Der Kampf zwischen den RWO-Pfosten. Wer steht im ersten Pflichtspiel am 10. August gegen Bayer Leverkusen im Kasten der Kleeblätter?

RWO: Der Zweikampf um den Platz im Tor der Kleeblätter

Semmler mit kleinem Vorteil

Christian Brausch
24. Juli 2008, 16:45 Uhr

Der Kampf zwischen den RWO-Pfosten. Wer steht im ersten Pflichtspiel am 10. August gegen Bayer Leverkusen im Kasten der Kleeblätter?

Der zweimalige Aufstiegsschlussmann Christoph Semmler oder Sören Pirson, Neuzugang aus Essen, der nach seiner Reservistenrolle bei RWE ein anderes Kapitel aufschlagen möchte? Und zwar eins, in dem er das Vertrauen ausgesprochen bekommt. Nach über drei Wochen lohnt daher die Nachfrage bei Torwart-Trainer Manfred Behrendt. Der gibt zu Protokoll: "Wir haben sehr gut gearbeitet. Für Sören war es bisher eine Umstellung, da wir etwas anders trainieren als er das kannte. Zuletzt sah man bei ihm eine wesentliche Steigerung. Er macht jetzt einen viel besseren Eindruck als zu Beginn."

Was auf der anderen Seite sicher Semmler zu noch konzentrierteren Leistungen treibt, denn der Ex-Gladbacher will sein Revier gnadenlos verteidigen. Behrendt: "Christoph stieg bereits mit einer hervorragenden Verfassung ins Training ein. Er wusste, um was es geht, daher ist er relativ weit. Man sieht auch, er ist zuletzt zwei Mal aufgestiegen. Das setzt Kräfte und Selbstvertrauen frei. Daher tritt er in den Einheiten sehr dominant auf. Er wird sich nochmals steigern, das trifft aber auch auf Sören zu."

Dennoch gibt es einen Vorteil für Semmler, den man nicht vergessen darf. "Er ist eingespielt und abgestimmt mit den Jungs. Die Spieler verlassen sich auf Christoph. Denn ohne seine Darbietungen wären wir nicht aufgestiegen." Daher spricht die Tendenz für Kontinuität auf der Linie, Semmler scheint einen leichten Vorteil zu haben. Behrendt: "Wahrscheinlich schon, die Truppe weiß, wie Semmi spielt, Sören ist erst drei Wochen bei uns."

Machte aber in dieser Zeit auch schon mehrere Sätze in die richtige Richtung. Zuletzt wieder im Trainingslager wie Behrendt zu berichten weiß: "Da hat er sich super präsentiert, nachdem er hier etwas Neuland betreten hat. Ich habe viel mit beiden Keepern gesprochen, ihnen gesagt, da ist noch mehr rauszuholen."

Für die Zweite Liga, in der die Anforderungen natürlich auch sofort wieder angehoben werden. Daher hat auch der Torwart-Coach seine Einheiten etwas modifiziert. "Man entwickelt immer neue Dinge. Wichtig ist, die Athletik zu verbessern. Die Schlussmänner gehen auch in die Zweikämpfe, die Dominanz im Strafraum muss da sein. Und das setzt die entsprechende Athletik voraus. Daher war ich auch im Trainingslager mit beiden im Kraftraum. Dazu kommt die Fähigkeit mitzuspielen, auch hier hat Christoph leichte Vorteile, da er die anderen schon lange und bestens kennt."

Was am Ende darauf hinaus laufen könnte, dass der Student der Sporthochschule in Köln seine Stelle behält und Pirson aus der zweiten Reihe Druck ausübt. Wie auch immer es kommt, bei einer Sache ist sich Behrendt absolut sicher: "Wir müssen uns im Bereich der Torhüter keine Sorgen machen. Wir haben zwei gute Jungs hier, wenn die gesund bleiben, werden wir eine Menge Spaß an ihnen haben."

Autor: Christian Brausch

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