, die sich an uns die Zähne ausgebissen haben. Auch Schalke sehe ich da gefährdet.“ Der Unterschied zwischen Bayern und Schalke bestünde des Weiteren darin, „dass wir unsere Spieler vom Festgeldkonto bezahlen, Schalke aber aus der Kreditabteilung“.

Laut Hoeneß drohe den „Knappen“ ein ähnliches Schicksal wie Borussia Dortmund, das mit angeblich 98 Millionen Euro verschuldet ist: „Wir haben beim Betreten einer Bank immer den rechten, Dortmund den linken Eingang benutzt. Rechts ist die Festgeld-, links die Kreditabteilung. Mit Schalke ist das genauso. Wenn das so bleibt, wird Schalke auf Dauer keine Chance gegen uns haben.“

Hoeneß bezieht sich bei seinen Angriffen offenbar auf die 85 Millionen Euro schwere Anleihe, die die „Königsblauen“ bei dem amerikanischen Investmentbanker Stephen Schechter aufgenommen hatten. Wie Dortmund würde sich Schalke aber „verheben, wenn sie in fünf bis sechs Jahren das nachholen wollen, was der FC Bayern in 30 Jahren geleistet hat“.

Außerdem sei es ein Fehler von Assauer, so Hoeneß, mit Spielern wie dem brasilianischen Stürmer Ailton „30-Jährige zu holen und sie mit langen Verträgen auszustatten. Es ist tödlich, wenn du nachts nicht schlafen kannst, weil du nicht weißt, wie du deine Mannschaft bezahlen sollst“.

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