Land in Sicht! Das kann Steffi Weichelt sagen, die nach monatelanger Verletzungspause endlich wieder ein konkretes Ziel vor Augen hat.

SG SCHÖNEBECK: Vertragsverlängerung ist nur eine Formsache

"Als echter Ossi kann ich Stress vertragen"

og
28. Januar 2007, 17:36 Uhr

Land in Sicht! Das kann Steffi Weichelt sagen, die nach monatelanger Verletzungspause endlich wieder ein konkretes Ziel vor Augen hat.

Land in Sicht! Das kann Steffi Weichelt sagen, die nach monatelanger Verletzungspause endlich wieder ein konkretes Ziel vor Augen hat. "Das Pokalhalbfinale gegen den FCR Duisburg habe ich im Blick", legt sich die ehemalige Frankfurterin fest, die ein Syndesmosebandanriss im Fußgelenk zu Boden wuchtete. "Schwierig zu sagen, wie jetzt die nächsten Etappen aussehen", grübelt die angehende Reiseverkehrskauffrau, die am anderen Fuß ähnliche Blessur-Erfahrungen machte. "Wenn ich mir so was hole, dann aber richtig", schmunzelt Weichelt. Operiert wurde aktuell nicht, "ich habe nur zweimal Gips gekriegt."

Zurzeit sitzt die 23-Jährige im Rahmen der "Reha" auf dem Fahrrad "oder ich mache vorsichtiges Krafttraining. Dazu kommt manuelle Therapie." Überstürzen darf die Mittelfeldspielerin nichts. "Alles geht jetzt nur Schritt für Schritt, das hat jetzt sowieso lange gedauert." Übersetzt: Es kommt auf ein paar Tage mehr oder weniger auch nicht mehr an.

Obwohl - Weichelt grinst: "Wer mich kennt, weiß, ich bin an sich keiner ruhiger Mensch. Ein Tag auf der Couch ist in Ordnung, danach geht mir das aber unheimlich auf den Keks." So dass man dann langsam anfängt, die Tapeten von der Wand zu kratzen.

Dafür kann sich die U18- und U19-Europameisterin jetzt Gedanken machen, welche Formulierungen sie in den anstehenden Verlängerungs-Gesprächen mit dem Club auf den Tisch des Hauses legt. Es dürfte schnell gehen. Weichelt: "Natürlich, alles keine Frage, ich will bei der SG bleiben, der Club will mich auch halten, wo ist also das Problem?" Es gibt keines. So dass Coach Ralf Agolli weiter mit der Allrounderin planen kann.

Weichelt - schon mit dem Titel Deutscher Meister und Pokalsieger in ihrer Vita - selbst darf sich aktuell nicht nur auf ihre Genesung konzentrieren, auch der Abschluss ihrer Ausbildung steht an. "Durch die Verletzung muss ich mich auch hier sputen, aber als echter Ossi kann ich Stress ertragen." Allerdings keine Horrorfilme!

Und dann geht es darum, dass die SGS hilft, einen Job zu finden. "Wir gehen das an", nickt Weichelt, "ich möchte schon, dass ich in dieser Hinsicht auch besser planen kann", grübelt Weichelt, "mit festem Gehalt und so weiter." Und die Reichtümer, die man bei der SG bekommt, sind dann eher ein kleines Schmankerl. Genau wie das Pokalhalbfinale gegen den FCR Duisburg am 7. oder 8. April. Bei einem Sieg wäre das allerdings ein echtes Zubrot.

Ob Agolli am heutigen Sonntag ab 14 Uhr wie gewohnt am Spielfeldrand steht und die 90 Minuten Aktivität seiner Truppe auf sich wirken lässt, ist noch fraglich. Die SGS - ohne die verletzte Weichelt sowie ohne Marlene Kowalik, Saliha Yilmaz, Stephanie Mpalaskas (alle auf einer FVN-Reise in Südafrika) und Linda Bresonik (mit der A-Nationalmannschaft in China) - will auf der Bezirkssportanlage Am Hallo gegen den holländischen Pokalsieger und derzeitigen Meisterschaftsdritten der ersten niederländischen Liga Fortuna Wormersveer testen. Die Frage bewegt, ob das Klima und die Qualität des Platzes mitspielen.

Autor: og

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