Dortmund: Vorrunde der Hallen-Stadtmeisterschaft ausgelost

"Größtes Amateur-Hallenturnier in Deutschland"

Felix Guth
28. November 2006, 19:34 Uhr

Die Hallen-Stadtmeisterschaft ruft und ganz Dortmund ist auf den Beinen. Die Auslosung für [i]das[/i] lokale Fußballereignis in der Bierstadt am Montag gab einen Vorgeschmack auf das, was sich ab dem 28. Dezember in den Dortmunder Sporthallen abspielen wird. Vertreter des Kreises, der Vereine, der Stadt, von Sponsoren, sogar die Hausmeister der beteiligten Sporthallen kamen voller Vorfreude auf den Budenzauber zusammen. Was im Saal der Actien-Brauerei aus dem Lostopf gezogen wurde, lässt zudem an sportlichem Reiz nichts vermissen. In den fünf Vorrunden-Hallen stehen einmal mehr spannende Ortsderbys, Favoritenstürze und Zwergenaufstände an. revierkick.de stellt das, nach Worten von Kreis-Vize Gisbert Dankowski "größte Amateur-Hallenturnier in ganz Deutschland", vor.

Die Teams: 60 Mannschaften nehmen an der Dortmunder Hallen-Stadtmeisterschaft teil. "Damit haben wir die meisten Vereine in Westfalen", sagt Dankowski. Die klassenhöchsten Teams sind die fünf Landesligisten TuS Eving, Hombrucher SV, Mengede 08/20, SG Phönix Eving und Westfalia Wickede. TuS Eving und Hombruch sind dabei nach der Stichtag-Tabelle von 13. November bereits für die Zwischenrunde gesetzt.

Für drei Teams bleiben die Türen der Sporthallen allerdings in diesem Jahr verschlossen: Die A-Kreisligisten SC Osmanlispor, KF Sharri und SG Lanstrop erhielten aufgrund von Gewalt-Vorfällen in den letzten Jahren mehrjährige Sperren. "Da sind wir rigoros. Wer sich schlecht benimmt, bekommt dafür die Quittung", sagt der stellvertretende Kreisvorsitzende. Durch den Ausschluss dieses Trios bekommen in diesem Jahr drei zusätzliche B-Kreisliga-Teams die Chance, sich in unter dem Hallendach mit den "Großen" zu messen. "Darin liegt natürlich immer der Reiz", sagt Gisbert Dankowski. Insgesamt treten in der Vorrunde allein 14 B-Ligisten an. Besonders stark vertreten ist die Gruppe 3 mit Teams wie dem FC Maroc oder Eving Selimiye Spor.

Der Modus: "Seit 23 Jahren", erklärt der Kreis-Vize gebe es das System aus Vorrunde, Zwischenrunde und Endrunde. "Und es hat sich bewährt." Von den 60 Teams bleiben nach den Vorrundenturnieren in fünf Hallen noch 30 übrig, die dann zu den beiden gesetzten Landesligisten in die Zwischenrunde vorrücken. Dort werden dann noch einmal die 12 Teilnehmer für die Endrunde ausgespielt. Die Vorrunde beginnt schon in der Woche zwischen Weinachten und Sylvester (28./29.Dezember). Bereits am darauf folgenden Wochenende steht die Zwischenrunde an (5./6.Januar). Das Endrundenturnier in Wellinghofen findet am 12. und 13. Januar statt.

Die Hallen: Insgesamt sechs Dortmunder Hallen sind in diesem drei Wochen allein für den Hallenfußball reserviert. Die traditionelle Endrunden-Halle steht in Wellinghofen, wo auch die BVB-Handball-Damen ihre Heimspiele austragen. "Dabei ist Wellinghofen fast schon zu klein. Aber das nächste wäre die Westfalenhalle. Und die ist zu groß", meint Dankowski mit einem Schmunzeln. Die Sporthalle im Dortmunder Südwesten fast rund 2000 Zuschauer, stieß aber in den letzten Jahren an die Grenzen seiner Kapazität. Die Vorrunde wird in Huckarde, Nette, Brackel, Renninghausen sowie der Brügmann-Halle (Fassungsvermögen jeweils rund 1000 Zuschauer) ausgetragen. In der Zwischenrunde fällt die Halle in Nette weg. In der Regel teilen sich drei Vereine die Ausrichtung. Für die Endrunde ist der SC Aplerbeck gemeinsam mit dem DJK TuS Körne zuständig. Rund 15 000 Zuschauer strömten in den letzten Jahren durchschnittlich in die Hallen. "Damit rechnen wir auch in diesem Jahr wieder fest", so Dankowski.

Die Preise: Die Hallen-Stadtmeisterschaft kann für die Vereine zu einem lukrativen Geschäft werden. Insgesamt liegen 8750 Euro im Prämientopf, dem Sieger winken allein etwa 2600 Euro. Hinzu kommen zahlreiche von Sponsoren verliehene Einzelauszeichnungen für den besten Torwart, Feldspieler oder Torschützen. Weiterhin profitieren die ausrichtenden Vereine. "Das ist ein gutes Winterpolster", sagt Dankowski, der neben seiner Kreis-Tätigkeit Vorsitzender des Bezirksligisten SuS Derne ist.
[imgbox-right]http://www.revierkick.de/include/images/gallery/img_thumb_173.jpg Der noch amtierende Dortmunder Hallenstadtmeister Mengede 08/20.[/imgbox]
Die Favoriten (und die, die es noch werden wollen:) Der Meister des gepflegten Balls unter dem Hallendach war 2006 der Landesligist Mengede 08/20. Die Liste derer, die den Gelb-Roten den Titel streitig machen wollen, ist allerdings lang. Da sind natürlich alle weiteren Landesligisten aufgrund ihrer individuellen Klasse. Da sind aber auch spielstarke Bezirksligisten wie Aplerbeck, Arminia Marten oder die Huckarder Teams. Und nicht zu vergessen die Kreis-Ligisten, die stets zu einer Überraschung in der Lage sind. Dabei muss man die spielfreudigen türkischen oder marokkanischen Klubs ebenso auf der Liste haben wie alte "Hallen-Hasen" im Stile des VfR Sölde oder des SC Dorstfeld 09. In den letzten Jahren zeigte sich ungeachtet aller Prognosen: Die Vorrunde kann mit nur zwei Partien schnell zur Falltür werden.

Die Vorrunde im Überblick: Der Startschuss fällt am Donnerstag, 28. Dezember in allen fünf Hallen um 17.30 Uhr. Die Auslosung ergab folgende Gruppeneinteilungen:

Halle Huckarde
Gruppe 1: Westfalia Huckarde, Fortuna Dorstfeld, TuS Rahm
Gruppe 2: SC Dorstfeld 09, Dortmunder Spielverein 26, FC Maroc
Gruppe 3: DJK BW Huckarde, SuS Oespel-Kley, BSV Fortuna
Gruppe 4: SV Arminia Marten, Karlsglück Dorstfeld, FC Sarajewo Bosna

Halle Nette
Gruppe 1: SV Urania Lütgendortmund, FC Hangeney 66, Sila Spor
Gruppe 2: DJK SF Nette, Westfalia Kirchlinde, TuS Bövinghausen
Gruppe 3:Mengede 08/20, RW Bodelschwingh, Hellweg Lütgendortmund
Gruppe 4: SG Lütgendortmund, Germ. Westerfilde, FC Nette 46/58

Halle Brügmann
Gruppe 1:SuS Derne 19, FV Scharnhorst, SC Fatih Spor
Gruppe 2: SC Husen-Kurl, SC Dortmund 97 / 08, Eving Selimiye Spor
Gruppe 3: VfL Kemminghausen, Türkspor Dortmund, TuS Deusen
Gruppe 4: SG Phönix Eving,, Alem. Scharnhorst, DJK Saxonia Dortmund

Halle Brackel
Gruppe 1: SV Brackel 06, TuRa Asseln, TuS Neuasseln
Gruppe 2: BV Westfalia Wickede, TSC Eintracht 48/95, SV Kocatepe Camii
Gruppe 3: ÖSG Viktoria 08, PTSV Dortmund, SF Brackel 61
Gruppe 4: DJK TuS Körne, SV SV Körne 83, Wambeler SV

Halle Renninghausen:
Gruppe 1: TuS Eichlinghofen, RW Barop, SF Sölderholz
Gruppe 2: SC Aplerbeck 09, BSV Schüren, SV Berghofen
Gruppe 3: Kirchhörder SC, VfR Sölde, SSV Hacheney
Gruppe 4: FC Brünninghausen, VfL Hörde, Hörder SC.

Autor: Felix Guth

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