Beim TC Freisenbruch lief es in der jüngsten Vergangenheit prächtig: Mit Platz drei in der abgelaufenen Saison übertraf die Truppe von Trainer Friedhelm Ingenhag alle Erwartungen. Der Erfolg weckte offenbar Lust auf mehr: Die Landesliga ist nun das erklärte Ziel. Um das geeignete Spielermaterial für den Aufstiegs-Kader zusammenzustellen, war Ingenhag daher buchstäblich kein Weg zu weit.

TC Freisenbruch: Robert Hans-Lange - Neuer Stürmer aus Bolivien

Aufstieg - "alles andere wäre Blödsinn"

Aaron Knopp
16. Juni 2008, 13:08 Uhr

Beim TC Freisenbruch lief es in der jüngsten Vergangenheit prächtig: Mit Platz drei in der abgelaufenen Saison übertraf die Truppe von Trainer Friedhelm Ingenhag alle Erwartungen. Der Erfolg weckte offenbar Lust auf mehr: Die Landesliga ist nun das erklärte Ziel. Um das geeignete Spielermaterial für den Aufstiegs-Kader zusammenzustellen, war Ingenhag daher buchstäblich kein Weg zu weit.

In Bolivien wurde der Coach schließlich fündig. Dabei machte sich Ingenhag jedoch nicht selbst auf den Weg. Immerhin liegen ja auch gute 10.500 Kilometer zwischen Essen und der bolivianischen Landeshauptstadt Sucre. Vielmehr nutzten beide Parteien die modernen Kommunikationskanäle. "Übers Internet, wie das heutzutage eben so ist", schmunzelt der Trainer.

Und dann ging plötzlich alles ganz schnell. "Er kam zum Probetraining und hat überzeugt. Auch wenn er es gegen die anderen Torjäger nicht leicht haben wird, verfügt er doch über sehr gute Anlagen." Und auch die Formalitäten ergaben sich überraschend schnell: "Er war eine Woche hier und hatte schon die deutsche Staatsbürgerschaft."

Dabei dürfte ihm seine Abstammung nicht ganz unnütz gewesen sein. Denn das Klischee des exotischen Ballkünstlers bedient zumindest sein Name in keiner Weise: Robert Hans-Lange. "Deutsche Vorfahren", erklärt Ingenhag, "er ist aber in Bolivien geboren und spricht kein Wort Deutsch, nur Spanisch." Um die Kommunikation zu erleichtern, gilt es für den 23-Jährigen daher ab sofort: die Landessprache pauken.

Vor allem das Wort "Aufstieg" dürfte dem Neuen dabei schon ziemlich bald flüssig über die Lippen kommen. Denn Ingenhag gibt unumwunden zu, dass die Landesliga das erklärte Ziel sein wird. "Nach der abgelaufenen Saison muss ich klipp und klar sagen, dass wir darum mitspielen wollen. Alles andere wäre Blödsinn." Zuversicht schöpft der Coach vor allem aus dem schlagkräftigen Kader, der mit weiteren hochkarätigen Zugängen versehen wurde.

Neben dem bereits seit längerer Zeit feststehenden Wechsel von Goalgetter Philip Hollweg (SuS Haarzopf) sieht man am Bergmannsbusch vor allem in Defensivmann Macel Scheffner (FC Kray) eine tragende Säule des neuen Kaders. Alexander Girczinski (FC Kray II) und Alexander Schulz (Vogelheimer SV) komplettieren die Liste der Zugänge. Trainer-Sohn Kevin Ingenhag (Karrriereende aus beruflichen Gründen), Cinan Temizel (Tus Helene), Christian Dreyer (Teutonia Überruhr) sowie Raffael Goldmann (FC Kray II) verlassen hingegen den Club.

Autor: Aaron Knopp

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