Die letzten Wochen wird Oberhausens Marcel Landers sicher nicht vergessen.

RWO: Landers privat und sportlich eine Konstante

„Jede Begegnung ein Highlight“

cb
14. Juni 2008, 09:30 Uhr

Die letzten Wochen wird Oberhausens Marcel Landers sicher nicht vergessen.

Erst der Durchmarsch mit den Kleeblättern und die folgenden Partys. Dann der persönliche Höhepunkt mit der eigenen Hochzeit. Am letzten Samstag gab der Flügelflitzer seiner Frau Ina das Ja-Wort. „Wir sind schon sieben Jahre zusammen, ich war damals 16“, erinnert sich Landers.

Der damit beim Thema die gleiche Kontinuität an den Tag legt wie beim Sport. Denn auch hier kennt der gelernte Bürokaufmann nur eine Liebe. Und zwar RWO, seit 1987 ist er im Verein. Und erlebte die beste Saison seines Lebens: „So richtig realisiert habe ich noch nicht, wo wir demnächst überall hinfahren“, betont Landers, „das checke ich wohl erst, wenn der Spielplan raus ist.“

Dann heißen die Ausfahrten Duisburg, Aachen oder München. Vor drei Jahren undenkbar für den 23-Jährigen: „Da war ich Ersatz in der Reserve und habe die Bundesligisten nur im Fernsehen verfolgt. Jetzt zahlt sich die ganze harte Arbeit aus. Und nun ist es mein Ziel, in der Zweiten Liga so viele Partien wie möglich zu absolvieren. Da wird jede Begegnung ein absolute Highlight für mich.“

Die er speziell einem Förderer verdankt. Landers: „Hans-Günter Bruns hat mir immer vertraut, das war sehr wichtig. Und natürlich hat mir meine Frau immer den Rücken gestärkt.“ Mit Erfolg, allerdings wird es in Zukunft nicht einfacher, den Platz auf der rechten Seite zu verteidigen.

Auf beiden Flügeln wird noch gesucht, Landers sieht das aber positiv: „Zuletzt musste ich auf der rechten Seite alles alleine machen. Daher ist es sinnvoll, noch jemanden zu holen, der diese Position ausfüllen kann. Denn ich habe in den letzten Wochen auch trotz meiner Knieprobleme mitgemacht, ich musste mich ständig fitspritzen lassen.“ Wobei ein Meniskusseinriss befürchtet wird, „aber das wäre nur eine Sache von ein paar Tagen“, lässt sich Landers nicht beirren.

Sollte sich diese Diagnose bestätigen, kann der frischgebackene Ehemann die Blessur nicht in den Flitterwochen auskurieren. Denn die stehen erst im Winter an. „Schweden oder Mexico, wir haben uns noch nicht entschieden, ob wir in den Schnee oder in die Sonne fahren“, erklärt das Oberhausener Urgestein, der den Abschluss-Trip nach Mallorca sausen lassen musste. „Aber das habe ich für die Hochzeit gerne in Kauf genommen. Ich hoffe, dadurch einen zusätzlichen Schub zu bekommen. Und dann gehen wir als Team unseren Weg weiter. Denn wir vertrauen den Verantwortlichen, die suchen die neuen Spieler sicher sehr gut aus. Dann können wir weiter das umsetzen, was uns auch bisher ausgezeichnet hat.“

Autor: cb

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