Direkt nach der Freude über den Klassenerhalt beherrschten die voreilig veröffentlichten Ideen zum Stadionumbau in Oberhausen die Schlagzeilen.

RWO: Wirbel nach Veröffentlichung der Stadion-Pläne

„Da werden die Köpfe rauchen“

Christian Brausch
20. Mai 2009, 20:57 Uhr

Direkt nach der Freude über den Klassenerhalt beherrschten die voreilig veröffentlichten Ideen zum Stadionumbau in Oberhausen die Schlagzeilen.

Es wurde von 15 Millionen Euro Kosten, 7800 Stehplätzen und 9500 Sitzplätzen gesprochen. Alles überdacht, die Kurven hinter dem Tor sollen weit nach vorne verlegt werden - am besten schon bis 2010 fertig gestellt. Zudem soll die komplette Infrastruktur (Trainingsplätze, Jugendinternat) aufgepäppelt werden. Die Hauptribüne soll einen Vorbau erhalten, hier werden Fanshop, VIP-Bereich und Geschäftsstelle untergebracht.

RWO-Präsident Hajo Sommers und Sportvorstand Thomas Dietz nahmen das Vorpreschen am Mittwoch auf die eigene Kappe. Sie betonten: „Wir haben einen Fehler gemacht, weil wir vorher nicht alle Gremien informiert haben. Den Schuh ziehen wir uns an.“ Zusatz von Sommers: „Wir brauchen dringend bessere Trainingsmöglichkeiten und wollen den Klub weiter entwickeln.“
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/011/064-11459_preview.jpeg RWO-Präsident Hajo Sommers (Foto: firo).[/imgbox]
Das will auch Oberhausens Aufsichtsrats-Vorsitzender Hartmut Gieske. Der erklärt mit Blick auf das Stadionthema: „Das Konzept finde ich inhaltlich klasse und trage das auch absolut mit. Man muss aber genau hinschauen. Die genannten 15 Millionen Euro sind auf keinerlei Grundlage basierend. Es gibt zwar vom Verein einen Vorschlag, aber das war es.“

Neben dem Konzept wirft aber auch der Weg, wie die Ideen publik gemacht wurden, Fragen auf. Auch hier hat Gieske eine klare Meinung: „Es entsteht der Eindruck, dass wir uns von einer politischen Richtung beeinflussen lassen. Das kann vor der Kommunalwahl nicht sein. Der Klub ist gut beraten, parteiübergreifend zu arbeiten.“

Um eine gemeinsame Linie zu finden, trifft man sich am Freitag zu einer außerordentlichen Aufsichtsrats-Sitzung. Gieske: „Da werden die Köpfe rauchen und wir sprechen uns aus. Eins ist klar: So ein Projekt gehört zunächst in die dafür zuständigen Gremien. Die müssen das abnicken, bevor man an die Öffentlichkeit geht.“

Wobei nach den zu erwartenden klaren Worten auch wieder alles im Lack sein sollte, wie auch Gieske formuliert: „Ich muss auch sagen. dass wir einen tollen Vorstand haben. Und wo Männer richtig arbeiten, da passieren auch mal Fehler. Die sollen sich nur nicht wiederholen.“

Autor: Christian Brausch

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren