SCHALKE 04: Sand muss seine Ungeduld noch zügeln

hb
17. Oktober 2003, 10:44 Uhr

Er wusste nicht ganz, ob er wie gewohnt lachen oder eher richtig sauer sein sollte. Mittwoch Vormittag erfuhr Ebbe Sand von Jupp Heynckes, dass er in den Planungen des S04-Trainers für das UEFA-Cup-Rückspiel gegen Kamen Ingrad Velika noch keine Rolle spielt.

Er wusste nicht ganz, ob er wie gewohnt lachen oder eher richtig sauer sein sollte. Mittwoch Vormittag erfuhr Ebbe Sand von Jupp Heynckes, dass er in den Planungen des S04-Trainers für das UEFA-Cup-Rückspiel gegen Kamen Ingrad Velika noch keine Rolle spielt. „Ich fühle mich wieder wohl, bin aber natürlich noch nicht bei 100 Prozent. Deshalb bin ich nicht im Kader. Der Coach hat mir gesagt, es wäre noch zu früh“, zuckt der Däne mit den Schultern. „Das ist seine Entscheidung, die akzeptiere ich.“

Innen aber brodelt es im Stürmer. Genau nach seinem Reha-Plan stieg Sand am Montag wieder ins Mannschafts-Training ein, nachdem er zuvor vier Wochen in der Reha geschuftet hatte. Im Spiel gegen den VfB Stuttgart (15.9.) hatte sich der WM-Teilnehmer einen Innenband-Anriss im rechten Sprunggelenk zugezogen. Nun brannte Sand auf sein „Comeback“, wurde von Heynckes jedoch abgekühlt. „Ebbe will unbedingt, ist voller Ungeduld. Aber ich habe seinen Knöchel gesehen und weiß, dass er noch nicht wieder so weit ist“, erklärt der 58-Jährige. „Nach so einer langen Verletzungspause ist es normal nötig, dass ein Spieler erst wieder eine Woche mit der Mannschaft trainiert, bevor er wieder spielfähig ist“, begründet Heynckes seine Maßnahme.

Eine „Lex Sand“ wird es also nicht geben, immerhin aber darf der 31-Jährige auf einen Einsatz schon gegen Bochum rechnen. „Am Sonntag ist auch ein wichtiges Spiel“, fiebert der verhinderte Torjäger nun dem kommenden Revier-Derby entgegen. „Da will ich wieder dabei sein. Falls nicht, gibt’s Ärger“, grinst Sand.

Autor: hb

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