FCR DUISBURG: "Rohdiamanten" Bajamaray, Islacker, Trojok

og
28. Juni 2004, 20:35 Uhr

Klappe zu, Affe tot! Kurzfristig hat Jürgen Krust, Coach des Bundesligisten FCR 2001 Duisburg, diese seelische Anwandlung nach dem Saisonschluss. Einmal keine seiner Kickerinnen zu Gesicht zu bekommen, einmal Privatmann sein.

Klappe zu, Affe tot! Kurzfristig hat Jürgen Krust, Coach des Bundesligisten FCR 2001 Duisburg, diese seelische Anwandlung nach dem Saisonschluss. Einmal keine seiner Kickerinnen zu Gesicht zu bekommen, einmal Privatmann sein. Lange wird es aber nicht dauern, dann wird der 62-Jährige wieder das berühmte Kribbeln verspüren, die Fußballschuhe werden wieder geputzt, die ersten Maloche-Pläne für das vom 19. bis 25. Juli terminierte Trainingslager im Harz-Kurort Seesen skizziert, wo weiterer Feinschliff für den ersten Pflichttermin vorgenommen wird: 29.August, 1.DFB-Pokal-Hauptrunde. Die offizielle Saisoneröffnung steigt am 14.August (US-Collegeteam könnte zum Test antreten), der Meisterschaftsauftakt ist für den 5.September fixiert. Allerdings, alles erst nach der Herrentour mit den Kollegen Jürgen Raab (Coach der FCR-Zweitvertretung) und Kurt Hauer (Trainer der FCR-U17 II) zum mallorquinischen "Ballermann". These: Rückkehr aus Cala Ratjada ungewiss. Grund genug, sich mit dem A-Lizenzinhaber vorab zu unterhalten.

Jürgen Krust, noch keine Sehnsucht nach Ihren "Grazien"?
Eigentlich noch nicht, das kann ich mit Recht behaupten. Allerdings garantiere ich, das dauert nicht mehr lange, ich bin halt fußballverrückt, ich kann mich davon nicht frei machen.

Also kein Urlaub?
Nicht wirklich, wir starten mit unserer Vorbereitung am 13.Juli, richtig in den Urlaub kann ich also nicht fahren. Allerdings gönne ich mir drei Tage am Ballermann auf Mallorca, die Seele baumeln lassen.

"Attacke" im berüchtigten Rio Palace?
Wohl eher nicht, wir sind prädestiniert für das Oberbayern. Dort war ich früher auf Abschlussfahrten, als ich noch beim MSV arbeitete. Einmal kämpfte ich mich drei Minuten in das Lokal, um sofort, als viele Hände wild an mir rumzerrten, innerhalb von den nächsten zwei Minuten wieder die Flucht zu ergreifen.

These: Sie kommen in die Kneipe und werden sofort erkannt!
Das wäre was, und der abgetakelte Jürgen Drews singt auf der Bühne: Krust ist erschienen, uns zu versühnen. Immerhin eine Steigerung, im letzten Jahr waren wir mit unserer Trainerkasse in Koblenz auf dem Altstadtfest.

Naja, reife Leistung. Zurück zum Sport. Kommt noch jemand nach dem Deal mit der Wattenscheiderin Annike Krahn?
Erst einmal habe ich 24 Spielerinnen im Kader, wir haben eine breitere Basis, werden personell nicht einbrechen.

Das mächtige Sturm-Talent Mandy Islacker darf sich bewähren!
Wir ziehen sie hoch, sie kann Bundesligaluft schnuppern, bekommt ihre Chance, sich weiter zu entwickeln.

Dazu kommt die offensive Mittelfeldspielerin Fatmira Bajramaj vom FSC Mönchengladbach, ein 88er Jahrgang.
Richtig, sie ist sicherlich mit das größte Talent am Niederrhein. Teresa Trojok haben wir von unserem eigenen Nachwuchs einen Vertrag gegeben, genau wie Keeperin Kathrin Längert. Einen Substanzverlust wird nicht auftreten, wir haben Stabilität.

Mönchengladbachs Barbara Müller, die jetzt zum Bundesliga-Aufsteiger SG Schönebeck geht, sollen Sie auch Avancen gemacht haben - korrekt?
In diesem Jahr nicht, vorab hatte Sie zweimal ein Angebot von uns.

Wann rechnen Sie wieder mit Torjägerin Inka Grings?
Es bringt nichts, auf eine verfrühte Rückkehr nach ihrem Kreuzbandriss zu spekulieren. Ich bin ausdrücklich dafür, bis zum Jahresende nichts zu versuchen. Ihre Rehabilitation macht gute Fortschritte. Wenn Sie im Januar ins Team-Training einsteigt, hat sie die Möglichkeit, topfit in die Rückrunde der nächsten Saison zu starten. Das kennen wir bei Inka gar nicht, sie hatte in den letzten Jahren die Seuche.

Autor: og

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