Adler Frintrop muss im Rennen um den Bezirksliga-Aufstieg einen herben Dämpfer hinnehmen. Im Duell mit der DJK SG Altenessen unterlagen die

Essen-Nordwest: Adler Frintrop patzt bei der SG Altenessen

Gäste fühlen sich verpfiffen

Aaron Knopp
29. Oktober 2006, 22:05 Uhr

Adler Frintrop muss im Rennen um den Bezirksliga-Aufstieg einen herben Dämpfer hinnehmen. Im Duell mit der DJK SG Altenessen unterlagen die "Adleraner" mit 2:1 - zwei strittige Elfmeter brachten die Gastgeber auf die Siegerstraße. Peter Mikoleit entschied das Match dabei fast im Alleingang. Neben den beiden verwandelten Strafstößen überzeugte der "Oldie" als Organisator der kompakten SGA-Abwehr, die den Tabellenzweiten ein ums andere Mal zur Verzweiflung brachte. [i]Ein Ortstermin[/i]

Trotz der defensiven Einstellung des Gegners kamen die Frintroper zwar ein ums andere Mal gefährlich vor das Altenessener Tor, ließen aber die letzte Präzision im Abschluss vermissen. „Wir haben uns vor allem in der ersten Halbzeit zwei, drei Chancen herausgespielt, die wir allerdings nicht zu nutzen wussten“, trauerte Adler-Coach Matthias Hülsmann nach dem Abpfiff den vergebenen Chancen hinterher. Die größte Gelegenheit auf Seiten der Gäste besaß Pascal van Buer unmittelbar vor dem Pausenpfiff, sein Schuss strich jedoch Zentimeter am rechten Pfosten vorbei.

Die Hausherren ließen die Hülsmanntruppe offensiv jedoch insgesamt wenig Spielraum und standen sehr kompakt in der eigenen Hälfte. Für die größte Gelegenheit der ersten Spielhälfte zeichnete sich dann folgerichtig auch der Unparteiische verantwortlich. In einem harmlosen Körperkontakt sah der Schiedsrichter ein unerlaubtes Aufstützen von Frintrops Sener Uzun und zeigte zur Überraschung aller auf den Punkt (37.).Peter Mikoleit verwandelte souverän zur 1:0-Führung.

Bis zur Pause hatte die 1:0-Führung des Außenseiters Bestand, was Gäste-Trainer Hülsmann zu einer äußerst lautstarken Kabinenpredigt animierte. „Das hat man bestimmt noch am Wasserturm gehört“, mutmaßte Stefan Westermann nach der Pause. Immerhin sind es bis zur heimischen Bezirkssportanlage am Wasserturm rund zehn Kilometer.

Die Worte schienen bei den Gäste-Spielern Gehör gefunden zu haben, die nach der Pause einen Gang zulegten und folgerichtig zum Ausgleich durch Dennis Stange (60.) kamen. Fast wäre zuvor jedoch erneut Peter Mikoleit mit dem zweiten Treffer zur Stelle gewesen - er hatte aber nur den Querbalken getroffen.

In der 70. Minute allerdings konnte auch das Gestänge nicht mehr helfen - Mikoleit verwandelte erneut vom Punkt zum 2:1-Endstand und durfte sich endgültig als „Mann des Spiels“ fühlen.

Der Titel „Pechvogel des Tages“ ging hingegen an Adler-Spieler Sener Uzun, der auch den zweiten Strafstoß mit einem Handspiel verursachte. Dieser war gleichbedeutend mit dem "K.O." für den Favoriten. Die Gäste agierten zu planlos und zum Schluss nur noch mit langen Bällen. „Ihr seid nur noch am bolzen“ brachte Hülsmann die Aktionen seiner Schützlinge unmissverständlich auf den Punkt. Es blieb beim 2:1-Erfolg der kämpferisch überzeugenden Hausherren.

Nach dem Abpfiff flachste SGA-Akteur Daniel Kroke: „Das ist der Beginn einer Serie, bis Weihnachten gewinnen wir jetzt alles“. Die Erleichterung über den Sieg gegen einen der Top-Aufstiegsfavoriten war allen Beteiligten sichtbar anzumerken.

Gäste-Trainer Hülsmann sah man mindestens ebenso deutlich die Verärgerung über die Leistung seiner Mannschaft an. Sein Zorn richtete sich aber auch gegen den Schiedsrichter. "Das waren zwei sehr fragwürdige Elfmeter. Beim ersten Strafstoß will der Spieler ganz normal zum Kopfball gehen. Beim zweiten Ball schaut der Spieler in die Sonne und der Ball springt an die Hand. In der erste Hälfte hätten wir unsere Chancen nutzen müssen. Danach standen die ja nur noch hinten drin, dann haben wir gegen die dicht gestaffelte Abwehr kein Rezept mehr gefunden. Das war unser Manko."

Autor: Aaron Knopp

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