Dr. Theo Zwanziger hat sich deutlich gegen ein Wettverbot für Schiedsrichter ausgesprochen.

Zwanziger spricht sich gegen Wettverbot aus

27. Januar 2005, 11:20 Uhr

Dr. Theo Zwanziger hat sich deutlich gegen ein Wettverbot für Schiedsrichter ausgesprochen. "Ein schwarzes Schaf heißt nicht, dass die ganze Herde betroffen ist", so der Geschäftsführende DFB-Präsident.

Im Zuge des Falls Robert Hoyzer hat sich der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger gegen das geforderte Wettverbot für Schiedsrichter ausgesprochen. "Ein schwarzes Schaf unter den Schiedsrichtern heißt nicht, dass die ganze Herde betroffen ist. Täter und Opfer müssen sauber voneinander getrennt werden. Wer Charakter hat, braucht keine Verbote. Wer kriminell werden will, den schrecken auch Verbote nicht ab", so Zwanziger

MV fordert Wettverbot

DFB-Boss Gerhard Mayer Vorfelder hatte zuvor als Konsequenz aus dem Manipulationsverdacht gegen Hoyzer ein grundsätzliches Wettverbot für die Protagonisten der Bundesliga gefordert. "Wir sollten ein völliges Wettverbot für Spieler, Schiedsrichter und Klubverantwortliche einführen. Wir müssen uns der Wettproblematik stellen, sie ist eine Gefahr für den Fußball", sagte "MV".

Zwanziger kann sich unterdessen nicht vorstellen, dass auch Spieler in die Manipulations-Affäre verwickelt sein könnten. "Die Spieler sind nicht in einer Verführungsposition. Die Gehälter sind bei jedem so hoch, dass sie nicht in Versuchung kommen", sagte Zwanziger.

Kontrollausschuss ist "eine eigenständige Instanz"

Rückendeckung gab Zwanziger auch dem Kontrollausschuss, der ersten Hinweisen von Sportwettenanbieter Oddset im vergangenen August nicht intensiv genug nachgegangen sein soll. "Der DFB-Kontrollausschuss hat den Fall behandelt, und er ist eine eigenständige Instanz. Der Kontrollausschuss wird versuchen, alles aufzuklären. Und wir werden alle Ergebnisse öffentlich machen", sagte Zwanziger.

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